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Berlinale Africa Hub
Berlinale Africa Hub
© Berlinale

Berlinale Africa Hub 2020: Edutainment, Social Impact und Kooperationen

Firmen stellen Initiativen vor

Die EFM-Plattform Berlinale Africa Hub findet auf der diesjährigen Berlinale bereits zum vierten Mal statt und bietet vom 21. bis 26. Februar afrikanischen Filmschaffenden und Kreativen beziehungsweise Filmschaffenden, die auf dem afrikanischen Kontinent aktiv sind, ein internationales Forum für Kommunikation und Networking.

Die Initiative zieht in diesem Jahr vom Gropius Park an einen neuen Standort im ersten Stock des Marriott Hotels. Ebenfalls neu ist die Erweiterung des Spektrums des "Berlinale Africa Hub" auf den gesamten afrikanischen Kontinent. Der Fokus der diesjährigen Ausgabe liegt dabei auf Sudans Filmindustrie. Die Besucher können sich in täglichen Präsentationen, Gesprächen und Happy Hours präsentieren, austauschen und Kontakte mit internationalen Filmschaffenden knüpfen.

Die Präsentationen von afrikanischen Filmschaffenden beziehungsweise Filmschaffenden, die in Afrika tätig sind, werden jeden Tag von 11 bis 13 Uhr stattfinden. Die jeweils 15-minütigen Pitches beschäftigen sich unter anderem mit den Themen Edutainment, Social Impact, Serien und Distribution im panafrikanischen Raum. Vorgestellt werden Projekte und Firmen mit Beteiligten aus Ägypten, Äthiopien, Benin, Ghana, Kamerun, Kenia, Madagaskar, Marokko, Nigeria, Ruanda sowie aus Deutschland, Frankreich, Jamaika, den USA und dem Vereinigten Königreich.

Mit dabei sind unter anderen die Firma Sunbox aus Südafrika, deren Gründerin Nozuko Poni für das diesjährige Berlinale Talents-Programm ausgewählt wurde. Sie präsentiert den neuen Distributionsarm ihres mobilen Solarkinos, das Kino in den ländlichen afrikanischen Raum bringt und so inklusives Kino schafft.

Terra Media stellen ihre gleichnamige Online-Plattform vor, die Macher von Social-Impact-Projekten mit Investoren zusammen bringt. Urban Republic aus Ghana stellen ihre Edutainment-Webserie Foodies für Kinder und Familien vor, die zeigt, wie man sich mit wenig Aufwand und lokalen Nahrungsmitteln gesund und vielseitig ernährt.

Fresh Magazin & pooldoks aus Kamerun stellen anhand ihres Films "The Fever" über den Kampf gegen Malaria den Aufbau von Infrastrukturen für Social-Impact-Filme auf dem Kontinent zur Diskussion. SENTOO ist eine panafrikanische Initiative, in der sechs Länder zusammen arbeiten und insbesondere Süd-Süd-Co-Produktionen auf dem Kontinent fördern. Dina Naser, ebenfalls Berlinale-Talent in diesem Jahr, präsentiert das Kollektiv Sisters in Film MENA, das Filmemacherinnen aus Nahost und Nordafrika fördert.

Die täglichen Berlinale Africa Hub Talks von 15.30 bis 16.30 Uhr geben Einblick in die aktuellsten Entwicklungen der afrikanischen Filmindustrie. IEFTA (International Emerging Film Talent Association) ist als Gastgeberin der Talks-Reihe, die in Kooperation mit dem World Cinema Fund, dem Berlinale Co-Production Market und Berlinale Talents stattfindet, neue Partnerin des Berlinale Africa Hub.

Nach ihrer Premiere beim Durban Film Festival im Jahr 2019 macht die Initiative Engage in diesem Jahr Station bei den Berlinale Africa Hub Talks. Engage beschäftigt sich in Think Tanks und Panel-Diskussionen mit dem Potential des afrikanischen Filmschaffens. In Berlin geht es um das Angebot und die Stimmigkeit von Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im afrikanischen Raum, um Status Quo und Herausforderungen von Nord-Süd- sowie von Süd-Süd-Kooperationen und um die Synergien zwischen Afrika und seiner Diaspora.

Unter der Überschrift "The Role of TV for the African Continent and its Diaspora" wird sich am 25.Februar dieser Talk um die Möglichkeiten der Ansprache eines panafrikanischen Publikums und um die Bedeutung, die Fernsehen im Zeitalter der technologischen Veränderungen nach wie vor in Afrika einnimmt, drehen. Die Diskussion "Film & Tech: Does Africa Need a Silicon Valley?" wird sich am 22. Februar mit der Frage beschäftigen, inwiefern Technologie und Start-up-Kultur die afrikanische Filmindustrie tatsächlich voranbringen kann und welche Herausforderungen und Risiken damit verbunden sind. Insbesondere Ruanda gilt heute als afrikanischer Technologie-Hub.

Die Diskussion "Sudan’s Awakening as a Film Industry Contender" wird am 23. Februar die Spotlight-Reihe des vergangenen Jahres fortsetzen und einen Blick auf das Filmschaffen des Landes mit seinen talentierten Filmemachern werfen, die versuchen, international Fuß zu fassen. Das Panel stellt dortige Initiativen sowie internationale Kooperationsmöglichkeiten vor.

Der Edutainment-Markt wird im Mittelpunkt des Talks "Roadmaps: Forging New Synergies for Film Production with Foundations" am 24. Februar stehen. Das Panel wird die Möglichkeit von Auftragsarbeiten beleuchten, die insbesondere Stiftungen, Förderungen und NGOs im Bereich Edutainment und Social Impact vergeben, und wie man dieses Potential bestmöglich nutzen kann.

Darüber hinaus lädt der "Berlinale Africa Hub" jeden Tag gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern von 17 bis 18 Uhr zur Happy Hour. Wieder sind afrikanische Firmen in den PopUp Offices des EFM vertreten, darunter auch Vertretern aus dem Sudan und Äthiopien.

Erneut präsentiert der "Berlinale Africa Hub" afrikanische 360°-VR-Projekte. Erstmals sind diese Projekte in unmittelbarer Nähe des Marriott Hotels im EFM VR Cinema zu sehen. Die Screening-Zeiten sind: 23. Februar um 14 Uhr und 24. Februar um 10 Uhr.

Der Zugang zum "Berlinale Africa Hub" ist für EFM-Teilnehmer mit Market Badge frei.


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