Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Avengers: Infinity War - Benedict Cumberbatch, Robert...Wong
Avengers: Infinity War - Benedict Cumberbatch, Robert Downey Jr., Mark Ruffalo und Benedict Wong
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Erstes Kinohalbjahr in Deutschland: Deutlich weniger Besucher und Umsatz

Deutscher Film legt zu

Im ersten Halbjahr ist die Zahl der Besucher in den deutschen Kinos deutlich zurückgegangen und der Gesamtumsatz spürbar gesunken. Insgesamt wurden in Deutschland von Anfang Januar bis Ende Juni 51,0 Millionen Tickets für einen Kinofilm gelöst, 9,2 Millionen weniger (15,2 %) als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz ging dabei um 15,3 Prozent auf 439,1 Millionen Euro (518,5 Mio.) zurück, wie die Filmförderungsanstalt meldet.

Positiv und damit gegen den Trend entwickelt hat sich der deutsche Film: Mit 11,3 Millionen verkauften Tickets lockten deutsche Produktionen mehr Besucher in die Kinos als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres (10,6 Mio.), die somit ihren Marktanteil von 18,2 auf 22,4 Prozent steigerten. Zugleich lag die Zahl der Kinosäle mit 4812 Leinwänden auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren – ebenso wie erneut auch die Anzahl der Standorte (903), Kinounternehmen (1176) und Spielstätten (1671) angestiegen ist.

Erfolgreichster Film des ersten Halbjahres war der US-Fantasy-Film "Avengers: Infinity War" mit 3,3 Millionen Besuchern. Unter den Top Ten finden sich mit "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" (1,6 Mio.), "Die kleine Hexe" (1,5 Mio.) und "Dieses bescheuerte Herz" (1,3 Mio.) auch drei deutsche Besuchermillionäre.

Die Zahl der Filmstarts ging im ersten Halbjahr erneut zurück – insgesamt liefen 281 (Vorjahr 298) neue Filme in den Kinos an, 17 weniger als im ersten Halbjahr 2017. Den größten Anteil daran hatten deutsche Filme mit 119 (Vorjahr 120) Filmstarts und US-amerikanische Produktionen mit 70 (87) Erstaufführungen.

FFA-Vorstand Peter Dinges: "Der Aufwärtstrend des Vorjahres hat sich leider nicht bestätigt. Das Kinogeschäft lebt von der Attraktivität des Filmangebots, dem bislang die ganz großen Erfolge gefehlt haben. Hinzu kommen ein Jahrhundertsommer und eine Fußball-WM, in der sich die Verleiher ohnedies mit großen Filmstarts zurückhalten. Deshalb ist es um so erfreulicher zu sehen, dass sich der deutsche Film ausgesprochen positiv entwickelt hat. Besonders freut mich auch, dass dies auch auf den Unternehmergeist der Kinobetreiber zutrifft. Angesichts starker Filmstarts in der zweiten Jahreshälfte bin ich optimistisch, dass wir noch einen spürbaren Anstieg der Besucherzahlen erwarten dürfen."

Zu den Erstaufführungen der kommenden Wochen zählen unter anderem die beiden deutschen Schwergewichte Til Schweiger und Matthias Schweighöfer, die mit "Klassentreffen 1.0 oder Die unglaubliche Reise der Silberrücken" beziehungsweise "100 Dinge" vor dem Filmstart stehen, sowie Florian Henckel von Donnersmarck's "Werk ohne Autor", das in Kürze beim Filmfestival in Venedig im Wettbewerb steht und dort Premiere feiert. Hinzu kommen Erstaufführungen von und mit Detlev Buck ("Asphaltgorillas" und "Wuff"), Sebastian Schipper ("Roads"), Lars Eidinger ("25 km/h"), Michael "Bully" Herbig ("Ballon") oder auch Bruno Ganz ("Der Trafikant").


Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.