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Coco
Coco
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts USA (8. - 10.12.): James Franco schießt nach oben

"Coco" schafft den Hattrick

Ein paar Mal werden wir noch wach - heißa, dann ist "Star Wars"-Tag. Bis dahin mussten die amerikanischen und kanadischen Kinobesitzer noch ein Wochenende ohne nennenswerte Premieren aussitzen. Die Top Twelve spielten kümmerliche 76 Millionen Dollar ein, deutlich weniger als die 101 Millionen Dollar am Vorjahreswochenende, als "Moana" ("Vaina") mit 18 Millionen Dollar zum dritten Mal von der Spitze grüßte.

Gold
Geschichte wiederholt sich: "Moana"-Nachfolger "Coco" sichert sich den Hattrick mit ebenfalls 18 Millionen Dollar. Auch wenn der Animationsstreifen 239 Kinos verlassen musste, bleibt er mit 3748 Lichtspielhäusern auch der meistgezeigte Film Nordamerikas. Mit minus 33 Prozent war der Umsatzrückgang im Vergleich zur Vorwoche nur gemäßigt. Insgesamt hat die 200 Millionen Dollar teure Walt Disney Studios-Produktion bisher 135 Millionen Dollar eingespielt. Schafft sie es, bis in die Weihnachtstage relevant zu bleiben, dann könnten die Familienbesuche über die Feiertage und zwischen den Jahren das Ergebnis noch deutlich verbessern, dass aktuell für Pixar-Verhältnisse noch mau ausfällt - der Schnitt aller 19 Pixar-Produktionen liegt bei 250 Millionen Dollar.

Silber
Nach vier Wochen hat "Justice League" die 200 Millionen Dollar-Marke überwunden. Der Fantasy-Film liegt nach weiteren knapp 10 Millionen Dollar am Wochenende nun bei 212 Millionen Dollar. Angesichts der horrenden Produktionskosten von 300 Millionen Dollar für das Zack Snyder-Werk kann aber nur noch das Auslandsgeschäft helfen, die Warner Brothers Pictures-Produktion profitabel zu machen. Der Zuschauerschwund fiel mit minus 42 Prozent gemäßigt aus, was angesichts der 312 verlustig gegangenen Spielorte als Erfolg gewertet werden muss. Die DC Comic-Verfilmung hält den zweiten Rang steht derzeit auf 3508 Spielplänen - von denen sie einen Großteil am Freitag an "Star Wars: The Last Jedi" verlieren dürfte.

Bronze
Am vierten Wochenende holt "Wonder" wieder Bronze. 8,4 Millionen Dollar konnte das Drama mit Julia Roberts umsetzen, was einem nur erfreulich leichten Besucherschwund von minus 30 Prozent entspricht. 70 Kinobesitzer griffen zu und nahmen eine der wenigen positiven Überraschungen des Kinoherbstes auch in ihr Programm. Die 20 Millionen Dollar teure Lionsgate-Produktion flackert nun über die Leinwände in 3519 Filmtheatern - und damit in mehr als für den zeitgleich gestarteten "Justice League"! - und steht bei genau 100 Millionen Dollar.

Die Neuen
In der Vorwoche nur in Los Angeles und New York City zu sehen, weiteten A24 ihre von der Kritik gepriesene Komödie "The Disaster Artist" auf 840 Spielstätten aus. Immer noch wenig, und doch reichte es, um den Streifen von und mit James Franco mit 6,3 Millionen Dollar auf den vierten Platz hochschnellen zu lassen. Insgesamt hat die 10 Millionen Dollar teure Independent-Produktion in zehn Tagen 8 Millionen Dollar umgesetzt. Die Golden Globe-Nominierung für Hauptdarsteller Franco wird die Umsätze sicherlich weitertreiben.

Von Golden Globe-Nominierungen und solchen Umsätzen können die Filmemacher von "Just Getting Started" nur träumen. Der erst der Presse nicht gezeigte und dann von den wenigen Rezensenten, die sich der Mühe unterzogen, die Komödie anzuschauen, in Bausch und Bogen verrissen wurde, startet als Zehnter. Lachhafte 3,2 Millionen Dollar kamen für ein Werk zusammen, das mit Rene Russo, Morgan Freeman und Tommy Lee Jones nicht gerade unbekannte Gesichter auf die Filmposter drucken konnte. 22 Millionen Dollar hat Broad Green Pictures das Unterfangen gekostet - Geld, das sie nach diesem Fehlstart in 2161 Lichtspielhäusern auch nicht ansatzweise wiedersehen werden.

Auf den Plätzen
Fünfter wurde "Thor: Ragnarok" (6. Woche / bisher insgesamt 301 Millionen Dollar); Sechster wurde "Daddy's Home 2" (5. Woche / 91 Mio.); Siebter wurde "Murder on the Orient Express" (5. Woche / 92 Mio.); Achter wurde "The Star" ("Bo und der Weihnachtsstern" / 4. Woche / 32 Mio.) und Neunter schließlich das Drama "Lady Bird" mit Saoirse Ronan (6. Woche / 22 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Eine Stippvisite hatte "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" in die Top Ten unternommen. Es könnte nicht die letzte gewesen sein, nachdem der Kriminalfilm gestern sechs Golden Globes-Nominierungen erhalten hat. Aber vorerst ist der Frances McDormand-Film am fünften Wochenende wieder aus den Charts verdrängt worden. Die 12 Millionen Dollar teure Fox Searchlight-Produktion konnte bereits 18 Millionen Dollar einspielen.

Mit 68 Millionen Dollar in sechs Wochen ist "A Bad Moms Christmas" ein solider Erfolg geworden. Aber eine weitere Fortsetzung der Komödien mit Mila Kunis wird es wohl nicht geben. Die STX-Produktion hat zwar nur 28 Millionen Dollar gekostet, bleibt aber deutlich hinter den 113 Millionen Dollar von "Bad Moms" zurück.



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