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Coco
Coco
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts Deutschland (7. - 10.12.): Kinobesucher vom Schnee verweht

Premieren floppen, Kinosäle wieder leer

Nein, Kinobesitzer möchte man nicht sein. Wenn heute "Star Wars: Die letzten Jedi" anläuft, ist das weniger ein Filmstart als eine Wiederbelebungsmaßnahme. Statt dass die hiesigen Kinos - wie zu dieser Jahreszeit zu erwarten - voll sind, brachte das vergangene Wochenende wieder ein neues (Schnee)Tief. Allein auf das Winterwetter kann man aber die leeren Kinosäle nicht schieben, die eher an die Kartenverkäufe an einem heißen Sommertag zu Zeiten einer Fußball-WM erinnerten. Gegenüber dem Vorjahreswochenende, als "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" mit Eddie Redmayne und 386 000 Zuschauern den Hattrick an der Tabellenspitze erreichte, lagen die Kartenverkäufe um minus 34 Prozent niedriger. Luke Skywalker, übernehmen Sie!

Gold
"Coco" hielt sich mit einem nur leichten Besucherschwund von minus 22 Prozent am zweiten Wochenende auf dem Kinokassenthron. Der US-Animationsstreifen hatte sieben weitere Lichtspielhäuser eingeräumt bekommen und stand nun auf 620 Spielplänen. 154 000 junge und ältere Kinogänger erhöhten das Gesamtergebnis der Walt Disney-Produktion auf 392 000 verkaufte Karten.

Silber
Auch der zweite Rang wurde durch familienfreundliche Unterhaltung bestimmt. "Paddington 2" verteidigte ebenfalls seinen Rang mit einem erfreulich geringen Zuschauerrückgang von nur minus 13 Prozent. Der bereits meistgezeigte Streifen Deutschlands erhöhte seine Spielortezahl um 24 auf 763 Filmtheater. Dort füllte der britische Abenteuerfilm mit 108 000 kleinen und großen Interessierten die Säle. Nach drei Wochen haben 591 000 Karten die Besitzer für die Studiocanal-Produktion gewechselt.

Bronze
Ebenfalls sehr gut behaupten konnte sich "Mord im Orient Express". Der US-Kriminalfilm kletterte dank seines geringen Besucherschwundes um lediglich minus 20 Prozent am fünften Wochenende sogar um eine Etage nach oben. 83 000 Zuschauer lösten ein Ticket für das Kenneth Branagh-Werk, das ebenfalls in zusätzlichen Kinoprogrammen auftauchte. 20th Century Fox konnten ihrer Produktion 15 zusätzliche Spielstätten reservieren, so dass die Agatha Christie-Adaption nun in 704 Lichtspielhäusern zu sehen war. Erfreulich: Die Neuverfilmung hat die Millionengrenze genommen.

Die Neuen
Alle drei Premieren verfingen nicht beim Publikum. Die Paramount-Produktion "Daddy's Home 2" erreichte zum Start den fünften Platz mit 75 000 Besuchern. Die US-Komödie mit Will Ferrell spielte in 334 halbleeren Kinos.

Einen Platz dahinter debutierte "Bo und der Weihnachtsstern". Der US-Animationsstreifen konnte bloß 60 000 Familienmitglieder für sich gewinnen. Die Columbia Pictures-Produktion war in 364 Spielorten angelaufen.

Ganz bitter das Ergebnis für "Zwischen zwei Leben - The Mountain Between Us". Der US-Abenteuerfilm mit Kate Winslet wurde mit kümmerlichen 37 000 verkauften Karten nur Achter. 266 Filmtheater hatten die 20th Century Fox-Produktion auf die Spielpläne gesetzt.

Auf den Plätzen
Vierter ist "Fack ju Göhte 3" (7. Woche / bisher insgesamt 5,7 Millionen Zuschauer); Siebter ist "Justice League" (4. Woche / 590 000); Neunter ist "Bad Moms 2" (5. Woche / 732 000) und Zehnter schließlich "Aus dem Nichts" (3. Woche / 202 000).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Als mäßiger Erfolg verabschiedet sich "Happy Deathday". Der US-Horrorfilm mit Jessica Rothe wurde am vierten Wochenende aus den Top Ten verdrängt. 326 000 Kinogängern war die Universal Pictures-Produktion das Eintrittsgeld wert.

Ein großer Erfolg ist dagegen "Thor - Tag der Entscheidung". Der US-Fantasy-Film toppt mit seinen 1,4 Millionen Interessierten die Ergebnisse des Originals von 1,1 Millionen im Jahr 2011 und des zweiten Teils von 1,4 Millionen im Jahr 2013. Die Walt Disney-Produktion mit Chris Hemsworth purzelte in der sechsten Woche aus den Charts.

So was nennt man wohl einen Total-Flop. An der Neuverfilmung von "Flatliners" mit Ellen Page hatten nur kümmerliche 85 000 Zuschauer Interesse. Der Columbia Pictures-Horrorfilm musste die Charts schon am zweiten Wochenende verlassen.



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