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Berlinale 2018 Jury GWFF Erstlingsfilm (v.l.):  Calin...gnano
Berlinale 2018 Jury GWFF Erstlingsfilm (v.l.): Calin Peter Netzer, Noa Regev und Jonas Carpignano
© Matei Buta / Merav Ben Loulou / Jody Lee Lipes

Berlinale 2018: GWFF Bester Erstlingsfilm

Dreiköpfige Jury bekannt gegeben

Die Berlinale engagiert sich seit 2006 auch mit dem GWFF Preis Bester Erstlingsfilm intensiv für den Filmnachwuchs. Die Auszeichnung ist mit 50 000 Euro dotiert und wird von der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten (GWFF) gestiftet. Das Preisgeld teilen sich Regisseure und Produzenten des Preisträgerfilms. Zudem wird dem Regisseur ein hochwertiger "Viewfinder" als nützliches Werkzeug und Erinnerungsstatuette überreicht.

Festivaldirektor Dieter Kosslick und die Leiter der Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum, Generation und Perspektive Deutsches Kino haben gemeinsam 18 Spielfilmdebüts nominiert. Der Gewinnerfilm wird am 24. Februar bei der offiziellen Preisverleihungsgala im Berlinale Palast bekannt gegeben.

Eine dreiköpfige Jury entscheidet über die Preisvergabe:

Jonas Carpignano (Italien): Jonas Carpignano wurde 1984 geboren und wuchs zwischen New York City und Rom auf. Gleich sein erster Spielfilm "Mediterranea" feierte 2015 beim Filmfestival in Cannes in der Semaine de la Critique Premiere und wurde nicht nur für drei Independent Spirit Awards nominiert, sondern auch mit dem Gotham Award und vom National Board of Review ausgezeichnet. Ein großer Erfolg war auch der Nachfolgerfilm "A Ciambra", der 2017 in der Quinzaine des Réalisateurs debütierte und den Europa Cinemas Label Award als bester europäischer Film erhielt. Der Verband der italienischen Filmkritiker zeichnete ihn als besten italienischen Film des Jahres aus, er erhielt eine Nominierung für die beste Regie bei den Independent Spirit Awards und ging für Italien ins Oscar-Rennen. Carpignano, der 2012 an Berlinale Talents teilnahm und 2016 ein Guggenheim-Stipendium erhielt, lebt und arbeitet in Süditalien.

Călin Peter Netzer (Rumänien): Der 1975 in Rumänien geborene Călin Peter Netzer wuchs ab seinem achten Lebensjahr in Deutschland auf. Nach dem Abitur in Stuttgart studierte er Regie in Bukarest und machte 1999 seinen Abschluss. Nach zahlreichen, weltweit auf Festivals prämierten Kurzfilmen feierte sein erster Spielfilm "Maria" 2003 beim Festival in Locarno Premiere, wo er mit zahlreichen Preisen bedacht wurde. Seine Hauptdarstellerin wurde außerdem für den Europäischen Filmpreis nominiert. Netzer's zweiter Spielfilm "Ehrenmedaille" von 2009 wurde auf über 30 Filmfestivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. 2013 erhielt Netzer für sein Familiendrama "Mutter & Sohn" den Goldenen Bären der Berlinale. Darüber hinaus gewann der Film acht rumänische Filmpreise und wurde für den Europäischen Filmpreis nominiert. Mit "Ana, mon amour" war er 2017 erneut im Berlinale-Wettbewerb vertreten. Für seinen Schnitt wurde der Film mit dem Silbernen Bären für eine Herausragende Künstlerische Leistung ausgezeichnet.

Noa Regev (Israel): Seit 2013 ist Dr. Noa Regev die Leiterin der Cinematheque von Jerusalem und damit auch des Israelischen Filmarchivs sowie des Jerusalem Film Festivals, das unter ihrer Führung immer mehr an Größe und nationaler wie internationaler Bedeutung gewonnen hat. Ihr Studium am Film- und Fernseh-Institut der Universität Tel Aviv schloss sie mit einer Doktorarbeit über Genre im Kino am Beispiel des Kinderfilms ab. Regev war an zahlreichen akademischen Einrichtungen in ganz Israel als Dozentin tätig. Bevor sie ihre Aufgaben in Jerusalem antrat, leitete sie außerdem das Tel Aviv International Student Film Festival und die Holon Cinematheque.

Folgende 18 Filme sind für den GWFF Preis Bester Erstlingsfilm nominiert:

Wettbewerb (2 Filme):

"Las herederas" (The Heiresses)
Paraguay
Von Marcelo Martinessi
Mit Ana Brun, Margarita Irún, Ana Ivanova

"Touch Me Not"
Rumänien
Von Adina Pintilie
Mit Laura Benson, Tómas Lemarquis, Christian Bayerlein, Grit Uhlemann, Hanna Hofmann, Seani Love, Irmena Chichikova

Panorama (4 Filme):

"Marilyn"
Argentinien
Von Martín Rodríguez Redondo
Mit Walter Rodríguez, Catalina Saavedra, Germán de Silva, Ignacio Giménez, Rodolfo García Werner

"La omisión"
(The Omission)
Argentinien
Von Sebastián Schjaer
Mit Sofía Brito, Lisandro Rodriguez, Malena Hernández Díaz, Victoria Raposo, Pablo Sigal

"Rou quing shi" (Girls Always Happy
China
Von Yang Mingming Mit Nai An, Yang Mingming, Zhang Xianmin, Li Qinqin, Huang Wei, Yuan Li

"Xiao Mei"
Taiwan
Von Maren Hwang Mit Chen Yi-Wen, Liu Kuan-Ting, Na Dow, Wu Chien-Ho, Yin Shin, Laurence Chiu, Chang Shao-Huai, Samantha Ko, Wu Kang-Jen, Jao Cincin

Forum (5 Filme):

"La cama" (The Bed)
Argentinien
Von Mónica Lairana
Mit Sandra Sandrini, Alejo Mango

"Drvo" (The Tree)
Portugal
Von André Gil Mata
Mit Petar Fradelić, Filip Živanović, Sanja Vrzić

"An Elephant Sitting Still"
China
Von Hu Bo Mit Zhang Yu, Peng Yuchang, Wang Yuwen, Liu Congxi

"Kaotični život Nade Kadić" (The Chaotic Life of Nada Kadić)
Mexiko
Von Marta Hernaiz
Mit Aida Hadžibegović, Hava Đombić

"Notes on an Appearance"
USA
Von Ricky D’Ambrose
Mit Keith Poulson, Tallie Medel, Bingham Bryant, Madeleine James

Generation (5 Filme):

"Blue Wind Blows"
Japan
Von Tetsuya Tomina
Mit Hizuki Tanaka, Tsubaki Tanaka, Yayako Uchida, Masato Hagiwara

"El día que resistía" (The Endless Day)
Argentinien
Von Alessia Chiesa
Mit Lara Rógora, Mateo Baldasso, Mila Marchisio

"Dressage"
Iran
Von Pooya Badkoobeh
Mit Negar Moghaddam, Yasna Mirtahmasb, Baset Rezaei, Shabnam Moghaddami

"Güvercin" (The Pigeon)
Türkei
Von Banu Sıvacı
Mit Kemal Burak Alper, Ruhi Sarı, Michal Elia Kamal, Demet Genç

"Para Aduma" (Red Cow)
Israel
Von Tsivia Barkai Jacov
Mit Avigayil Koevary, Gal Toren, Moran Rosenblatt, Dana Sorin

Perspektive Deutsches Kino (2 Filme):

"Luz"
Deutschland
Von Tilman Singer
Mit Luana Velis, Jan Bluthardt, Julia Riedler, Nadja Stübiger, Johannes Benecke

"Whatever Happens Next"
Deutschland
Von Julian Pörksen
Mit Sebastian Rudolph, Lilith Stangenberg, Peter René Lüdicke, Christine Hoppe, Eike Weinreich

Alle nominierten Filme feiern ihre Weltpremiere bei der Berlinale 2018.


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