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Die Simpsons - Der Film
Die Simpsons - Der Film
© 20th Century Fox

TV-Tipp für Dienstag (23.6.): Homer Simpson vergiftet Springfield

Kabel1 zeigt "Die Simpsons - Der Film"

"Die Simpsons - Der Film", Kabel1, 20:15 Uhr
Nachdem Homer (gesprochen von Norbert Gastell) versehentlich die Trinkwasserversorgung der Stadt vergiftet hat, wird Springfield von der Umweltschutzbehörde von einer gigantischen Glaskuppel umgeben, und die Simpsons müssen fliehen.

Seit 1989 läuft "The Simpsons" im US-Fernsehen, inzwischen mit 32 Staffeln die am längsten laufende und mit zahllosen Preisen geehrte Zeichentrickserie in der Geschichte des Fernsehens. Unter anderem 34 Emmys hat die von Matt Groening ersonnene Serie erhalten; die fiktive Simpsons-Familie hat sogar einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame erhalten. Die Idee, die Figuren auch auf die große Leinwand zu bringen, kam erstmals Mitte der Neunziger auf, aber das Team der TV-Serie war dauernd und ausreichend mit der Produktion der Fernsehserie beschäftigt, zudem fehlte es an einer zündenden Idee, die für eine Spielfilmlänge tragen würde.

Nicht nur die Fans der Serie, sondern auch die Macher selbst waren besorgt, ob der Formatwechsel von einer 23 Minuten langen TV-Folge zu einem knapp eineinhalbstündigen Kinofilm gelingen würde. Es brauchte seine Zeit und viele Arbeitsstunden, bis das rund ein Dutzend "Simpsons"-Drehbuchautoren um Groening eine Handlung zusammen entwickelt hatte, die für einen Spielfilm trug. Ab 2001 noch bis in die Animationsphase 2006 hinein tauschte das Team Gags aus, entwickelte Ideen und verwarf sie wieder. Über 100 Mal wurde das Skript umgeschrieben. Zusätzliche Autoren und Animationskünstler wurden engagiert, um TV-Serie und Kinofilm zugleich stemmen zu können. Als Regisseur für das 75 Millionen Dollar teure Projekt engagierten 20th Century Fox David Silverman, der von 1989 bis 1995 einzelne Folgen inszeniert hatte und inzwischen bei Pixar "Monsters, Inc." ("Die Monster AG") in Szene gesetzt hatte.

Um den Kinofilm qualitativ von der Fernsehserie abzuheben, wurden die Bilder im Breitwandformat und mit einer wesentlich breiteren Farbpalette per Computer entwickelt. Für die Musik engagierte man Hans Zimmer. Ansonsten bestach "The Simpsons Movie" glücklicherweise mit den gleichen Qualitäten, welche die Fernsehserie zu einem Erfolg und einem kulturellen Meilenstein gemacht hatten: Zahllose kulturelle Querverweise und Anspielungen, herzhafte Lacher, bitterböse Satire und das ehrliche Portrait einer amerikanischen Familie. Die aufpolierte Animation und die geschliffenen Dialoge waren auf einer Qualitätsebene mit den besten Zeiten der Fernsehserie.

2007 debutierte das Werk mit glänzenden Kritiken und zufriedenen Zuschauern. Weltweit blieben grandiose 527 Millionen Dollar in den Lichtspielhäusern und machten "The Simpsons Movie" zu einem Riesenerfolg. Dazu kam noch die Wertschätzung der Industrie und der Presse mit unter anderem Nominierungen für einen Golden Globe und einen Britischen Filmpreis.

Kritiker David Denby schrieb in "New Yorker": "Der Film bietet genügend Gags, Satire, Quatsch und Gefühl, um die 88 Minuten zu rechtfertigen."



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