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The Boss Baby
The Boss Baby
© 20th Century Fox

Kinocharts USA (7. - 9.4.): Baby zeigt Schlümpfen, wer der Boss ist

"Ghost in the Shell" zerschellt endgültig

Während Hollywood gespannt auf das Osterwochenende wartet, wenn "The Fate of the Furious" wahrscheinlich mit einem dreistelligen Millionenergebnis die Konkurrenz das Fürchten lernen wird, ging es am vergangenen Wochenende deutlich ruhiger in den nordamerikanischen Lichtspielhäusern zu. Die Top Twelve erreichten mäßige 114 Millionen Dollar, was aber immerhin besser als im Vorjahr gewesen ist, als die umsatzstärksten zwölf Produktionen, angeführt von Debutant "The Boss" mit Melissa McCarthy und 23 Millionen Dollar an der Spitze, nur 95 Millonen Dollar generieren konnten.

Gold
"The Boss Baby" hat den neuen Konkurrenten "Smurfs: The Lost Village" mühelos abgewehrt und am zweiten Wochenende die Tabellenführung verteidigt. 26 Millionen Dollar flossen in die Kassen des 20th Century Fox-Animationsstreifens, der nun in 56 zusätzlichen Spielstätten und damit 3829 Kinos zu sehen ist. Der Besucherschwund hielt sich mit gemäßigen minus 47 Prozent im Rahmen. Insgesamt hat das Werk mit der Stimme von Alec Baldwin, das 125 Millionen Dollar gekostet hat, nach zehn Tagen 89 Millionen Dollar eingespielt.

Silber
Im Laufe des heutigen Montags dürfte "Beauty and the Beast" weltweit die Milliarden Dollar-Grenze überwunden haben. Der Mega-Hit hielt sich am inzwischen vierten vierten Wochenende sehr gut, spielte mit 25 Millionen Dollar erstaunlich viel für einen so späten Zeitraum ein und verteidigte dank eines nur gemäßigen Umsatzrückgangs im Wochenendvergleich von minus 44 Prozent seinen zweiten Rang. Das Walt Disney-Musical ist indes erstmals von Spielplänen genommen worden - was sein Ergebnis noch beachtlicher erscheinen lässt. 241 Filmtheater verzichteten auf das Emma Watson-Werk, das mit 3969 Lichtspielhäusern aber noch knapp vor "The Boss Baby" der meistgezeigte Streifen Nordamerikas bleibt. Bis jetzt haben die Kinogänger Karten im Wert von unglaublichen 432 Millionen Dollar erworben.

Bronze
Für "Smurfs: The Lost Village" ("Die Schlümpfe 3") bleibt zum Start lediglich der dritte Platz. Die Tendenz zeigt für die Animationsstreifenreihe dabei eindeutig nach unten: Konnte "The Smurfs" im Jahr 2011 noch 35 Millionen Dollar zum Eröffnungswochenende erlösen, fiel der Nachfolger "The Smurfs 2" zwei Jahre später schon auf 17 Millionen Dollar. Der dritte, 60 Millionen Dollar teure Streich der kleinen blauen Männchen erreicht nun bloß noch 14 Millionen Dollar in 3610 Kinos. Im Ausland sind immerhin bereits 42 Millionen Dollar zusammen gekommen, so dass das letzte Wort, ob Columbia Pictures das Schlumpf-Kapitel schließen werden, noch nicht gefallen ist.

Die Neuen
"Going in Style" ("Abgang mit Stil") startete in 3061 Spielorten mit 12 Millionen Dollar mäßig, aber besser als von Analysten erwartet. Da die Alan Arkin-Komödie New Line Cinema lediglich 25 Millionen Dollar gekostet hat, könnte sich die Wiederverfilmung des gleichnamigen Streifens von 1979 vielleicht schon auf dem Heimatmarkt Richtung Schwarze Null nähern.

Mit 3,9 Millionen Dollar kam "The Case for Christ" noch gerade auf den zehnten Platz. Das Drama, das sich an ein christlich-religiöses Publikum wendet, startete in 1174 Kinos. Die überraschend guten Kritiken für den Mike Vogel-Film scheinen den Zuschauerradius der Pure Flix-Produktion nicht besonders erweitert zu haben. Immerhin sind nun die reinen Produktionskosten von 3 Millionen Dollar bereits übertroffen worden.

Auf den Plätzen
Fünfter wurde "Ghost in the Shell" (2. Woche / bisher insgesamt 31 Millionen Dollar), der nach seinem schwachen Start in der Vorwoche um minus 60 Prozent in der Zuschauergunst abstürzte. Damit ist das Schicksal des 110 Millionen Dollar teuren Science Fiction-Films besiegelt. Zwar läuft es im Ausland wesentlich besser, aber Paramount Pictures werden mit dem Scarlett Johansson-Streifen kein Geld verdienen und somit dürfte sich das Thema Franchise erledigt haben.

Sechster wurde "Power Rangers" (3. Woche / 75 Mio.); Siebter wurde "Kong: Skull Island" (5. Woche / 156 Mio.); Achter wurde "Logan" (6. Woche / 218 Mio.) und Neunter schließlich der Horrorfilm "Get Out" von Jordan Peele (7. Woche / 163 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
"Life" ist mit 27 Millionen Dollar in drei Wochen gefloppt. Über die Gründe lässt sich trefflich spekulieren. An schlechten Kritiken kann es für den Columbia Pictures-Horrorfilm nicht gelegen haben. Eher zeigten sich die Kinogänger wohl daran desinteressiert, was dem Trailer und dem Marketing nach wie der zigste "Alien"-Aufguss wirkte. Das Auslandsgeschäft kann den Jake Gyllenhaal-Streifen, dessen Produktions-Budget 58 Millionen Dollar betragen hat, offenbar auch nicht raushauen. Dort sind die Umsätze mit 36 Millionen Dollar nicht viel besser.

Noch bevor "Chips" auf die Leinwände kam, haftete ihm der miesen Kritiken wegen das Flop-Etikett quer über die Filmposter. 25 Millionen Dollar ließen sich Warner Brothers die Komödie mit Michael Pena kosten. Bis jetzt sind in drei Wochen bloß 17 Millionen Dollar in die Kassen geflossen.

Vergangene Woche schaffte es "The Zookeeper's Wife" trotz nur geringen Einsatzes in den Kinos in die Top Ten. Zur zweiten Woche erhöhten Focus Features die Kinozahl um 265 auf 806 Spielstätten, aber diesmal reichte es als Elfter knapp nicht für die Charts. Der 20 Millionen Dollar teure Jessica Chastain-Film ist somit am zweiten Wochenende mit insgesamt 7 Millionen Dollar schon wieder draußen.



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