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Kingsman: The Golden Circle mit Taron Egerton
Kingsman: The Golden Circle mit Taron Egerton
© 20th Century Fox

Kinocharts USA (29.9. - 1.10.): "Kingsman" knapp vor "Es"

Tom Cruise weinender Dritter

(04.10.2017) Update
Als dann auch die Zahlen für Sonntagabend konkret vorlagen, blieb auf dem Siegertreppchen kein Podestplatz so, wie noch am Sonntagabend prognostiziert - und damit gab es auch kein Comeback von Pennywise und "It" ("Es") an der Spitze der US-Charts. Auf noch niedrigerem Niveau als zunächst vorausgesagt - keiner der drei Spitzenfilme kommt auf 17 Millionen Dollar - behauptete statt dessen "Kingsman: The Golden Circle" an seinem zweiten Wochenende die Tabellenspitze. Der Thriller war den Zuschauern 16,93 Millionen Dollar wert. "It" liegt einen Hauch dahinter mit 16,90 Millionen Dollar. Weinender Dritter ist Tom Cruise, dessen "American Made" ("Barry Seal - Only in America") auf 16,77 Millionen Dollar kommt.

(02.10.2017) Dreikampf um die Spitze - too close to call für Pennywise

Ein Rekord-September ist zu Ende gegangen, und zum Schluss zeigt sich an der Spitze nochmal das Aushänge-Clownsgesicht, das dafür verantwortlich ist. Pennywise grüßt vermutlich noch einmal von ganz oben, und sein "It" ("Es"), der am Wochenende mit einem Millionenpublikum in Deutschland startete, ist allein verantwortlich für 40 Prozent der Gesamtumsätze im September. 695 Millionen Dollar konnten die Filmtheaterbesitzer auf ihre Konten buchen; das sind rund 70 Millionen Dollar mehr als beim bisherigen September-Rekord vor zwei Jahren, als Karten im Wert von 626 Millionen Dollar die Besitzer wechselten.

Es wäre nur zu symbolträchtig, wenn der Gigant "It" an seinem vierten Wochenende die eine Woche zuvor an "Kingsman: The Golden Circle" verlorene Kinokassenkrone zurückerobert hätte, aber die Umsatzschätzungen für drei Filme - "American Made" ("Barry Seal - Only in America") ist auch noch in der Verlosung - sind zu eng, als dass man schon genau sagen könnte, wer das Rennen gemacht hat. Too close to call. Dieser Dreikampf spielte sich allerdings auf bescheidenem Niveau ab, so dass die Top Twelve dem Vorjahreswochenende nun doch wieder hinterherhinken. Damals spielten die umsatzstärksten zwölf Produktionen mit "Ms. Peregrine's Home for Peculiar Children" ("Die Insel der besonderen Kinder") von Tim Burton und 29 Millionen Dollar an der Spitze 105 Millionen Dollar ein. Diesmal reicht es nur zu schwachen 83 Millionen Dollar.

Gold
17,3 Millionen Dollar soll "It" an seinem vierten Wochenende erlöst haben - ein Hauch von 300 000 Dollar Vorsprung zum Zweitplatzierten "American Made", der die Rückkehr vom zweiten Rang auf den Kinokassenthron ermöglichen würde. 90 Lichtspielhäuser haben den Horrorfilm aus dem Programm genommen, der nun in 3917 Spielorten zu sehen ist. Der Bill Skarsgard-Streifen verlor lediglich gemäßigte minus 41 Prozent im Wochenendvergleich. Insgesamt nähert sich die New Line Cinema-Produktion der 300 Millionen Dolllar-Grenze und steht bei derzeit 291 Millionen Dollar. Kein Wunder, dass New Line-Muttergesellschaft Warner Brothers Pictures eine Fortsetzung in Auftrag gegeben hat.

Silber
"American Made" startet also mutmaßlich mit 17,0 Millionen Dollar bloß mäßig und angesichts der guten Kritiken und einem namhaften Star wie Tom Cruise sicherlich enttäuschend für Universal Pictures. Der Kriminalfilm lief in 3024 Spielstätten an. Sollte vielleicht nach Eingang aller Wochenendumsätze das Ergebnis nach oben korrigiert werden können und doch noch Rang eins herausspringen, wäre es ein kleines Trostpflaster für die 50 Millionen Dollar teure Produktion, aber nicht mehr.

Bronze
Schon nach zehn Tagen ist "Kingsman: The Golden Circle" hinter das Original im Vergleichszeitraum zurückgefallen. Ursächlich ist der starke Umsatzeinbruch von minus 56 Prozent zur Vorwoche. Doch auch hier ist noch nicht gesagt, ob der Thriller nicht doch noch seine Spitze am zweiten Wochenende verteidigen wird, denn nach der Schätzung liegt er mit 17,0 Millionen Dollar mit "American Made" gleichauf und damit dementsprechend auch nur knapp hinter "It". 35 Filmtheater hatten die 20th Century Fox zusätzlich auf die Spielpläne gesetzt, so dass der Taron Egerton-Film nun in 4038 Kinos gespielt wird. 66 Millionen Dollar stehen bisher für die 104 Millionen Dollar teure Fortsetzung zu Buche.

Die Neuen
Es gibt keinen Kritiker, der sich fand, um etwas Freundliches über "Flatliners" zu schreiben. Und so verwundert es nicht, dass diese überflüssige Neuverfilmung des Horrorfilms von 1990, in der wie vor 27 Jahren Kiefer Sutherland zu sehen ist, gigantisch floppt. Mit gerade mal peinlichen 6,7 Millionen Dollar reicht es für die 19 Millionen Dollar teure Columbia Pictures-Produktion nur zum fünften Platz. Lediglich 2552 Kinoeinsätze verraten indirekt etwas über das geringe Zutrauen in die Qualität des Streifens mit Ellen Page im eigenen Haus.

Der sich an ein afro-amerikanisches Publikum richtende Thriller "Til Death Do Us Part" startete in bloß 562 Spielorten, schaffte es trotz des schwachen Ergebnisses von 1,5 Millionen Dollar aber in die schwachbrüstigen Top Ten auf Platz neun. Der kleine Verleiher Novus Content brachte den Streifen mit Taye Diggs auf die Leinwände.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "The LEGO Ninjago Movie" (2. Woche / bisher insgesamt 35 Millionen Dollar); Sechster wurde die Komödie "Battle of the Sexes" mit Emma Stone (2. Woche / 4,0 Mio.); Siebter wurde der Thriller "American Assassin" mit Dylan O'Brien (3. Woche / 32 Mio.); Achter wurde die Komödie "Home Again" mit Reese Witherspoon ("Liebe zu Besuch" / 4. Woche / 25 Mio.) und Zehnter schließlich "Mother!" (3. Woche / 16 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
An einem deutschen Horrorfilm, selbst wenn er auf Englisch für ein internationales Publikum gedacht gewesen ist, besteht offenbar kein Interesse beim US-Publikum. Auf jeden Fall nicht, wenn er in Gestalt von Simon Verhoeven's "Friend Request" ("Unfriend") daherkommt. Schon in der zweiten Woche ist Charts-Schluss für die Entertainment Studios-Produktion mit gerade mal 3,5 Millionen Dollar. 10 Millionen Dollar hat die Produktion gekostet, die weltweit bisher 9,5 Millionen Dollar eingebracht hat.

Das kleine Independent-Drama "Stronger" mit Jake Gyllenhaal hatte es zur Premiere unter die erfolgreichsten Zehn geschafft, aber auch hier ist am zweiten Wochenende schon wieder Ende mit der Top Ten-Herrlichkeit. Die 30 Millionen Dollar teure Roadside Attractions-Produktion, die in nur wenigen Spielstätten zu sehen ist, steht bei ebenfalls alles in allem 3,5 Millionen Dollar.

Ein kleiner Gewinner des Horror-August ist "The Hitman's Bodyguard" ("Killer's Bodyguard"), der erst am siebten Wochenende aus den Charts verdrängt werden konnte und es als einer der wenigen Filme in diesem Jahr einen Hattrick an der Tabellenspitze geschafft hat. Die 30 Millionen Dollar teure Summit Entertainment-Komödie mit Samuel L. Jackson hat 75 Millionen Dollar eingespielt und ist somit ein solider Erfolg.

Der hochgelobte Kriminalfilm "Wind River" nimmt am neunten Wochenende seinen Abschied aus den Charts. Die 11 Millionen Dollar teure Weinstein Company-Produktion mit Elizabeth Olsen kommt auf Kartenverkäufe im Wert von 33 Millionen Dollar.



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