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Sa-nyang-eui-si-gan (Time to Hunt) von Yoon Sung-hyun
Sa-nyang-eui-si-gan (Time to Hunt) von Yoon Sung-hyun
© Union Investment Partners, Littlebig Pictures, Sidus

Berlinale Special 2020: Erinnerung, Genre und Parabel

Thriller, Western und die Berliner Mauer

Das Berlinale Special nimmt das Publikum mit auf eine Reise um die Welt und gibt dem Thema Erinnerung eine besondere Rolle – Erinnerungen an einen Ort, an ein Leben oder entlang der zerstreuten Teile der Berliner Mauer. Auch Genres wie Thriller und Western sind in der Filmauswahl vertreten.

Der Western "High Ground" entstand in enger Zusammenarbeit mit den indigenen Gemeinschaften Australiens. Er ist eine Hommage an ein heute stark gefährdetes Territorium und an die Auffassung, dass Orte eine Seele haben. Eine neue Generation von Schauspielern, angeführt von Choi Woo-shik, glänzt in "Sa-nyang-eui-si-gan" ("Time to Hunt"), der sich in die Tradition des Thriller-Genres einreiht.

In der Reise um die Welt, welche die Filme des Berlinale Specials ermöglichen, ist dem Thema Erinnerung eine besondere Rolle gewidmet. Die Erinnerung an ein Leben, welches - wie im Fall von "Golda Maria" - das Zeugnis einer Überlebenden von Deportationen ist. Der Dokumentarfilm "The American Sector" erzählt von den in den USA verteilten Berliner Mauerteilen, die zu stummen Zeitzeugen der jüngeren Geschichte geworden sind.

Basierend auf Oleg Sentsov's gleichnamigen Theaterstück kommt mit "Nomera" ("Die Zahlen") eine bitterböse Dystopie und Parabel hinzu. Sentsov, von 2014 bis 2019 Russlands berühmtester politischer Gefangener, drehte in Zusammenarbeit mit Akhtem Seitablaiev einen Film, der aus der Zeit gefallen ist, entstanden unter unmöglichen Umständen und in einem existentiellen Vakuum.


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