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Johnny Depp verklagt "The Sun"

Keine Aussagen von Ex-Partnerinnen Vanessa Paradis und Winona Ryder

(17.07.2020) Update
Vanessa Paradis und Winona Ryder werden nicht wie geplant noch in dieser Woche vor dem Londener High Court zu Gunsten ihres Ex Johnny Depp aussagen. Die Anwälte des Amerikaners haben gestern erklärt, dass sie auf die jeweiligen Videoschalten zu den Zeuginnen verzichten. Vorgestern hätte eigentlich Ryder und gestern eigentlich Paradis, die 14 Jahre lang mit Depp zusammen lebte und zwei Kinder mit ihm hat, bekräftigen sollen, dass dieser kein "Ehefrauenschläger" ist, wie ihn die britische Zeitung "The Sun" betitelt hatte. Durch Verzögerungen im Ablauf war es nicht dazu gekommen.

Johnny's Anwalt David Sherborne erklärte gegenüber dem Gericht: "Auch wenn es ein Vergnügen gewesen wäre, von ihnen zu hören, gibt es keinen Grund, einen neuen Termin mit den Zeuginnen zu vereinbaren."

In schriflichen Aussagen haben die beiden Damen bereits zu Protokoll gegeben, dass sie die Anschuldigungen von Depp's Ex-Gattin Amber Heard, er sei 2015 mehrfach gewalttätig gegenüber ihr geworden und auf der die Unterstellung der "Sun" fußt, nicht nachvollziehen können.

Vanessa erklärte: "Ich kenne Johnny mehr als 25 Jahre. Wir sind 14 Jahre Partner gewesen und haben unsere beiden Kinder zusammen aufgezogen. Während all dieser Jahre habe ich Johnny als lieben, fürsorglichen, großzügigen und nicht gewalttätigen Menschen und Vater kennen gelernt. Er war gegenüber mir niemals gewalttätig oder missbräuchlich." Ebenso liest sich die Aussage von Winona: "Ich durchschaue die Anschuldigungen gegenüber Johnny nicht. Er war niemals, niemals gewaltätig gegenüber mir. Er war niemals, niemals in irgendeiner Form missbräuchlich gegenüber mir."

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(02.07.2020) Gerichtsverhandlung beginnt kommende Woche
Dienstag kommender Woche wird das Gerichtsverfahren Johnny Depp vs. "The Sun" im Londoner Royal Courts of Justice beginnen. Heute entschied Richter Justice Nicol, dass das auf drei Wochen angesetzte Verfahren eröffnet wird, obwohl Depp nicht wie gefordert eine Reihe von Textnachrichten vorgelegt hat, in denen es darum geht, ob der Darsteller im März 2015 Drogen konsumiert hatte. Seine damalige Gattin Amber Heard hatte behauptet, sie sei zu jenem Zeitpunkt Opfer "einer dreitägigen Tortur körperlicher Angriffe" durch Johnny geworden, der "unter dem Einfluss von Alkohol und / oder Drogen" gestanden habe.

Drei Jahre später hatte "The Sun" das noch einmal aufgegriffen, Heard zitiert und den 57-Jährigen als "Ehefrauenschläger" tituliert. Depp verklagte daraufhin Dan Wootton, den Chefredakteur des Blattes, und den Verlag News Group Newspapers von Pressemagnat Rupert Murdoch wegen Verleumdung.

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(09.07.2020) "Amber trennte meine Fingerkuppe ab"
Die Gerichtsverhandlung zur Klage von Johnny Depp gegen die britische Zeitung "The Sun" wegen Verleumdung ist heute in ihre dritte Runde gegangen. Sowohl Depp als auch seine Ex-Frau Amber Heard sind für Zeugenaussagen nach London gekommen. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht die Aussage des Journalisten Dan Wootton, der im April 2018 in einem Artikel über die Besetzung des US-Schauspielers in der "Fantastic Beasts and Where to Find Them"-Reihe schrieb, dieser sei ein "Ehefrauenschläger", habe also Heard misshandelt.

Seit Jahren stehen hier Aussage gegen Aussage über das, was in dem Jahr ihrer Ehe von 2015 bis 2016, als Amber die Scheidung einreichte und eine Einstweilige Verfügung gegen Johnny erwirkte, vor sich ging. Die Scheidung wurde 2017 rechtskräftig. Depp zahlte seiner Ex-Gattin 7 Millionen Dollar, welche diese spendete. Der Burgfrieden hielt aber nur zwei Jahre lang. Nachdem Heard in einem Gastaufsatz in "The Washington Post" erneut nahe gelegt hatte, ohne ihn beim Namen zu nennen, dass sie Gewalt durch ihren Ex-Ehemann ausgesetzt gewesen sei, verklagte Depp sie auf 50 Millionen Dollar Schadensersatz wegen Verleumdung - ähnlich wie nun "The Sun".

In seinen Klagen dreht der 57-Jährige den Spieß um und behauptet, dass er das Opfer häuslicher Gewalt durch die Aktrice geworden sei. Beide Parteien versuchen dies mit Fotos und Gesprächsaufzeichungen zu belegen und waschen nun in aller Öffentlichkeit vor dem Londoner High Court schmutzige Wäsche.

So erklärte Depp heute im Zeugenstand unter anderem, ihm sei eine Fingerkuppe abgetrennt worden, nachdem Heard eine Wodka-Flasche auf ihn geworfen hatte. Mit seinem blutigen Finger habe er dann auf die Spiegel und Wände geschrieben. Amber dagegen behauptet, er habe sich selbst verletzt, als er im Drogenrausch ein Telephon aus der Wand gerissen habe. Die 34-Jährige behauptet, dass es 14 Mal über die Monate zu Gewalttätigkeiten durch Johnny gekommen sei, was dieser rundweg bestreitet und als "Schwindel" bezeichnet.

Depp hat als seine Zeugen seine Ex-Partnerinnen Vanessa Paradis und Winona Ryder gewinnen können, die per Video-Übertragung aussagen sollen. Die Verhandlung ist auf insgesamt drei Wochen angesetzt.


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