Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Fast & Furious 8 mit Charilze Theron
Fast & Furious 8 mit Charilze Theron
© Universal Pictures International Germany

Kinocharts USA (14. - 16.4.): Neues Teil, weniger PS

"The Fate of the Furious" bleibt unter der 100 Millionen-Marke

Am Osterwochenende drehte sich alles nur um einen Film, den einzigen Neustarter "The Fate of the Furious" ("Fast & Furious 8"). Niemand erwartete, dass der Thriller an das Ergebnis seines Vorgängers "Furious 7" von 2015 heranreichen würde, denn der Neugier-Faktor, der damals aufgrund des Todes von Hauptdarsteller Paul Walker entstanden war, ließ sich jetzt nicht reproduzieren. Die Frage war nun, ob es "The Fate of the Furious" gelingen würde, als zweiter Film in diesem Jahr nach "Beauty and the Beast" die 100 Millionen Dollar-Marke zum Start zu überwinden. Und auch wenn das nicht ganz gelang, trieb der "Fast & Furious"-Motor die Umsätze der Top Twelve doch zu einem guten Gesamtergebnis von 160 Millionen Dollar; knapp unter denen des Vorjahreswochenendes von 168 Millionen Dollar. Damals hatte "The Jungle Book" mit Neel Sethi mit 103 Millionen Dollar zum Auftakt die magische Hürde knapp geschafft.

Gold
Die 4310 Kinos, in denen "The Fate of the Furious" startet, sind der breiteste Start im Monat April aller Zeiten. Weitere Rekorde konnte die Universal Pictures-Produktion zumindest auf dem Heimatmarkt nicht bieten. Die knapp 99 Millionen Dollar sind ein hervorragendes Ergebnis für den Vin Diesel-Thriller, aber die staunenswerten Zahlen kommen aus dem Ausland - dort waren die dicksten Ostereier versteckt.

Praktisch in allen 63 Ländern, in denen "The Fate of the Furious" startete, setzte er sich an Nummer eins. Mit 432 Millionen Dollar stellte der Streifen einen neuen internationalen Premierenrekord auf, was hauptsächlich an den Chinesen liegt, die schon den siebten Part stärker besuchten als selbst "Star Wars - The Force Awakens", dessen bisheriges Rekordergebnis von 316 Millionen Dollar nun locker überboten worden ist. Zusammen mit den knapp 99 Millionen Dollar aus den USA ist nun auch der weltweite Rekord gebrochen. Auch den hielt bisher "Star Wars - The Force Awakens" mit 529 Millionen Dollar. "Fast & Furios" - Opus 8 übertrifft diesen jetzt knapp mit 531 Millionen Dollar. Sollte es angesichts des wahnwitzigen Produktionsbudgets von 250 Millionen Dollar Sorgenfalten bei den Universal-Managern gegeben haben, sollten diese angesichts solcher Zahlen verschwunden sein. Für 2019 ist der neunte, für 2021 der zehnte Part angekündigt.

Silber
Tabellenführer "The Boss Baby" hatte an seinem dritten Wochenende angesichts des "Fast & Furious"-Kolosses natürlich keine Chance auf die Titelverteidigung, wurde aber mit einem guten Ergebnis von 16 Millionen Dollar in 3743 Lichtspielhäusern knapp Zweiter vor "Beauty and the Beast". Der Animationsfilm mit der Stimme von Alec Baldwin büßte 86 Spielorte ein, aber mit minus 39 Prozent im Wochenendvergleich nur gemäßigt Umsatz. Die 125 Millionen Dollar teure 20th Century Fox-Produktion steht nun bei insgesamt 117 Millionen Dollar.

Bronze
Rekordfilm "Beauty and the Beast", der weltweit jetzt die Milliardenmarke überwunden hat, wurde ebenfalls um einen Rang nach unten gedrängt. 377 Filmtheater haben das Musical aus dem Programm genommen, das zuvor der meistgezeigte Streifen Nordamerikas gewesen ist. Jetzt läuft das Emma Watson-Werk in 3592 Filmtheatern, in denen Karten für 13 Millionen Dollar erworben wurden. Also hielt sich auch am fünften Wochenende der Besucherrückgang mit minus 41 Prozent in Grenzen. Die Walt Disney Studios-Produktion hat bis jetzt alles in allem gigantische 455 Millionen Dollar umgesetzt.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "Smurfs: The Lost Village" ("Die Schlümpfe 3" / 2. Woche / bisher insgesamt 25 Millionen Dollar); Fünfter wurde "Going in Style" ("Abgang mit Stil" / 2. Woche / 23 Mio.); Sechster wurde das Chris Evans-Drama "Gifted" (2. Woche / 4,5 Mio.); Siebter wurde der Daniel Kaluuya-Horrorfilm "Get Out" (8. Woche / 168 Mio.); Achter wurde "Power Rangers" (4. Woche / 81 Mio.); Neunter wurde das Mike Vogel-Drama "The Case for Christ" (2. Woche / 8,5 Mio.) und Zehnter schließlich "Kong: Skull Island" (6. Woche / 161 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Tja. Jetzt gibt es keinen Zweifel mehr: "Ghost in the Shell" wird am Ende des Jahres mit Sicherheit in den Top Ten der größten Flops 2017 auftauchen. Dass sich der Science Fiction-Film gerade mal zwei Wochen überhaupt nur in den Charts halten konnte und nun am dritten Wochenende im hohen Bogen mit einem Zuschauerschwund von bösen minus 66 Prozent aus den selben geflogen ist, kann niemand schön reden. Nur 37 Millionen Dollar stehen für die 110 Millionen Dollar teure Paramount Pictures-Produktion mit Scarlett Johansson zu Buche. Ob es eine grobe Misskalkulation auf Seiten der Produzenten gewesen ist, die überschätzten, dass das Publikum nach dem Anime-Ableger verlangte, oder an der Ausführung lag (oder an beidem) - nun heißt es Wunden lecken und rote Zahlen verdauen. Wenigstens gestaltet sich das Ergebnis im Ausland mit bislang 115 Millionen Dollar erfreulicher.

Ganz anders die Stimmung im "X-Men"-Lager bei 20th Century Fox. Hugh Jackman verabschiedet sich in seiner Wolverine-Rolle mit einem grandiosen Ergebnis und wird auf "Logan" stets als einen Karrierehöhepunkt zurückblicken können. Mit 222 Millionen Dollar in sieben Wochen hat der Fantasy-Film sein Produktionsbudget von 97 Millionen Dollar locker übertroffen und dürfte bereits auf dem Heimatmarkt profitabel sein. Nun kommen aber noch bis jetzt 382 Millionen Dollar aus dem Ausland hinzu, weltweit insgesamt also gigantische 603 Millionen Dollar, womit "Logan" der mit Abstand erfolgreichste Wolverine-Solo-Film ist, aber auch bei den "X-Men"-Streifen nur noch hinter "Days of Future Past" und dessen weltweit 748 Millionen Dollar liegt.



Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.