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Filmförderungsanstalt (FFA)
Filmförderungsanstalt (FFA)
© FFA

FFA-Filmprojektförderung 2018

Der deutsche Film wird weiblicher

Im vergangenen Jahr ist bei der Projektfilmförderung der Filmförderungsanstalt (FFA) das Verhältnis zwischen Frauen und Männern in den Schlüsselpositionen Regie und Drehbuch annähernd ausgeglichen: 43 Prozent der Bewilligungen gingen an Projekte mit Regisseurinnen, 8 Prozent an gemischte Teams. Der Anteil hat sich im Vergleich zu 2017 mehr als verdoppelt. Im Bereich Drehbuch waren 41 Prozent der Zusagen für Projekte mit Autorinnen, 19 Prozent für gemischte Teams – ebenfalls eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr.

Eine Ursache für die Veränderung liegt bei den Entscheidungsgremien, die nach dem aktuellen Filmförderungsgesetz paritätisch besetzt sein müssen. "Eine gemischte Kommission hat auch einen anderen Blick", erklärt Christine Berg, stellvertretender Vorstand und Leiterin Förderung der FFA, "und wir als FFA haben auch für Sensibilisierung gesorgt, indem wir zum Beispiel vor zwei Jahren die Studie 'Gender und Film' vorgelegt haben und den Frauen- und Männeranteil unserer Förderentscheidungen regelmäßig offenlegen. Es ist aber auch ist die Branche selbst, die sich von den Stereotypen löst, zum Beispiel, dass sich Frauen nur um die kleinen Budgets kümmern und die Männer für die großen zuständig sind."

Gingen 2017 nur 15 Prozent der Projektfilmförderung an Filme von Regisseurinnen, sind es 2018 schon 45 Prozent – eine Fördersumme von rund 6,5 Millionen Euro. "Im Schnitt haben diese Filme Gesamtbudgets um die fünf Millionen Euro, wir haben aber auch mehrere Projekte mit deutlich höheren Budgets", so Christine Berg. "Das war vorher selten."

Insgesamt lagen der FFA 2018 bei der Projektfilmförderung 101 Anträge vor. 37 Projekte – 23 Spielfilme, sechs Dokumentarfilme und acht Kinderfilme – wurden positiv bewertet und mit rund 14,5 Millionen Euro gefördert. Eine detaillierte Darstellung der FFA-Förderungen erscheint zum Beginn der Berlinale.


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