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Star Wars: Die letzten Jedi
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© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Home Video Markt 2018: Rekordumsatz

Digitalvertrieb schlägt erstmals Analogmarkt

Der Home Entertainment-Markt für Filme und Serien auf den physischen Medien DVD und Blu-ray und über die digitalen Vertriebswege EST und Video-on-Demand hat 2018 das beste Ergebnis seit dem Beginn der Erfassung der Marktdaten in den neunziger Jahren erzielt. Mit einem Gesamtumsatz von 2,03 Milliarden Euro erreichte die Video-Branche ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1,83 Mrd. Euro).

Der Umsatz im digitalen Markt ist gegenüber dem Vorjahr sogar um 56 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gestiegen. Erstmals lag der Anteil des digitalen Videomarkts mit 59 Prozent (2017: 42 Prozent) höher als der für physische Produkte. Dies geht aus den aktuellen Daten des GfK Consumer Panels hervor, die im Auftrag der Filmförderungsanstalt (FFA) erhoben werden.

Die Ergebnisse im Einzelnen:
  • Der Home Entertainment-Markt für Filme und Serien auf DVD, Blu-ray, EST oder über Streaming-Dienste hat im Jahr 2018 das beste Ergebnis seit Erfassung der Marktdaten erzielt. Mit einem Gesamtumsatz von 2,03 Milliarden Euro erreichte die Video-Branche ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1,83 Mrd. €)
  • Antreiber dieses Ergebnisses war der digitale Markt mit einem Umsatzplus von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Umsätze des digitalen Videomarktes durchbrachen mit 1,2 Milliarden Euro erstmals die 1-Mrd-Euro-Marke
  • Damit gaben Konsumenten im Jahr 2018 erstmals mehr Geld für digitale Home-Video-Produkte aus als für physische Produkte (DVD und Blu-ray). Der Anteil des digitalen Video-Markts lag im Jahr 2018 bei 59 Prozent. Im Vorjahr hatte der digitale Video-Markt noch 42 Prozent des Gesamtmarktes gestellt
  • Auch 2018 legte der SVoD-Bereich am stärksten zu und generierte einen Gesamtumsatz von rund 865 Millionen Euro, ein Zuwachs von 77 Prozent gegenüber 2017. Gemessen am Gesamtmarkt kamen die digitalen Abo-Modelle damit auf einen Marktanteil von knapp 43 Prozent (Vorjahr: 27%)
  • Der digitale Kaufbereich EST mit einem Umsatzplus von 25 Prozent sowie der digitale Leihbereich TVoD mit 13 Prozent verzeichneten ebenfalls zweistellige Wachstumsraten. Zusammen erzielten sie einen Umsatz in Höhe von 336 Millionen Euro und kamen damit im vergangenen Jahr auf einen Gesamtmarktanteil von knapp 17 Prozent (Vorjahr 15%)
  • Umsatzstärkstes Einzelsegment im Home Video-Markt bilden jedoch nach wie vor die Kauf-Videos mit 979 Millionen Euro Umsatz, hier insbesondere die physischen Kaufvideos (DVD und Blu-ray) mit einem Umsatz von 782 Millionen Euro und einem Anteil von 38 Prozent gemessen am Gesamtmarkt 2018. Die digitalen Käufe (EST) stellen mit 197 Millionen Umsatz knapp 10 Prozent des Gesamtmarkts. Insgesamt verloren die Kauf-Videos allerdings 13 Prozent ihrer Umsätze. Am stärksten rückläufig waren DVD- und Blu-ray-Verkäufe, die im Vorjahresvergleich 20 Prozent verloren
  • Der digitale Leihmarkt (TVoD) war mit einem Gesamtumsatz in Höhe von rund 139 Millionen Euro erneut größer als der physische, der im Vorjahresvergleich um weitere 40 Prozent von 84 auf 51 Millionen Euro zurückging.
  • Insgesamt verzeichnete der Home Video-Markt 2018 eine Leiher- beziehungsweise Käuferschaft von 23,0 Millionen Personen (Vorjahr: 22,7 Mio.), was einer Reichweite von 34 Prozent in der deutschen Bevölkerung ab zehn Jahren entspricht – jeder dritte Deutsche hat sich 2018 also mindestens einmal einen Film auf einem Bilddatenträger gekauft, geliehen, im Internet kostenpflichtig heruntergeladen oder gestreamt. Im Detail ergibt sich ein deutliches Wachstum der EST-Konsumenten sowie ein starker Zuwachs der SVoD-Abonnenten. Ende 2018 besaßen 11 Millionen Personen ein SVoD-Abonnement (Reichweite von 16%)
  • Der erfolgreichste Kinofilm 2018 im physischen Kaufmarkt war "Star Wars: Die letzten Jedi", gefolgt von "Thor: Tag der Entscheidung". Auf Platz 3 lag die deutsche Produktion "Fack ju Göhte 3".
Die FFA veröffentlicht im Video-Bericht jährlich Zahlen über die Entwicklung im deutschen Video-Markt. Grundlage für die Auswertungen ist das Individualpanel Media*Scope der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), dessen video-wirtschaftliche Daten der FFA exklusiv zur Verfügung stehen. Das Panel umfasst 25 000 Teilnehmer und steht repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab zehn Jahren.


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