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Helen Mirren
Helen Mirren
© BANG Showbiz

Helen Mirren erhält den Goldenen Ehrenbären

Star kommt im Februar zur Berlinale

Die 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin werden der britischen Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Helen Mirren die Hommage widmen und ihr den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk verleihen. Im Rahmen der Preisverleihung wird am Donnerstag, den 27. Februar 2020, im Berlinale Palast "The Queen" aus dem Jahr 2006 gezeigt werden.

Mirren ist nicht nur eine der weltweit anerkanntesten Schauspielerinnen, sie war auch eine der jüngsten, die jemals in die berühmte Royal Shakespeare Company aufgenommen wurde. Ihre Ausstrahlung, ihre Ausdrucksstärke und ihre darstellerische Bandbreite stellt sie immer wieder in unterschiedlichsten Genres unter Beweis.

"Helen Mirren hat seit jeher als starke Persönlichkeit mit kraftvollen Interpretationen sehr beeindruckt. Immer wieder überrascht sie durch die Darstellung besonderer Charaktere, ob als Chris in 'Calendar Girls' oder als Elizabeth II. in 'The Queen' – ihre Figuren sind beispielhaft für starke Frauen, und es ist uns eine große Freude, sie mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk zu ehren", so Mariette Rissenbeek, Geschäftsführerin der Berlinale.

Im Laufe ihrer Karriere wurde Helen Mirren unter anderem 2007 mit dem Oscar und dem Golden Globe als Beste Hauptdarstellerin für "The Queen" ausgezeichnet. Neben zahlreichen internationalen Filmpreisen erhielt sie mit dem Olivier Award, dem Tony Award und dem Drama Desk Award auch die wichtigsten Theaterpreise. 2003 wurde die Engländerin für ihre schauspielerischen Verdienste als Dame Commander des Order of the British Empire (DBE) ausgezeichnet.

Helen Mirren hat einen einzigartigen Schauspielstil entwickelt, der es ihr erlaubt, im britischen ebenso wie amerikanischen Kino in ihrem Element zu sein, mit Autoren wie Robert Altman oder Paul Schrader zu arbeiten, deren Handschrift klar erkennbar ist, aber genauso auch in großen US-Action-Filmen wie "RED" und "The Fast and the Furious" zu spielen.

Nachdem sie hauptsächlich am Theater, insbesondere mit der Royal Shakespeare Company, gearbeitet hatte, übernahm sie 1969 ihre erste große Kinorolle in Michael Powell's Komödie "Age of Consent" ("Das Mädchen vom Korallenriff"). 1980 fiel sie dann in "The Long Good Friday" ("Rififi am Karfreitag") als durchsetzungsfähige Freundin eines Gangsterbosses auf. Legendär ist auch ihr Auftritt als Georgina in Peter Greenaway's Film "The Cook, the Thief, His Wife & Her Lover" ("Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber").

Ab den neunziger Jahren erweiterte die Aktrice ihr Rollenspektrum in Film und Fernsehen und war unter anderem 2001 in Robert Altman's "Gosford Park" zu sehen. Mit "Calendar Girls" im Jahr 2003 bewies sie einmal mehr auch ihr komödiantisches Talent. Zwischen 1991 und 2006 spielte sie zudem die Ermittlerin Jane Tennison in der siebenteiligen TV-Serie "Prime Suspect" ("Heißer Verdacht").

In "The Last Station" ("Ein russischer Sommer") im Jahr 2009 unter der Regie von Michael Hoffmann verkörperte sie Leo Tolstoi's Ehefrau Sophia. Mit dem Filmdrama "Woman in Gold" ("Die Frau in Gold") und Filmpartner Ryan Reynolds war sie 2015 bei der Berlinale zu Gast. Seither war sie unter anderem in "Eye in the Sky" im Jahr 2015 und "The Leisure Seeker" ("Das Leuchten der Erinnerung") 2017 zu sehen. Grandios spielt Helen Mirren auch an der Seite von Ian McKellen die Hauptrolle in dem soeben in Deutschland gestarteten Kriminalfilm "The Good Liar".

Die Filme der Hommage:

"The Cook, the Thief, His Wife & Her Lover" (Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber), Großbritannien 1989, Regie: Peter Greenaway

"The Good Liar", USA 2019, Regie: Bill Condon

"The Last Station" ("Ein russischer Sommer"), Großbritannien 2009, Regie: Michael Hoffmann

"The Long Good Friday" ("Rififi am Karfreitag"), Vereinigtes Königreich 1980, Regie: John Mackenzie

"The Queen", Vereinigtes Königreich 2006, Regie: Stephen Frears


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