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Etwa 1300 vorab geplante Einzelmeetings finden beim...statt
Etwa 1300 vorab geplante Einzelmeetings finden beim Berlinale Co-Production Market statt
© Silke Mayer / Berlinale 2017

Berlinale Co-Production Market: Partnervermittlung für 37 neue Spielfilmprojekte

Filme suchen Finanziers

Vom 9. bis 13. Februar 2019 lädt der 16. Berlinale Co-Production Market 600 internationale Produzenten und Finanziers ein, neue Partnerschaften zu knüpfen. Diesmal sind 37 neue Spielfilmprojekte ausgewählt, deren Produzenten auf der Suche nach Koproduktionspartnern aus jeweils anderen Ländern sind. Daneben werden fünf herausragende Produktionsfirmen im "Company Matching"-Programm präsentiert.

Internationale Co-Produzenten, Vertreter von Weltvertrieben und TV-Sendern, Verleihern, Förderern und Finanziers aus aller Welt treffen hier in mehr als 1300 organisierten Einzeltreffen auf die Produzenten der Projekte aus insgesamt 30 Ländern. Das Berlinale-Team plant die Treffen entsprechend des konkreten Bedarfs für jedes einzelne Projekt.

Der Erfolg dieser ausgeklügelten Partnervermittlung spiegelt sich in den fertig gestellten Projekten aus den früheren Jahren. 2018 liefen allein 16 dieser Filme bei internationalen A-Filmfestivals und in den Kinos. Auch für die Berlinale 2019 ist bereits ein Film angekündigt, der im Panorama gezeigt wird: "To thávma tis thálassas ton Sargassón" ("The Miracle of the Sargasso Sea") von Syllas Tzoumerkas. Zwei der Produzenten dieses Films stellen jeweils neue Projekte beim Berlinale Co-Production Market vor: Maria Drandaki von Homemade Films aus Griechenland und Ellen Havenith von PRPL aus den Niederlanden.

Für die offizielle Projektauswahl wurden aus 325 Einreichungen 22 vielversprechende Spielfilmprojekte mit Budgets zwischen 750 000 und 6,5 Millionen Euro ausgewählt. Sie werden von international erfahrenen Produzenten vorgestellt und bringen bereits Produktionsförderung aus ihrem Heimatland oder mindestens 30 Prozent gesicherte Finanzierung mit.

In der Sparte "Berlinale Directors" werden drei erfolgversprechende Projekte von Berlinale-Regisseuren vorgestellt, die hier schon in einer frühen Finanzierungsphase Partner finden können.

Zwei Filmprojekte nehmen im Rahmen des "Rotterdam-Berlinale Express" sowohl am CineMart Rotterdam als auch am Berlinale Co-Production Market teil, eines davon ist gleichzeitig Teil des "Talent Project Market". Beim "Talent Project Market", der in Kooperation mit Berlinale Talents organisiert wird, stellen insgesamt elf Newcomer-Produzenten ihre Projekte vor, die aus weiteren 226 Einreichungen ausgewählt wurden.

Mit insgesamt 20 Regisseurinnen liegt der Anteil der ausgewählten Projekte mit weiblicher Regie bei 48 Prozent. Darunter sind Filmemacherinnen aus allen Teilen der Erde wie Marcela Said aus Chile, Elina Psykou aus Griechenland, Júlia Murat aus Brasilien, Wang Yichun aus der Volksrepublik China und Tallulah H. Schwab aus Norwegen, von denen bereits Spielfilme im Programm der Berlinale liefen, und nicht zuletzt die Berlinale-Preisträgerin Carla Simón, die bereits mit ihrem vielfach ausgezeichneten Debütprojekt "Estiu 1993" ("Fridas Sommer") beim "Talent Project Market" teilnahm und diesmal gleich bei zwei Projekten als Regisseurin dabei ist. Daneben gibt es neue Projekte von Regisseuren wie Stefan Ruzowitzky, Uberto Pasolini, Thanos Anastopoulos, Christian Schwochow, Santiago Mitre, Boo Junfeng, Arab und Tarzan Nasser sowie TEDDY AWARD-Gewinner Alex Anwandter zu entdecken.

Neben den Begegnungen mit potentiellen Partnern gibt es für die Produzenten der ausgewählten Projekte mit dem Eurimages Co-Production Development Award (20 000 Euro), dem VFF Talent Highlight Award (10 000 Euro) und dem ARTE International Prize (6000 Euro) renommierte, dotierte Preise zu gewinnen.

Aus Deutschland, Griechenland, Mexiko, der Schweiz und Ungarn kommen die Firmen im "Company Matching"-Programm, mit denen die etwa 600 anderen Teilnehmer ebenfalls Einzeltreffen anfragen können, um sich auf struktureller Ebene oder auf der Basis von Projekt-Slates auszutauschen und längerfristige Kooperationen anzustoßen.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm bietet den teilnehmenden Produzenten außerdem Raum für Networking und News zu aktuellen Produktionsthemen. Hauptpartner des Berlinale Co-Production Market sind die MDM – Mitteldeutsche Medienförderung und das Creative Europe – MEDIA Programm der Europäischen Union.

Der Berlinale Co-Production Market ist Teil des European Film Market. Kooperationspartner und Hauptveranstaltungsort ist das Abgeordnetenhaus von Berlin, das direkt gegenüber dem European Film Market im Gropius Bau liegt.


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