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Der Fall Collini - Hauptdarsteller Franco Nero (links; spielt Fabrizio Collini) und Elyas M'Barek (rechts; spielt Caspar Leinen) mit Buchautor Ferdinand von Schirach (Mitte)
© Constantin Film

Förderbilanz 2018: Hohe Investitionen am Filmproduktionsstandort Deutschland

58 Millionen Euro Fördergelder

Der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) und der German Motion Picture Fund (GMPF) haben 2018 mit einem Gesamtvolumen von 135 Millionen Euro den exzellenten Ruf Deutschlands als Produktionsstandort für nationale und internationale Kinoproduktionen und High-End-TV-Serien weiter ausgebaut. Insgesamt führten 58,1 Millionen Euro DFFF-Fördergelder zu Folgeinvestitionen von 330 Millionen Euro in der deutschen Filmwirtschaft (2017: 321 Mio. Euro). Der GMPF, der im Juli 2018 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in die Zuständigkeit der Staatsministerin für Kultur und Medien übergegangen ist, vergab in 2018 insgesamt 10,9 Millionen Euro Fördergelder und löste rund 75,2 Millionen Euro Folgeinvestitionen aus.

Staatsministerin Monika Grütters erklärt hierzu: "Die Zahlen zeigen: Der Filmstandort Deutschland ist heute international so wettbewerbsfähig wie nie zuvor. In den vergangenen Jahren ist es uns gelungen, die wirtschaftliche Filmförderung nahezu zu verdreifachen. Nationale und internationale Produktionsfirmen haben in Deutschland ein Vielfaches der staatlichen Zuschüsse investiert und somit für Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft gesorgt. Wichtige Voraussetzung für filmpolitische Erfolge ist, dass wir die Zuständigkeit für High End-Formate und Serien mit der Filmpolitik wieder in einer Hand vereint haben. Damit ermöglichen wir eine effektive Filmförderung aus einem Guss und bauen die Attraktivität des Filmproduktionsstandorts Deutschland nachhaltig aus."

Die Anzahl der DFFF I -geförderten Projekte ist im Förderjahr 2018 gestiegen. Unter den 113 geförderten Projekten (2017: 100 Projekte) sind 76 Spiel-, 31 Dokumentar- und sechs Animationsfilme.

Höher als im Vorjahr ist der Anteil der geförderten internationalen Filmprojekte, die in Deutschland produziert wurden. Unter den 44 Projekten (2017: 33 geförderte Projekte) sind das deutsch-schweizerische Science-Fiction-Spektakel "Haven - Above Sky" von Regisseur Tim Fehlbaum, der deutsch-dänische Thriller "Verachtung" nach einem weiteren Bestseller von Jussi Adler-Olsen sowie die deutsch-neuseeländische Actionkomödie "Guns Akimbo" mit Daniel Radcliffe.

Unter den 69 geförderten deutschen Produktionen befinden sich die erfolgreiche Komödie "100 Dinge" mit Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer, der neue Film von Doris Dörrie "Kirschblüten & Dämonen" und der Polit-Thriller "Der Fall Collini" mit Elyas M'Barek. Zu den 31 geförderten Dokumentarfilmen (2017: 22) zählen "Auf der Suche nach Ingmar Bergman" von Margarethe von Trotta und das neue Projekt von Ulrike Ottinger "Paris Calligrammes". Unter den sechs geförderten Animationsfilmprojekten ist die Neuverfilmung des Märchenklassikers "Peterchens Mondfahrt" von Ali Samadi Ahadi.

Im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale werden drei Filme gezeigt, die mit Mitteln des DFFF hergestellt wurden: Fatih Akin's neuer Film "Der goldene Handschuh", der Spionage-Thriller "The Operative" von Yuval Adler mit Diane Kruger in der Hauptrolle und "Systemsprenger", das Debut von Regisseurin Nora Fingscheidt

Unter Berücksichtigung der bereits vorliegenden Anträge sowie nach Novellierung der DFFF-Richtlinie im Oktober 2018 mit noch besseren Antragsbedingungen für animierte Filme zeichnet sich für das Förderjahr 2019 auch ein gutes Antragsaufkommen für den DFFF II ab.

Über den German Motion Picture Fund, der die Herstellung von Filmen und Serien mit hohem Herstellungsbudget und hohen Ausgaben in Deutschland fördert, wurden vier vielversprechende neue Serienprojekte unterstützt, darunter die dritte Staffel des Zwanziger Jahre-Epos "Babylon Berlin" sowie die sechsteilige Serie "Bauhaus" über die Gründung und die ersten Jahre der neuen Kunstschule in Weimar.


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