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1,7 Mio. Euro für Förderprogramm Filmerbe

"Lili Marleen" und weitere 37 Filme werden restauriert

Im Rahmen des Förderprogramms Filmerbe (FFE) haben die Gremien der Filmförderungsanstalt (FFA) in ihren aktuellen Sitzungen die Vergabe von insgesamt 1,6 Millionen Euro für die Restaurierung und Digitalisierung von 38 Filmen beschlossen. Insgesamt lagen Anträge für 108 Titel mit einem Gesamtvolumen von 4,2 Millionen Euro vor.

Aus filmhistorischer Sicht - kuratorisches Interesse - wurden 28 Filmtitel gefördert, aufgrund notwendiger Materialsicherung - konservatorisches Interesse - weitere zehn Filme – insgesamt 17 Spielfilme, sechs Kurzfilme, 14 Dokumentationen und eine Kompilation von 21 Kurzfilmen.

Die höchsten Fördersummen gingen an die Deutsche Kinemathek in Berlin für die Restaurierung des Berlinale-Gewinnerfilms von 1980 "Palermo oder Wolfsburg" von Werner Schroeter und an das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main für "Die Nacht gehört uns" mit Hans Albers aus dem Jahr 1929 und Rainer Werner Fassbinder's "Lili Marleen" aus dem Jahr 1980. Zu den aktuell geförderten Titeln zählen unter anderem auch "Kaspar Hauser" von Peter Sehr, der Dokumentarfilm "Vaterland" von Thomas Heise und Filme aus den Jahren 1917 bis 1942, die das Bundesarchiv in Berlin demnächst zur Restaurierung in Auftrag gibt.

"Dem Förderprogramm zur Sicherung unseres Filmerbes kommt in dieser Zeit des wirtschaftlichen Einbruchs der gesamten Filmbranche neben seiner wichtigen kulturellen Verantwortung auch eine strukturelle Funktion zu", erklärt FFA-Vorstand Peter Dinges. "Nachdem auch die filmtechnischen Betriebe massiv unter dem Lockdown gelitten haben, helfen ihnen die jetzt getroffenen und mit Bundes- und Ländermitteln finanzierten Förderentscheidungen, durch die Krise zu kommen. Somit trägt das Förderprogramm Filmerbe dazu bei, die Kompetenz und Leistungsfähigkeit in diesem wichtigen Teil der deutschen Filmwirtschaft zu unterstützen."


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