oder
Berlinale 2021 Co-Production Market Preisverleihung
Berlinale 2021 Co-Production Market Preisverleihung
© Lydia Hesse

1300 Begegnungen beim Berlinale Co-Production Market

Preisverleihungen für vielversprechende Projekte

Beim Berlinale Co-Production Market sind drei Geldpreise an ausgewählte Spielfilmprojekte vergeben worden: Der Eurimages Co-Production Development Award, der VFF Talent Highlight Award sowie der ARTEKino International Award.

Der mit 20 000 Euro dotierte Eurimages Co-Production Development Award ging an das Projekt "The Oblivion Theory" von Annemarie Jacir, das die Produzenten der Firmen Incognito Films aus Frankreich und One Two Films aus Deutschland vorstellen. Mit dem Preis unterstützt die europäische Filmförderung Eurimages die Entwicklung des Projekts. Die Jurymitglieder waren in diesem Jahr Els Hendrix, die Referentin für Internationale Angelegenheiten des Films bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der portugiesische Produzent Luis Urbano (Portugal) und die dänische Weltvertriebsrepräsentantin Tine Klint.

Mit dem VFF Talent Highlight Award in Höhe von 10 000 Euro unterstützt die VFF - Verwertungsgesellschaft der Film und Fernsehproduzenten aus München in diesem Jahr das Projekt "Tropical Gothic" von Isabel Sandoval aus den USA, das von Produzent Carlo Velayo präsentiert wurde. Bereits seit 2004 prämiert die VFF jährlich ein vielversprechendes Nachwuchsprojekt aus dem "Talent Project Market", den der Berlinale Co-Production Market in Kooperation mit Berlinale Talents organisiert. Nominiert waren in diesem Jahr auch die Produzenten Alba Bosch Duran aus Spanien und Jack Tarling aus dem Vereinigten Königreich. Sie pitchten ihre Projekte ebenfalls vor Teilnehmern des Berlinale Co-Production Market und erhielten jeweils einen Preis in Höhe von 1000 Euro.

Der ARTEKino International Award geht in diesem Jahr an das Projekt "Who Killed Narciso" des Regisseurs Marcelo Martinessi, produziert von La Babosa Cine aus Paraguay. ARTE zeichnet mit diesem Preis, der mit 6000 Euro dotiert ist, ein künstlerisch herausragendes Projekt des Berlinale Co-Production Market aus.

Bei der siebten Edition der Pitch-Veranstaltung "Co-Pro Series" wurden gestern zehn neue Serienprojekte vorgestellt, denen ebenfalls gezielt ausgewählte internationale Partnern vermittelt werden. Das Projekt "Balaton Brigade" der ungarischen Autoren Gábor Krigler, Balázs Lengyel und Balázs Lovas, bei dem das diesjährige Mitglied der Internationalen Jury Ildikó Enyedi Regie führen soll, wurde vom Partnerfestival Series Mania dafür auserkoren im Spätsommer beim Series Mania Forum in Lille präsentiert zu werden, um weitere Partner zu treffen.

Beim 18. Berlinale Co-Production Market treffen die Produzenten der insgesamt 35 ausgewählten Spielfilmprojekte auf Co-Produzenten und Finanziere. Über 1300 digitale Einzeltreffen mit potentiell passenden Partnern unter den insgesamt über 500 Teilnehmern wurden vorab geplant und abgestimmt.

Auch zehn Bücher zum Verfilmen werden wieder vorgestellt. Sie stehen bei der Pitch-Veranstaltung "Books at Berlinale" im Fokus. Mehr als 300 Filme und Serien, die in den vergangenen Jahren beim Berlinale Co-Production Market Partner gesucht haben, sind inzwischen fertiggestellt. Vier von ihnen sind in diesem Jahr in der Auswahl der Berlinale, zwei Filme finden sich aktuell auf der Oscar-Shortlist.


Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.