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Happy Death Day mit Jessica Rothe
Happy Death Day mit Jessica Rothe
© Universal Pictures International

Kinocharts USA (13. - 15.10.): "Happy Death Day" beglückt Jason Blum

"Blade Runner 2049" bricht ein

Auch wenn Neuling "Happy Death Day" mit 26 Millionen Dollar wesentlich stärker starten konnte als erwartet und damit den taumelnden "Blade Runner 2049" nach nur einer Woche von der Spitze holte - was wohl vor Wochenfrist niemand vorausgesagt hätte -, war es wieder ein besucherschwaches Wochenende in den nordamerikanischen Spielstätten. Bloß 93 Millionen Dollar setzten die Top Twelve um, deutlich weniger als am Vorjahreswochenende, als es 118 Millionen Dollar waren. Damals feierte "The Accountant" mit Ben Affleck und 24 Millonen Dollar seine Premiere auf dem Premiumplatz.

Gold
Das Konzept von Produzent Jason Blum ist höchst einfach: Günstig produzierte Horrorfilme - ab und an auch mit Stars veredelt - in die Kinos bringen und dann hoffen, dass alleine das Konzept des Streifens so viele Zuschauer so neugierig hat werden lassen, dass sie am Premierenwochenende genügend Karten kaufen, um die Produktion mit einem zweistelligen Millionenergebnis bereits in die Gewinnzone zu katapultieren. Das gelingt fast immer und in diesem Jahr mit "Split" und "Get Out" sogar schon zweimal spektakulär. Die zwei Werke spielten alleine in den USA 138 Millionen beziehungsweise 175 Millionen Dollar ein.

Nun kommt mit "Happy Death Day" wieder ein Streifen ohne namhafte Schauspieler, aber einem einfachen Konzept ins Kino: "Groundhog Day" ("Und täglich grüßt das Murmeltier") gekreuzt mit einem Slasher Movie à la "Freitag, der 13.". Und da Regisseur Christopher Landon ("Scouts Guide to the Zombie Apocalypse") ein laut Kritikern und Zuschauern sogar recht gutes Werk gelungen ist, war die Anziehungskraft noch viel größer, als von den Analysten prognostiziert: 26 Millionen Dollar verblieben in den Kassen der 3149 Kinos, welche die Universal Pictures-Produktion zeigten.

Silber
Das Debut von "Blade Runner 2049" war in der Vorwoche mit 32 Millionen Dollar dagegen viel schwächer als erwartet ausgefallen. Offensichtlich ist das nun schon 35 Jahre alte Original doch mehr ein Nischengeschmack als allgemein angenommen. Wesentlich ernüchternder als diese Enttäuschung ist aber jetzt das zweite Wochenende ausgefallen, denn trotz der gloriosen Kritiken und fabelhaften Mundpropaganda ist der Science Fiction-Film eingebrochen. Mit minus 52 Prozent hat er die Hälfte seines eh schon nicht üppig bemessenen Premierenergebnisses eingebüßt und landet bei nur noch 15 Millionen Dollar.

Der mit unverändert 4058 Lichtspielhäusern weiterhin meistgezeigte Streifen Nordamerikas wird nun auf dem Heimatmarkt die reinen Produktionskosten in Höhe von 150 Millionen Dollar nicht mehr erreichen. Nach zehn Tagen steht das Ryan Gosling-Werk bei 61 Millionen Dollar. Weltweit hat die Warner Brothers Pictures-Produktion rund 160 Millionen Dollar verzeichnet; rechnet man Verleih- und Marketingkosten hinzu wird er am Ende des Tages wohl in den roten Zahlen enden...wie einst sein Vorgänger.

Bronze
Erstmals seit 2010 und "The Karate Kid" kehrt Jackie Chan in die US-Filmtheater zurück. Das Interesse an seinem Thriller "The Foreigner", der in seiner Heimat China bereits rund 60 Millionen Dollar eingebracht hat, hielt sich in Grenzen. Mäßige 13 Millionen Dollar kamen in 2515 Spielorten für die STX Entertainment-Produktion zusammen, die 35 Millionen Dollar gekostet hat.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "It" (6. Woche / bisher insgesamt 315 Millionen Dollar); Fünfter wurde der Abenteuerfilm "The Mountain Between Us" ("Zwischen zwei Leben") mit Kate Winslet (2. Woche / 20 Mio.); Sechster wurde "American Made" ("Barry Seal" / 3. Woche / 40 Mio.); Siebter wurde "Kingsman: The Golden Circle" (4. Woche / 89 Mio.); Achter wurde "The LEGO Ninjago Movie" (4. Woche / 51 Mio.); Neunter wurde "My Little Pony: The Movie" (2. Woche / 15 Mio.) und Zehnter schließlich "Victoria and Abdul" (4. Woche / 11 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Eine Neuverfilmung, um die keiner gebeten hatte und die auch niemand sehen wollte: "Flatliners", das Remake des Horrorfilms von 1990, hat Columbia Pictures 19 Millionen Dollar gekostet. Jetzt verabschiedet sich der Ellen Page-Streifen am dritten Wochenende mit lediglich 16 Millionen Dollar aus den Top Ten.

Die Fox Searchlight-Komödie "Battle of the Sexes", die es trotz gebremsten Kinoeinsatzes in die Charts geschafft hatte, verschwindet wieder aus diesen am vierten Wochenende. Der Emma Stone-Streifen hat 25 Millionen Dollar gekostet und steht bei 10 Millionen Dollar.



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