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Pirates of the Caribbean: Salazars Rache mit Johnny...lario
Pirates of the Caribbean: Salazars Rache mit Johnny Depp und Kaya Scodelario
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts USA (26. - 28.5.): Johnny Depp segelt mit Halbmast an die Spitze

"Baywatch" in Seenot

Von den zwei Neustarts am US-Kinowochenende konnte einer halbwegs überzeugen, der andere scheint versenkt. Für die nordamerikanischen Charts läuft das solide Ergebnis von "Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales" und der Fehlstart von "Baywatch" zusammen mit einigen böse nachlassenden Streifen wie Ex-Tabellenführer "Alien: Covenant" auf ein schwächeres Gesamtergebnis als im Vorjahr heraus. Damals ergatterten die Top Twelve 159 Millionen Dollar, als "X-Men Apocalypse" mit Jennifer Lawrence mit 65 Millionen debutierte. In diesem Jahr reicht es nur zu 134 Millionen Dollar.

Gold
Das wichtigste Ziel hat "Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales" ("Salazars Rache") erreicht: Johnny Depp ist nach ganz oben gesegelt und hat dabei 62 Millionen Dollar erbeutet. Doch damit enden die guten Nachrichten bereits. Diese 62 Millionen Dollar werden nur noch unterboten vom Original, das 2003 am Premierenwochenende auf 46 Millionen Dollar kam. Doch "The Curse of the Black Pearl" lief in gut 1000 Kinos weniger als nun "Dead Men Tell No Tales" an. Der fünfte "Pirates of the Caribbean" steht auf 4276 Leinwänden und hat "Guardians of the Galaxy Vol. 2" also nicht nur als meistgesehenen, sondern auch als meistgezeigten Streifen abgelöst. Das Original lief dagegen damals nur in 3269 Lichtspielhäusern. Und rechnet man die damaligen Eintrittspreise auf die heutigen hoch, dann würde "The Curse of the Black Pearl" heute 66 Millionen Dollar einspielen und "Dead Men Tell No Tales" also auch hier überflügeln.

Der neue "Pirates of the Caribbean" muss somit den zuschauerschwächsten Start der ganzen Reihe hinnehmen. Am anderen Ende des Spektrums steht der zweite Part "Dead Man's Chest", der 2006 mit 135 Millionen Dollar aus dem Eröffnungswochenende gegangen war. Walt Disney Studios werden trotz dieses nicht überragenden Debuts ihrer 230 Millionen Dollar teuren Produktion gelassen sein, denn wie bei so vielen Blockbustern wird das Geschäft zunehmend im Ausland gemacht. Auch bei den "Pirates"-Werken hat sich der Umsatz über die bisherigen vier Teile immer mehr ins internationale Geschäft verschoben. Bei "Dead Men Tell No Tales" scheint sich dieser Trend fortzusetzen: Das Auslandsgeschäft ist am Wochenende mit 208 Millionen Dollar großartig gestartet.

Für Disney ist es so oder so wieder ein Sahnejahr. Am Freitag kreuzten die Umsätze des Hauses mit der Maus die Milliardengrenze auf dem Heimatmarkt. Überboten wird dieser frühe Meilenstein nur von ihnen selbst, denn im vergangenen Jahr kamen Disney bereits Anfang Mai über die Milliardenmeile.

Silber
"Guardians of the Galaxy Vol. 2" muss sich am vierten Wochenende mit Silber begnügen. Der Science Fiction-Film, ebenfalls aus dem Hause Disney, hatte vor der Spielwoche viele Filmtheater räumen müssen. 476 Spielstätten nahmen den Chris Pratt-Streifen aus dem Programm, so dass dieser nun noch in 3871 Kinos gezeigt wird. 20 Millionen Dollar war den Zuschauern die Marvel Comic-Verfilmung wert; insgesamt hat die 200 Millionen Dollar teure Produktion jetzt 333 Millionen Dollar erlöst - die Summe, die das Original während seiner gesamten Laufzeit einspielte.

Bronze
Dwayne Johnson hat einen unglaublichen Lauf gehabt. Man muss bis ins Jahr 2013 zurückgehen, um mit "Pain and Gain" und "Snitch" Streifen des Schauspielers zu finden, die weniger als 50 Millionen Dollar eingespielt haben. Mit "Baywatch" scheint diese Serie von teilweise gigantischen Erfolgen wie zuletzt "The Fate of the Furious" jetzt zu Ende zu gehen. Die Komödie konnte zum Auftakt in 3647 Kinos lediglich 18 Millionen Dollar erreichen. Ein weiterer Rückschlag für Paramount Pictures in deren annus horribilis. Das Filmstudio hat 69 Millionen Dollar in die Produktion, die miserable Kritiken verwinden muss, investiert.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "Alien: Covenant" (2. Woche / bisher insgesamt 57 Millionen Dollar); Fünfter wurde das Drama "Everything, Everything" ("Du neben mir") mit Nick Robinson (2. Woche / 21 Mio.); Sechster wurde "Diary of a Wimpy Kid: The Long Haul" ("Gregs Tagebuch: Böse Falle!" / 2. Woche / 13 Mio.); Siebter wurde die Komödie "Snatched" mit Amy Schumer (3. Woche / 40 Mio.); Achter wurde "King Arthur: Legend of the Sword" (3. Woche / 34 Mio.); Neunter wurde "The Boss Baby" (9. Woche / 169 Mio.) und Zehnter schließlich "Beauty and the Beast" (11. Woche / 500 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
"The Fate of the Furious" ("Fate & Furious 8") ist am siebten Wochenende mit 222 Millionen Dollar aus den Top Ten gerast. Damit ist die Universal Pictures-Produktion der dritterfolgreichste Part hinter "Furious 7" und dessen 353 Millionen Dollar und "Fast & Furious 6" und dessen 238 Millionen Dollar. Bemerkenswerter als das heimische Ergebnis ist indes das Auslandgeschäft: Der Vin Diesel-Thriller hat außerhalb der USA und Kanada am Wochenende die Milliarden Dollar-Marke genommen - als sechster Film überhaupt. Im weltweiten Rennen um die Jahreskrone liegt "The Fate of the Furious" mit 1,2 Milliarden Dollar nur noch 9 Millionen Dollar hinter "Beauty and the Beast".

Am fünften Wochenende verabschiedet sich die Komödie "How to Be a Latin Lover" mit dem mexikanischen Star Eugenio Derbez. Pantelion Films haben das 10 Millionen Dollar teure Werk verliehen, das 31 Millionen Dollar umgesetzt hat.



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