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Der rote Schatten mit Richy Müller und Felix Klare
Der rote Schatten mit Richy Müller und Felix Klare
© SWR / Julia von Vietinghoff

TATORT: "Der rote Schatten"

Heute Abend ermittelt Team Stuttgart

40 Jahre liegen der Deutsche Herbst und die Todesnacht von Stammheim zurück. Die Folgen dieser traumatischen Zeit beeinflussen den aktuellen Fall der Kommissare Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare). Marianne Heider kam angeblich bei einem Badewannenunfall ums Leben. Ihr Exmann Christoph (Oliver Reinhard) glaubt jedoch, dass sie von ihrem aktuellen Lebensgefährten Wilhelm Jordan (Hannes Jaenicke) ermordet wurde.

Für Thorsten Lannert und Sebastian Bootz sollte das gar kein Fall sein – immerhin hat die Staatsanwaltschaft Marianne Heider's Tod bereits als Unfall zu den Akten gelegt – und Oberstaatsanwalt Lutz (Friedrich Mücke) weist Emilia Álvarez (Carolina Vera) ausdrücklich an, den Fall nicht wieder aufzurollen. Doch die Stuttgarter Kommissare finden Heider's Darstellung glaubwürdig genug, um der Sache nachzugehen. Dabei stellen sie fest, dass Wilhelm Jordan in den siebziger Jahren als V-Mann für den Verfassungsschutz gegen die RAF eingesetzt war. Ist das der Grund dafür, dass die Kommissare bei den Ermittlungen ständig auf Widerstand aus Polizeibehörde und Staatsanwaltschaft stoßen?

In der Nacht zum 18. Oktober 1977, nach Befreiung der Lufthansa-Maschine "Landshut" in Mogadischu und der Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer, fand der sogenannte Deutsche Herbst seine Zuspitzung in der "Todesnacht von Stammheim", in der Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in ihren Gefängniszellen den Tod fanden und Irmgard Möller sich lebensgefährlich verletzte. Diese historische Situation, die sich in diesem Herbst zum 40. Mal jährt, bildet den Hintergrund für Dominik Graf's Stuttgarter TATORT "Der rote Schatten".

Die langen Schatten jener Nacht und des Kampfs gegen den RAF-Terrorismus reichen hier bis in die Gegenwart. Genauso wie die ungeklärten Fragen, die damit verbunden sind, zum Beispiel: Wie kamen die Waffen wirklich in den Hochsicherheitstakt des Stammheimer Gefängnisses? Wie weit reicht der Spielraum für den Verfassungsschutz? Warum ist es nicht möglich, die Ereignisse in der Nacht zum 18. Oktober zweifelsfrei zu klären? Dominik Graf beschäftigt sich in seinem ersten Stuttgarter TATORT mit diesen Fragen. Vergangenheit und Gegenwart greifen ineinander. Dafür nutzt der Regisseur und Drehbuchautor historisches Material, das er virtuos mit nachgedrehten Szenen verschränkt.



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