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Killer's Bodyguard mit Ryan Reynolds, Salma Hayek und...ckson
Killer's Bodyguard mit Ryan Reynolds, Salma Hayek und Samuel L. Jackson
© Summit Entertainment

Kinocharts USA (25. - 27.8.): Schwächstes Wochenende seit 9/11

"Hitman's Bodyguard" reichen 10 Millionen Dollar zur Spitze

Der Sommer ist vorüber, der Tiefpunkt ist erreicht. Wenn man schon den Vergleich mit dem September 2001 ziehen muss, ahnt man, wie miserabel die Ergebnisse des US-Kinowochenendes gewesen sein müssen. Die Top Twelve-Filme erreichten gerade mal 49 Millionen Dollar; das wird nur vom September 2001 unterboten, als lediglich 43 Millionen Dollar umgesetzt wurden. Damals standen die USA unter dem Schock der Anschläge auf New York City und Washington. Jetzt kann als Entschuldigung nur noch gelten, dass das Kinoangebot die Zuschauer kalt lässt. Und am kommenden Wochenende könnte es noch schlimmer werden - da veröffentlichen die Verleiher überhaupt keinen neuen Streifen. Vor einem Jahr kamen die Top Twelve mit dem Neustarter "Don't Breathe" mit Jane Levy und dessen 26 Millionen Dollar zu immerhin 99 Millionen Dollar.

Gold
Er könnte es geschafft haben: Die vorläufigen Ergebnisse sehen Spitzenreiter "The Hitman's Bodyguard" ("Killer's Bodyguard") bei 10 Millionen Dollar und damit einem zweistelligen Millionenergebnis. An ihrem zweiten Wochenende verlor die Komödie empfindliche minus 53 Prozent des Premierenwochendpublikums in unverändert 3377 Kinos, hielt aber die Tabellenführung. Die 30 Millionen Dollar teure Summit Entertainment-Produktion mit Ryan Reynolds hat in zehn Tagen 40 Millionen Dollar umgesetzt.

Silber
Keine Veränderung auch auf dem zweiten Rang: "Annabelle: Creation" konnte am dritten Wochenende 7,3 Millionen Dollar einspielen und verlor mit minus 53 Prozent exakt so viele Besucher wie der Tabellennachbar. Der Horrorfilm mit Miranda Otto ist jetzt der meistgezeigte Streifen Nordamerikas mit 3565 Lichtspielhäusern. Das sind 23 zusätzliche Spielstätten, derweil "The Nut Job 2: Nutty by Nature", der letzte Woche mit absurden 4003 Filmtheatern noch die meisten Programme "zierte", mit einem Schlag aus 903 Kinos und auch aus den Top Ten flog. "Annabelle: Creation" hat New Line Cinema 15 Millionen Dollar gekostet und liegt mit bisher 78 Millionen Dolla auf Erfolgskurs; die Fortsetzung beziehungsweise das Prequel wird "Annabelle" von 2014, der 78 Millionen Dollar eingespielt hatte, übertrumpfen.

Bronze
The Weinstein Company haben die Verleihrechte an dem kanadischen Animationsfilm "Ballerina" schon vor einem Jahr erworben und den Premierentermin vor sich hergeschoben. Nun haben sie das Werk, das im Rest der Welt bereits 58 Millionen Dollar eingespielt hat und in Deutschland schon im Juni auf Disc erschienen ist, ohne große Werbung unter dem Titel "Leap!" an diesem undankbaren Wochenende in 2575 Spielorten abgeladen. Den Familien war der Streifen mit der Stimme von Elle Fanning nur 5,0 Millionen Dollar wert.

Die Neuen
Unter dem gehypten Boxkampf Mayweather vs. McGregor hatte dieser Titel sicherlich zu leiden: "Birth of the Dragon" ist ein Kampffilm anderer Art. Der Abenteuerfilm zeigt den Aufstieg des jungen Bruce Lee im San Francisco der Sechziger. Mit schlechten Kritiken, null Werbung und mieser Mundpropaganda ist die BH Tilt-Produktion mit Rang acht noch gut bedient. Dazu reichtem dem Streifen mit Philip Ng 2,5 Millionen Dollar.

Auf den Plätzen
Vierter wurde das Drama "Wind River" mit Jeremy Renner (4. Woche / bisher insgesamt 10 Millionen Dollar); Fünfter wurde der Kriminalfilm "Logan Lucky" mit Daniel Craig (2. Woche / 15 Mio.); Sechster wurde "Dunkirk" (6. Woche / 172 Mio.); Siebter wurde "Spider-Man: Homecoming" (8. Woche / 319 Mio.); Neunter wurde "The Emoji Movie" (5. Woche / 76 Mio.) und Zehnter schließlich die Komödie "Girls Trip" mit Regina Hall (6. Woche / 108 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Ein Film, nach dem niemand verlangt hatte, und den konsequenterweise - und glücklicherweise, gemessen an der Qualität - nur wenige sehen wollten. "The Nut Job 2: Nutty by Nature" fliegt am dritten Wochenende in hohem Bogen aus den Top Ten. 40 Millionen Dollar hat die Open Road-Produktion mit der Stimme von Katherine Heigl gekostet. Jetzt sind bloß 22 Millionen Dollar in die Kassen geflossen; der erste Teil hatte 2014 noch 64 Millionen Dollar erlösen können. Es handelt sich also hoffentlich um den Schlusspunkt dieser überflüssigen Filmreihe.

Hohe Erwartungen eines lange erwarteten Werks, die nicht eingelöst werden konnten. Das Totenglöcklein für den Flop "The Dark Tower" läutete schon, als die ersten miserablen Kritiken eintrafen. Wenn Columbia Pictures Vernunft walten lassen, ersparen sie sich und dem Publikum eine Fortsetzung zu dem Fantasy-Film mit Matthew McConaughey. 60 Millionen Dollar an reinen Produktionskosten ohne Werbung- und Verleihkosten stehen 45 Millionen Dollar Einspiel in vier Wochen gegenüber.



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