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Fifty Shades Darker mit Dakota Johnson und Jamie Dornan
Fifty Shades Darker mit Dakota Johnson und Jamie Dornan
© Universal Pictures

Wieder mehr Besucher und Umsatz in deutschen Kinos

Kino-Halbjahresbilanz der FFA

Die deutschen Kinos haben sich laut der Filmförderungsanstalt (FFA) von den rückläufigen Zahlen des Vorjahres spürbar erholt und mit 518 Millionen Euro im ersten Halbjahr knapp 37 Millionen Euro - das entspricht plus 7 Prozent - mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum umgesetzt. Auch die Zahl der Besucher stieg im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahrs deutlich an: Mit 60 Millionen Tickets sahen im ersten Halbjahr 2,8 Millionen mehr Besucher - das sind knapp 5 Prozent mehr - einen Film in einem Kino als im Jahr davor. Deutsche Filme haben von den positiven Entwicklungen im Kinomarkt jedoch nicht profitieren können: Mit 10 Millionen Besuchern nach im Vorjahr 15 Millionen Zuschauern sank der deutsche Marktanteil im gleichen Zeitraum von 26 auf 18 Prozent.

Erfolgreichste Filme des ersten Halbjahres waren "Fifty Shades of Grey - Gefährliche Liebe" mit 3,4 Millionen verkauften Karten, "Die Schöne und das Biest" mit ebenfalls 3,4 Millionen Kinogängern und "Fast & Furious 8" mit 3,2 Millionen Besuchern. Einziger deutscher Film in den Top Ten ist "Bibi & Tina - Tohuwabohu total" mit 1,6 Millionen jungen und älteren Zuschauern. Erneut in der Publikumsgunst gestiegen ist der 3D-Film: Mit 13 Millionen Besuchern steigerte er seinen Marktanteil auf einen neuen Höchstwert von 23 Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren es 22 Prozent gewesen.

Positive Entwicklung auch bei der Anzahl der Leinwände: Am 30. Juni gab es in Deutschland mit 4671 Kinosälen 68 mehr als im Jahr davor und damit so viele wie seit 2009 nicht mehr. Auch die Zahl der Kinos kletterte innerhalb eines Jahres von 1640 auf 1662. Die Zahl der Filmstarts ging im ersten Halbjahr leicht zurück – insgesamt liefen 298 neue Filme neue Filme in den Kinos von Januar bis Juni an, 17 weniger als im Jahr davor. Den größten Anteil daran hatten deutsche Filme mit 120 Filmstarts - nach im Vorjahr 127 - und US-amerikanische Produktionen mit 87 Erstaufführungen; das sind vier mehr als im ersten Halbjahr 2016.

"Der Kinomarkt hat den Turnaround geschafft, und es gibt wieder mehr Kinos, nur der deutsche Film ist im ersten Halbjahr hinter den Erwartungen und den guten Ergebnisse der Vorjahre zurückgeblieben – was jedoch in einem bekannt zyklischen Geschäftsverlauf nichts Ungewöhnliches ist", meint FFA-Vorstand Peter Dinges. Mit "Bibi & Tina" habe sich lediglich ein einziger deutscher Film mit mehr als einer Million Besucher in den Top Ten platzieren können, während sich sowohl 2015 als auch 2016 jeweils sechs deutsche Produktionen als Besuchermillionäre auszeichnen konnten.

"Ich erwarte aber, dass der deutsche Marktanteil im zweiten Halbjahr mit Mainstream-Power und auch anspruchsvollem deutschen Arthouse-Kino wieder zu alter Stärke zurückfindet," so der FFA-Vorstand. Er baue bei den viel versprechenden Filmstarts insbesondere auf "Fack ju Göhte 3" genauso wie auf "Hot Dog" mit Til Schweiger und Matthias Schweighöfer oder die in dieser Woche startende "Bully-Parade" mit Michael Herbig. Starkes Arthouse-Potenzial hätten darüber hinaus "Magical Mystery" auf der Romanvorlage von Sven Regner oder die beiden Cannes-Wettbewerbsfilme "Happy End" von Michael Haneke sowie "Aus dem Nichts" von Fatih Akin.


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