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Logan mit Patrick Stewart und Hugh Jackman
Logan mit Patrick Stewart und Hugh Jackman
© 20th Century Fox

Kinocharts USA (3. - 5.3.): "Logan" verabschiedet sich mit Wolverine-Rekord

"Get Out" hält sich erstaunlich

Nach dem müden Februar ist der März mit einem Kracher gestartet: "Logan" stieg mit dem mit Abstand bisher besten Wochenende des Jahres an der Spitze ein, während sich Ex-Tabellenführer "Get Out" erstaunlich gut behaupten konnte. Insgesamt spielten die Top Twelve 167 Millionen Dollar ein, was den Vorjahreswert von 146 Millionen Dollar, als "Zootopia" mit 75 Millionen Dollar auf dem Premiumplatz startete, übertrifft.

Gold
Es war ein gewisses Risiko, die Wolverine-Reihe so brutal, blutig und düster enden zu lassen. "Logan" hat eine strenge Altersfreigabe mit "R - Restricted" erhalten, die Jugendliche ohne Erwachsenenbegleitung ausschließt, was das kommerzielle Potential von vornherein mindert. Doch 20th Century Fox minimierten das Risiko durch eine gewaltige Kopienzahl: Der Fantasy-Film lief in 4071 Kinos an - so viele, wie noch kein mit "R" belegter Streifen zuvor bespielt hat. Bisher lag der Rekord einer "R"-Produktion bei 3711 Lichtspielhäusern, in denen vor zwei Jahren die Melissa McCarthy-Komödie "Spy" startete.

Altersfreigabe hin, Kopienzahl her - "Logan" wäre nicht mit phantastischen 85 Millionen Dollar gestartet, wenn er kein so großartiges Werk mit hervorragenden Kritiken wäre. Denn eigentlich war die Zuneigung der Zuschauer zu der aus dem "X-Men"-Universum stammenden Figur Wolverine schon abgekühlt. 85 Millionen Dollar zum Auftakt für "X-Men Origins: Wolverine" waren 2009 ein Zuneigungsbeweis. Angesichts der Qualität des Films bröckelte das Interesse schnell ab, was dann der eigentlich qualitativ bessere "The Wolverine" vier Jahre später zu spüren bekam, als er den nordamerikanischen Besuchern zur Premiere nur noch 53 Millionen Dollar wert war.

Dass jetzt der beste Wert der Wolverine-Trilogie zustande gekommen ist, hat neben der Ankündigung Hugh Jackmans, dies sei definitiv sein letzter Auftritt als Klauenmutant, also gewiss auch mit der Qualität der 97 Millionen Dollar teuren Produktion zu tun. Den bisherigen Startbestwert des Jahres 2017 von "The LEGO Batman Movie" mit dessen 53 Millionen Dollar hat "Logan" spielend übertroffen, den er auch als meistgespielten Streifen des Landes ablöst.

Silber
Nach dem überraschend überragenden Start mit 33 Millionen Dollar in der Vorwoche musste "Get Out" an der Spitze der Stärke des Neuankömmlings "Logan" weichen, den Platz an der Kinokassensonne aber nicht aus Schwäche räumen. Mit lediglich minus 21 Prozent hielt sich der Horrorfilm exzellent und spielte am zweiten Wochenende 26 Millionen Dollar ein. Die nur 5 Millionen Dollar teure Universal Pictures-Produktion steht nun nach zehn Tagen bereits bei 76 Millionen Dollar Umsatz. Für Regisseur Jordan Peele ist dies nach den unisono grandiosen Kritiken der nächste Triumph. 157 Kinobesitzer hatten zusätzlich zugegriffen, um sich diesen Überraschungserfolg auf ihre Leinwände zu holen, so dass "Get Out" nun auf 2938 Spielplänen steht.

Bronze
Trotz miserabler Kritiken konnte sich "The Shack" ("Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott") besser als erwartet behaupten: Mit 16 Millionen Dollar konnte das Drama, das sich an ein christlich-gläubiges Publikum à la "Himmelskind" wendet, recht souverän den dritten Rang erklimmen. 2888 Lichtspielhäuser haben die Lionsgate Films / Summit Entertainment-Produktion mit Oscar-Preisträgerin Viola Davis ins Programm genommen.

Die Neuen
Umgekehrt verhält es sich mit "Before I Fall". Dieses Drama hat gute Besprechungen erhalten, debutierte jedoch noch schwächer als ohnehin schon prophezeit: Mit knapp 5 Millionen Dollar ging es für das Zoey Deutch-Werk bloß auf Nummero fünf. Die 5 Millionen Dollar teure Open Road-Produktion startete in 2346 Spielstätten.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "The LEGO Batman Movie" (4. Woche / bisher insgesamt 148 Millionen Dollar); Sechster wurde "John Wick: Chapter Two" (4. Woche / 83 Mio.); Siebter wurde "Hidden Figures" (11. Woche / 159 Mio.); Achter wurde "The Great Wall" (3. Woche / 41 Mio.); Neunter wurde "Fifty Shades Darker" (4. Woche / 110 Mio.) und Zehnter schließlich Beinahe-Oscar-Gewinner "La La Land" (13. Woche / 145 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Mit "Fist Fight" hat sich der in den letzten Jahren erfolgsverwöhnte Ice Cube einen Flop eingehandelt. Die 25 Millionen Dollar teure New Line Cinema-Komödie ist nach bereits drei Wochen mit nur 28 Millionen Dollar aus den Charts geflogen.

Ganz anders die Gefühlslage für Regisseur M. Night Shyamalan, der nach seinem Achtungserfolg "The Visit" vor zwei Jahren mit "Split" nun endgültig wieder voll da ist. Der Horrorfilm mit James McAvoy hat in sieben Wochen Kinokarten im Wert von 134 Millionen Dollar abgesetzt. Einen so hohen Umsatz hatte Shyamalan seit "Signs" von 2002 nicht mehr, der damals 228 Millionen Dollar einbrachte. Für Universal Pictures ist "Split" ein Riesengeschäft, denn die reinen Produktionskosten haben nur 9 Millionen Dollar betragen.

Bei der Oscar-Verleihung ging der sechsfach nominierte "Lion" leer aus und konnte so nicht richtig ins Rampenlicht rücken. Somit fällt das 12 Millionen Dollar teure australische Drama an seinem 14. Wochenende wieder aus den Top Ten heraus. The Weinstein Company verleihen den Dev Patel-Film in die nordamerikanischen Kinos und haben mit bis jetzt 47 Millionen Dollar einen soliden Erfolg erzielt. Weltweit hat "Lion" die 100 Millionen Dollar-Grenze überwunden.



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