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Thor: Tag der Entscheidung mit Chris Hemsworth
Thor: Tag der Entscheidung mit Chris Hemsworth
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts USA (3. - 5.11.): "Thor 3" sorgt für Donnerwetter!

"Bad Moms 2" schwächelt

Die Wintersaison ist eröffnet - mit einem Donnerschlag! "Thor: Ragnarok" hat die in ihn gesetzten Erwartungen mit dem viertbesten Jahresstart mehr als erfüllt und erreicht ein Einspiel, das fast doppelt so hoch ist wie das Originals im Jahr 2011. Somit füllte er fast eigenhändig die Kinosäle, denn ansonsten kam nicht viel. Zwar macht das Marvel Cinematic Universe die Oktober-Tristesse vergessen, aber dass nicht alles Gold ist, was nur auf Platz eins glänzt, zeigt der Jahresvergleich: An die 239 Millionen Dollar Umsatz der Top Twelve am Vorjahreswochenende kommen die 166 Millionen Dollar bei weitem nicht heran. Damals debutierte mit "Doctor Strange" mit Benedict Cumberbatch eine andere Comic-Verfilmung mit 85 Millionen Dollar auf dem Premiumplatz.

Gold
"Thor" startete 2011 mit 65 Millionen Dollar, "Thor: The Dark World" feierte mit 85 Millionen Dollar seine Premiere im Jahr 2013, und "Thor: Ragnarok" debutiert nun mit 121 Millionen Dollar. Jeder, der erwartet hatte, dass sich die Superheldenstreifen und Comic-Verfilmungen irgendwann totlaufen würden, muss dieses "irgendwann" in die Zukunft verschieben. Im Gegenteil sind die Offerierungen von Walt Disney Studios und Marvel Studios weiterhin eines der bombensichersten Geschäfte der Filmindustrie.

"Thor: Ragnarok" mit erneut Chris Hemsworth in der Titelrolle profitierte sicherlich auch von den hymnischen Rezensionen, welche den 180 Millionen Dollar teuren Fantasy-Film des neuseeländischen Regisseurs Taika Waititi ("5 Zimmer Küche Sarg") als eines der besten Marvel-Comic-Abenteuer überhaupt feiern. Der Streifen, in dem auch Mark Ruffalo seine Rolle als Bruce Banner alias Hulk wiederholt, lief in 4080 Kinos an und löst damit "Happy Death Day" als meistgezeigtes Werk Nordamerikas ab.

Silber
Auf gute Kritiken konnte "Bad Moms Christmas" nicht setzen, im Gegenteil. Die Rezensenten können der Fortsetzung zu "Bad Moms", der im Sommer letzten Jahres mit 23 Millionen Dollar startete und sich zu einem Mundpropaganda-Erfolg mit am Ende 113 Millionen Dollar gemausert hatte, wenig abgewinnen. Und auch das Interesse der Zuschauer hielt sich in Grenzen, wie das enttäuschende Startergebnis von nur 17 Millionen Dollar zeigt. Ob die 28 Millionen Dollar teure STX Entertainment-Komödie einen ähnlich langen Atem haben wird wie das Original, steht zu bezweifeln, denn die ersten Zuschauerreaktionen sind schwach.

Das Regie- und Drehbuchautoren-Duo Jon Lucas und Scott Moore, das bereits "Bad Moms" geschrieben und inszeniert hat, liefert doppelt so viele Mütter - zu Mila Kunis, Kristen Bell und Kathryn Hahn gesellen sich Cheryl Hines, Christine Baranksi und Susan Sarandon - aber nur die Hälfte der Lacher des Vorgängers. "Bad Moms Christmas" ist in 3615 Lichtspielhäusern zu sehen.

Bronze
"Jigsaw" konnte alle seine 2941 Filmtheater behaupten, aber nicht mehr die Tabellenführung. Der Ex-Spitzenreiter büßte an seinem zweiten Wochenende satte minus 60 Prozent seines Umsatzes des Premierenwochenendes ein. Der von den deutschen Brüdern Michael und Peter Spierig ("Predestination") geleitete Horrorfilm, mit dem Lionsgate Films an den Erfolg ihrer "Saw"-Reihe anknüpfen wollen, stürzte so auf ein Einspiel von lediglich noch 6,7 Millionen Dollar ab. Insgesamt verbucht die bloß 10 Millionen Dollar teure Produktion nach zehn Tagen 29 Millionen Dollar.

Auf den Plätzen
Vierter wurde die Komödie "Boo 2! A Madea Halloween" von und mit Tyler Perry (3. Woche / bisher insgesamt 43 Millionen Dollar); Fünfter wurde "Geostorm" (3. Woche / 29 Mio.); Sechster wurde der Jessica Rothe-Horrorfilm "Happy Death Day" (4. Woche / 53 Mio.); Siebter wurde das Miles Teller-Drama "Thank You for Your Service" (2. Woche / 7,3 Mio.), Achter wurde "Blade Runner 2049" (5. Woche / 85 Mio.); Neunter wurde der Miles Teller-Abenteuerfilm "Only the Brave" (3. Woche / 15 Mio.) und Zehnter schließlich das christlich-religiöse Drama "Let There Be Light" von und mit Kevin Sorbo (2. Woche / 4,0 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Der britische Thriller "The Foreigner", mit dem Jackie Chan erstmals seit 2010 und "The Karate Kid" wieder in einer Hauptrolle auf die US-Leinwände zurückgekehrt ist, verabschiedet sich an seinem vierten Wochenende aus den Charts. Mit 32 Millionen Dollar ist er nur mäßig erfolgreich, aber die 35 Millionen Dollar STX Entertainment-Produktion hat im Ausland immerhin bereits Karten im Wert von 88 Millionen Dollar absetzen können.

Einen der fiesesten Flops des Jahres hat George Clooney mit dem von ihm inszenierten "Suburbicon" verzapft. Von den Kritikern verrissen, von den Zuschauern gehasst, ist der 25 Millionen Dollar teure Kriminalfilm mit Matt Damon schon am zweiten Wochenende mit nur 5,0 Millionen Dollar aus den Charts geflogen. Für Paramount Pictures ein weiteres Desaster in ihrem bisherigen annus horribilis.

Ganz anders dürfte die Stimmung bei New Line Cinema sein. Deren "It" ("Es") ist einer der wenigen Lichtblicke des trüben Kinoherbsts gewesen. In neun Wochen hat das Andy Muschietti-Werk 326 Millionen Dollar umgesetzt - für einen Horrorfilm eine außerordentliche Leistung.



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