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Stephen King's Es mit Jaeden Lieberher und Sophia Lillis
Stephen King's Es mit Jaeden Lieberher und Sophia Lillis
© Warner Bros.

Kinocharts USA (15. - 17.9.): "Es" geht gut weiter

Zuschauer hassen "Mother!"

Keine Frage, "Es" macht den Unterschied in den US-Kinos. Mit einem guten zweiten Wochenende glich die eine Woche zuvor furious gestartete Stephen King-Verfilmung die Schwäche der Premieren "American Assassin" und "Mother!" aus und führte die Top Twelve-Filme zu 103 Millionen Dollar, was deutlich besser ist als die 75 Millionen des Vorjahres. Damals verteidigte "Sully" von Clint Eastwood mit 21 Millionen Dollar an seinem zweiten Wochenende die Spitze.

Gold
Mit seinen 123 Millionen Dollar zum Auftakt hat "It" ("Es") bereits den Rekord für das Startwochenende in einem September gebrochen - und das als Horrorfilm, der mit "R - Restricted" für Jugendliche nur in Erwachsenenbegleitung zugelassen ist. Es bedurfte nur acht Tage, dann stellte die New Line Cinema-Produktion auch den Rekord für die umsatzstärkste September-Veröffentlichung aller Zeiten ein und übertraf "Crocodile Dundee" und dessen 175 Millionen Dollar aus dem September 1986. Umsatzzahlen sind aufgrund der gestiegenen Ticketpreise indes keine Zuschauerzahlen. Nach denen liegt der Jaeden Lieberher-Streifen aber immerhin schon auf Rang vier knapp hinter "Rush Hour" aus dem Jahr 1998.

60 Millionen Dollar war den Zuschauern in Kanada und den USA "It" am zweiten Wochenende wert, was einem ordentlichen Besucherschwund von minus 51 Prozent entspricht - für ein Werk mit einem Start in einer solchen Größenordnung ist das okay. 45 weitere Kinos ließen sich die Chance nicht entgehen, diesen unerwarteten Blockbuster - das Wochenende war stärker als das zweite von "Wonder Woman" und dessen 58 Millionen Dollar - auf die Leinwände zu nehmen, so dass "It" nun die nordamerikanischen Lichtspielhäuser mit 4148 Einsätzen noch mehr dominiert als ohnehin schon. Aber dies ist einer der Fälle, in dem das gewaltige Angebot durch die riesige Nachfrage wirklich gerechtfertigt ist. Insgesamt steht der 35 Millionen Dollar teure Spitzenreiter bei 219 Millionen Dollar.

Silber
"American Assassin" startet schwach mit 14 Millionen Dollar, aber immerhin der Silbermedaillie. Die 33 Millionen Dollar teure Lionsgate-Produktion mit Dylan O'Brien musste dabei auch gegen schlechte Kritiken bestehen. Der Thriller steht auf den Spielplänen von 3154 Filmtheatern.

Bronze
Schlechte Kritiken sind kein Problem für "Mother!" - im Gegenteil. Aber das Darren Aronofsky-Werk scheint das Paradebeispiel für einen von den Rezensenten gelobten Film zu sein, mit dem der gemeine Kinobesucher überhaupt nichts anzufangen weiß. Darauf deutet neben dem miserablen Umsatz von 7,5 Millionen Dollar vor allem die Beurteilung der Zuschauer auf den Cinemascore-Karten hin, die sie am Freitagabend ausfüllen konnten, um mitzuteilen, wie ihnen der Horrorfilm gefallen hat. Mit einem "F" hieß es glatt "Sechs, setzen!" Damit reiht sich die 30 Millionen Dollar teure Paramount Pictures-Produktion in den kleinen und berüchtigten Kreis von jetzt 19 Werken ein, die seit 1978 mit dieser bösen Abstrafung bedacht wurden. Es sieht also nicht danach aus, als sei dem Jennifer Lawrence-Streifen ein langes Leben an den Kinokassen der 2368 Spielorte beschert. Nach seinen Erfolgen mit "Black Swan" 2010 und "Noah" 2014 zeichnet sich ein Flop für Regisseur und Drehbuchautor Aronofsky ab.

Auf den Plätzen

Vierter wurde die Komödie "Home Again" ("Liebe zu Besuch") mit Reese Witherspoon (2. Woche / bisher insgesamt 17 Millionen Dollar); Fünfter wurde "The Hitman's Bodyguard" ("Killer's Bodyguard" / 5. Woche / 70 Mio.); Sechster wurde der Kriminalfilm "Wind River" mit Elizabeth Olsen (7. Woche / 29 Mio.); Siebter wurde "Annabelle: Creation" (6. Woche / 100 Mio.); Achter wurde "Leap!" ("Ballerina" / 4. Woche / 19 Mio.); Neunter wurde "Spider-Man: Homecoming" (11. Woche / 330 Mio.) und Zehnter schließlich "Dunkirk" (9. Woche / 185 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Wo schon von Filmen die Rede ist, die von der Presse gelobt und vom Publikum ignoriert werden: Steven Soderbergh muss einmal mehr diese Erfahrung machen. Sein Kriminalfilm "Logan Lucky" floppt mit lediglich 27 Millionen Dollar. Die 29 Millionen Dollar teure Bleeckerstreet-Produktion musste die Top Ten an ihrem fünften Wochenende verlassen.

Traurig, aber wahr: Die Kommerztravestie, die "The Emoji Movie" darstellt, hatte dagegen Erfolg bei Groß und Klein. Den Animationsstreifen mit der Stimme von T.J. Miller hatten die Rezensenten in Bausch und Bogen verdammt, es half alles nichts. Die 50 Millionen Dollar teure Columbia Pictures-Produktion ist mit 84 Millionen Dollar in acht Wochen ein Erfolg geworden.



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