oder
Andreas Dresen
Andreas Dresen
© Piffl Medien

Andreas Dresen verfilmt Murat Kurnaz-Bio

FFA fördert viele Regisseurinnen

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die beiden ersten beiden Sitzungstermine der Deutsch-Französische Förderkommission für das Jahr 2020 an zwei aufeinander folgenden Tagen in Videokonferenzen abgehalten. Insgesamt werden fünf Filmprojekten mit 1,7 Millionen Euro unterstützt, vier weitere Projekt erhalten 105 000 Euro Projektentwicklungsförderung.

Vier der fünf von der Deutsch-Französischen Förderkommission in der Produktion geförderten Projekte werden von Frauen inszeniert: Emily Atef erzählt in "Mister" von einer jungen Französin, die nach der Diagnose einer tödlichen Krankheit in der Einsamkeit Norwegens Antworten finden und Entscheidungen treffen muss. In den Tiefen des Amazonas-Regenwaldes lässt Pia Marais die Tochter eines Missionars das Geheimnis ihrer Vergangenheit entdecken: "Transamazonia". Angela Schanelec verlegt den Mythos vom "König Ödipus" in die Gegenwart, und die libanesische Regisseurin Danielle Arbid versetzt mit "Suzanne & Osman" Rainer Werner Fassbinder's Liebesgeschichte eines ungleichen Paares, "Angst essen Seele auf", in den heutigen Libanon. Andreas Dresen schließlich verfilmt in "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" die wahre Geschichte der Mutter von Murat Kurnaz, der als vermeintlicher Terrorist jahrelang im US-Gefangenenlager Guantanamo inhaftiert war.

Bei den von der Deutsch-Französischen Förderkommission zugesagten Projektentwicklungen beträgt die Frauenquote sogar 100 Prozent: Gefördert werden die Spielfilme "Pas un Mot" von Hanna Slak, "Rabia” von Mareike Engelhardt und "Wild Encounters" von Sarah Arnold und der Dokumentarfilm "Der Freistaat Kaptaruny” von Natalija Yefimkina.

Der nächste Einreichtermin für die Deutsch-Französischen Koproduktionsförderung ist am 18. September 2020. Die nächste Fördersitzung findet im November statt.


Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.