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Planet der Affen: Survival - Woody Harrelson...esar)
Planet der Affen: Survival - Woody Harrelson (Colonel) und Andy Serkis (Caesar)
© 20th Century Fox

Kinocharts USA (14. - 16.7.): Affenschade!

Lange Gesichter nach Spider-Man-Absturz

Lange Gesichter hinterlässt das letzte Wochenende in der US-Filmindustrie, auch wenn es in diesem Fall Jammern auf hohem Niveau ist. Aber von dem Debut des sehr gut besprochenen "War for the Planet of the Apes", dem dritten Teil der 2011 neu gestarteten Science Fiction-Reihe, und dem zweiten Wochenende des ebenfalls sehr gut beleumundeten und eine Woche zuvor mit 117 Millionen Dollar spektakulär gestarteten "Spider-Man: Homecoming" hatten sich Analysten mehr versprochen. Statt dessen kam das Gesamtergebnis der Top Twelve-Streifen mit 159 Millionen Dollar so eben noch über die 155 Millionen Dollar des Vorjahreswochenendes, als "The Secret Life of Pets" am zweiten Wochenende mit 50 Millionen Dollar die Tabellenführung verteidigte.

Gold
"War for the Planet of the Apes" (in Deutschland unter dem dämlichen Titel "Planet der Affen: Survival") hat die besten Kritiken der bisherigen drei Reboots erhalten, und Branchenkenner erwarteten ein Premierenwochenendergebnis, das die 72 Millionen Dollar des zweiten Teils "Dawn of the Planet of the Apes" aus dem Jahr 2014 übertreffen würde. Statt dessen schaffte der Andy Serkis-Streifen mit 56 Millionen Dollar nur wenig mehr als die 54 Millionen Dollar, die "Rise of the Planet of the Apes" 2011 generierte. Mit anderen Worten: Es kamen weniger Zuschauer als damals.

Und das liegt im internationalen Trend - auch Großbritannien, Russland und Spanien melden zum Beispiel rückläufige Umsätze gemessen am zweiten Teil. Offenbar hat sich schon vor dem Ende der Trilogie eine Übersättigung oder ein Desinteresse am Fortgang der Reihe bei einem Teil des Publikums festgesetzt. Was affenschade ist, besieht man sich die Qualität der 150 Millionen Dollar teuren 20th Century Fox-Produktion, die in 4022 Kinos zu sehen ist.

Silber
Noch überraschender als das Debutergebnis des neuen Spitzenreiters ist das des Vorgängers "Spider-Man: Homecoming". Angesichts der guten Kritiken und hervorragenden Mundpropaganda hat niemand mit einem so starken Abebben des Besucherstroms des Fantasy-Films gerechnet. In unverändert 4348 Lichtspielhäuser - damit löst das Tom Holland-Werk "Despicable Me 3" als meistgezeigten Streifen Nordamerikas ab - kamen minus 62 Prozent Zuschauer weniger. 44 Millionen Dollar erreicht die 175 Millionen Dollar teure Columbia Pictures-Produktion und schraubt ihr Ergebnis nach zehn Tagen auf 207 Millionen Dollar.

Bronze
Für die dritte Woche musste "Despicable Me 3" ("Ich - einfach unverbesserlich 3") mit 380 Spielorten schon eine Menge Filmtheater räumen und steht jetzt auf immer noch beeindruckenden 4155 Spielplänen. Mit minus 42 Prozent fiel der Zuschauerrückgang auch gerade gemessen an der Verknappung des Angebots gemäßigt aus. Der Animationsstreifen mit der Stimme von Steve Carell setzte Karten im Wert von 19 Millionen Dollar ab, so dass das Gesamtergebnis der 80 Millionen Dollar teuren Universal Pictures-Produktion bei 188 Millionen Dollar liegt.

Die Neuen
Miese Kritiken und ebenso miese Mundpropaganda sind zwei Nägel im Sarg des Erfolgsstrebens von "Wish Upon", einem Horrorfilm mit Joey King. Broad Green Pictures brachten ihre 12 Millionen Dollar teure Produktion in 2250 Spielstätten, in denen dann aber nur 5 Millionen Dollar zusammen kamen, was lediglich zu einer Premiere auf dem siebten Platz reicht.

Auf den Plätzen
Vierter ist der Kriminalfilm "Baby Driver" mit Ansel Elgort (3. Woche / bisher insgesamt 73 Millionen Dollar); Fünfter ist die Komödie "The Big Sick" mit Zoe Kazan (4. Woche / 16 Mio); Sechster ist "Wonder Woman" (7. Woche / 380 Mio.); Achter ist "Cars 3" (5. Woche / 140 Mio.); Neunter ist "Transformers: The Last Knight" (4. Woche / 125 Mio.) und Zehnter ist schließlich "The House" ("Casino Undercover" / 3. Woche / 23 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Ein Erfolg ist "47 Meters Down" geworden, denn der britische Horrorfilm mit Mandy Moore und vielen Haien hat bloß 5 Millionen Dollar gekostet und in fünf Wochen 41 Millionen Dollar für Entertainment Studios gebracht. Letztes Jahr kam der thematisch ähnliche Streifen "The Shallows" auf 55 Millionen Dollar, hatte mit 17 Millionen Dollar aber auch erheblich mehr gekostet.

Das Nicole Kidman-Drama "The Beguiled", das sich als Programmkinotitel für die Charts qualifiziert hatte, muss am vierten Wochenende aus den Top Ten weichen. Die 10 Millionen Dollar teure Focus Features-Produktion hat bisher nur enttäuschende 9 Millionen Dollar generiert.



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