Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Killer's Bodyguard mit Samuel L. Jackson und Ryan Reynolds
Killer's Bodyguard mit Samuel L. Jackson und Ryan Reynolds
© Bodyguard Productions / Jack English / Summit Entertainment

Kinocharts USA (1. - 3.9.): "Wind River" mit zweiter Luft

Schwächstes Labor Day-Wochenende seit 17 Jahren

Am Ende kam es nicht so schlimm wie befürchtet. Das Labor Day-Wochenende 2017 - gestern war Feiertag in den USA - geht als eines der schlechtesten aller Zeiten in die Annalen ein, aber nicht als das schlechteste. Mit einem Einspiel der Top Twelve-Werke in Höhe von 51 Millionen Dollar lässt man das Jahr 2000, als nur 47 Millionen Dollar zusammen kamen - noch hinter sich. Allerdings dürften damals aufgrund der niedrigeren Ticket-Preise mehr Zuschauer gezählt worden sein.

Die Besucher hatten doch noch mal Lust auf die bereits länger laufenden Platzhirsche. Mussten sie mangels Alternativen auch, denn erstmals seit 25 Jahren hatten sich die Filmstudios und Verleiher entschieden, am ersten September-Wochenende keinen einzigen landesweit startenden Streifen auf die nordamerikanischen Leinwände zu bringen. Bis auf "Annabelle: Creation" verbuchten alle Produktionen in den Top Ten steigende Zuschauerzahlen gegenüber dem Vorwochenende. Letztlich war es dennoch ein weiteres schwaches Wochenende dieses mageren US-Kinosommers: Am Vorjahreswochenende hatten die Top Twelve - mit "Don't Breathe" mit Stephen Lang und 15 Millionen Dollar in der zweiten Woche an der Spitze - 74 Millionen Dollar generiert.

Gold
Ein Hattrick, mit dem wohl kaum jemand gerechnet hat: "The Hitman's Bodyguard" steigert seinen Umsatz am dritten Wochenende um plus 2 Prozent und kommt somit auf das gleiche Ergebnis wie eine Woche zuvor: 10 Millionen Dollar. Sieben Kinos hatten die Komödie aus dem Programm genommen, so dass der Streifen mit Samuel L. Jackson und Ryan Reynolds jetzt in 3370 Spielorten zu sehen ist und damit zum meistgezeigten Film Nordamerikas wird, da der bis dahin meistgespielte Streifen "Annabelle: Creation" von gleich 207 Spielplänen gestrichen worden war. Mit seinen bisher verbuchten 55 Millionen Dollar kann sich die 30 Millionen Dollar teure Summit Entertainment-Produktion als einer der wenigen Gewinner des Kinosommers fühlen, wenn auch auf niedrigem Niveau.

Silber
"Annabelle: Creation" verteidigt ebenfalls seinen Rang, auch wenn hier der Besuch um minus 2 Prozent kaum merklich sank. Vielleicht kein Wunder, bei dem Verlust der 207 Filmtheater. Der Horrorfilm ist jetzt noch in 3358 Spielstätten zu sehen. Kinokarten im Wert von 7,5 Millionen Dollar wurden für das Lulu Wilson-Werk verkauft. Die 15 Millionen Dollar teure New Line Cinema-Produktion hat bisher in vier Wochen 89 Millionen Dollar eingebracht und damit "Annabelle" und dessen 84 Millionen Dollar im Jahr 2014 bereits hinter sich gelassen. Auch dieser Streifen ist einer der wenigen Gewinner des Kinosommers, der somit sicherlich weitere Folgen aus dem "Conjuring"-Kosmos nach sich ziehen wird.

Bronze
Ein neuer Anblick auf dem dritten Rang. Von Platz vier stieg "Wind River" auf, dessen Reichweite The Weinstein Company über fünf Wochen langsam gesteigert haben. Nun flackert der Kriminalfilm mit Elizabeth Olsen und Jeremy Renner über die Leinwände in 2602 Spielorten, nachdem für das Wochenende 507 dazu gekommen waren. Und die Zuschauer hatten Interesse an dem von Kritik wie Kinogängern hoch gelobten Werk von Regiedebutant und Drehbuchautor Taylor Sheridan, der das Skript zu "Hell or High Water" verfasst hatte. 6,2 Millionen Dollar reichten dem 11 Millionen Dollar teuren Streifen zu Bronze; insgesamt liegt "Wind River" bei 19 Millionen Dollar.

Auf den Plätzen
Vierter wurde der kanadische Animationsstreifen "Leap!", der im Rest der Welt als "Ballerina" gelaufen ist (2. Woche / bisher insgesamt 11 Millionen Dollar); Fünfter wurde der Kriminalfilm "Logan Lucky" von Stephen Soderbergh (3. Woche / 21 Mio.); Sechster wurde "Dunkirk" (7. Woche / 179 Mio.); Siebter wurde "Spider-Man: Homecoming" (9. Woche / 324 Mio.); Achter wurde Top Ten-Rückkehrer "Despicable Me 3" (10. Woche / 258 Mio.); Neunter wurde "The Emoji Movie" (6. Woche / 80 Mio.) und Zehnter schließlich die Komödie "Girls Trip" mit Jada Pinkett Smith.

Raus mit Applaus (oder auch nicht)

Der Abenteuerfilm "Birth of the Dragon" über den jungen Bruce Lee war eine Woche zuvor von dem kleinen Verleiher BH Tilt in bloß 1618 Kinos gestartet worden. Obwohl zur zweiten Woche immerhin noch 15 dazu kamen, änderte sich nichts an dem Problem für den Philip Ng-Streifen: Zu wenige interessierten sich für ihn aufgrund schlechter Kritiken und mieser Mundpropaganda. Exit mit gerade mal 5,5 Millionen Dollar.



Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.