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High Society - Gegensätze ziehen sich an
High Society - Gegensätze ziehen sich an
© Warner Bros.

Kinocharts Deutschland (14. - 17.9.): "High Society" feiert schale Party

Zweitschlechtestes Wochenende des Jahres

Schön, dass es gleich zwei deutsche Produktionen an die Spitze der deutschen Kinocharts geschafft haben! Aber damit enden die guten Nachrichten auch schon, denn die Filmtheater werden vor allem die leeren Sitzreihen am vergangenen Wochenende bemerkt haben: Es war das zweitschlechteste Wochenende des Jahres, und Sommerwetter wird niemand mehr dafür verantwortlich machen können. Es braucht wohl wie in den USA "Es", um die Kinolethargie zu beenden. Kein Trost: Vor einem Jahr sah es noch schlechter aus: Damals stieg "Nerve" mit Emma Roberts und 146 000 Besuchern ganz oben ein; insgesamt liegen die Besucherzahlen der Top Ten-Filme dieses Wochenendes um plus 12 Prozent über denen des damaligen Wochenendes.

Gold
Die deutsche Komödie "High Society" lässt die Hollywood-Konkurrenz aus "Logan Lucky" und "Mother!" alt aussehen und setzt sich die Kinokassenkrone auf. Dazu reichten aber gerade mal schwächliche 124 000 Kinogänger. Da fehlte nicht viel, und "Bullyparade" hätte sogar die fünfte Woche ganz oben verbracht. Warner Brothers Pictures hätte das egal sein können, denn sie verleihen beide Produktionen. Der Emilia Schüle-Streifen steht im Programm von 418 Spielstätten.

Silber
"Bullyparade - Der Film" verlor am fünften Wochenende mit minus 41 Prozent nur gemäßigt Zuschauer und konnte mit 104 000 verkauften Karten wenigstens noch einmal eine sechsstellige Zahl vorweisen. Die ersten Kinobesitzer haben angefangen, die heimische Komödie vom Spielplan zu nehmen: Aus 20 Filmtheatern ist das Michael Herbig-Werk verschwunden, bleibt mit 698 Filmtheatern aber der meistgezeigte Streifen Deutschlands. 1,7 Millionen Interessierte haben "Bullyparade" bis jetzt gesehen.

Bronze

"The Circle" verteidigt seinen dritten Platz am zweiten Wochenende. Auf niedrigem Niveau konnte sich der Thriller mit einem erfreulich schwachen Zuschauerrückgang von bloß minus 24 Prozent gut behaupten. 76 000 Zuschauer nahmen in 332 Kinos Platz - 34 Lichtspielhäuser mehr als in der Premierenwoche. Insgesamt haben bis jetzt 234 000 Karten die Besitzer für die Universum-Produktion mit Emma Watson gewechselt.

Die Neuen
Kaum jemanden hinter dem Ofen lockten die beiden US-Debutanten hervor: Der Kriminalfilm "Logan Lucky" mit Channing Tatum landet mit 70 000 besetzten Kinosesseln auf dem vierten Platz. Die Studiocanal-Produktion flackert in 358 Spielorten über die Leinwände.

"Mother!" mit Javier Bardem wurde ganz knapp dahinter mit fast 70 000 Interessierten Fünfter. Den Paramount Pictures-Horrorfilm haben 350 Filmtheater im Programm.

Auf den Plätzen
Sechster ist "Barry Seal" (2. Woche / bisher insgesamt 234 000 Zuschauer); Siebter ist "Annabelle 2" (4. Woche / 512 000); Achter ist "Happy Family" (4. Woche / 319 000); Neunter ist "Die Pfefferkörner und der Fluch des schwarzen Königs" (2. Woche / 113 000) und Zehnter ist "Ich - Einfach unverbesserlich 3" (11. Woche / 4,4 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
"Killer's Bodyguard" ist ein Opfer der Kinoapathie und floppt mit 247 000 Besuchern. Die 20th Century Fox-Komödie mit Ryan Reynolds musste schon am dritten Wochenende die Charts verlassen.

Zwei erfreuliche Nachrichten hinterlässt dagegen das deutsche Kino - oder soll man sagen, das bayerische? "Grießnockerlaffäre", der hauptsächlich in Bayern gezeigt wurde, verabschiedet sich am siebten Wochenende mit beachtlichen 750 000 Zuschauern in sieben Wochen. Damit ist der vierte Teil der Heimatkrimi-Reihe von Ed Herzog rund um den von Sebastian Bezzel verkörperten Franz Eberhofer der erfolgreichste Part geworden. "Dampfnudelblues" hatten 2013 516 000 Kinogänger gesehen, "Winterkartoffelknödel" 2014 567 000 Interessierte und "Schweinskopf al dente" 2016 548 000. Es dürfte also nicht das letzte Mal sein, dass Neue Constantin Film bayerische Mundart auf die Leinwand bringen.

Und genauso könnte das selbe Filmstudio einen weiteren "Ostwind"-Teil bei Katja von Garnier in Auftrag geben. Denn der dritte Part "Ostwind - Aufbruch nach Ora" hat in acht Wochen als dritte deutsche Produktion nach "Bibi & Tina - Tohuwabohu total" und "Bullyparade" die Millionengrenze geknackt. Damit liegt der Abenteuerfilm zwar hinter dem Ergebnis von "Ostwind 2", den 2015 1,2 Millionen junge und ältere Zuschauer sehen wollten, aber über dem des Originals von 2013, der 844 000 Besuchern das Eintrittsgeld wert war.



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