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Co-Production Market mit Moderatorin Naomi Levari
Co-Production Market mit Moderatorin Naomi Levari
© Lydia Hesse / Berlinale

Positive Bilanz des Berlinale 2021 Co-Production Market

Goldener Bär für ein früheres Projekt

Mit "Babardeala cu bucluc sau porno balamuc" (Pech beim Bumsen oder Verrückter Porno) von Radu Jude hat erstmals ein Projekt, das bei einem früheren Berlinale Co-Production Market vorgestellt wurde, den Goldenen Bären gewonnen. Trotz Pandemie entstand der Film, der 2020 beim Berlinale Co-Production Market präsentiert wurde, als Co-Produktion zwischen vier Ländern und konnte im Wettbewerb 2021 gezeigt werden.

Für die Spielfilm- und Serienprojekte, die 2021 ausgewählt wurden, fanden beim Berlinale Co-Production Market 1363 vorab arrangierte Einzeltreffen mit interessierten Co-Produzenten und Finanziers statt - diesmal aufgrund der Pandemielage ausschließlich online. Das bewährte Konzept konnte auch digital erfolgreich umgesetzt werden. Großen Zuspruch bei den insgesamt 593 Teilnehmern fanden die Pitch-Veranstaltungen "Co-Pro Series" und "Books at Berlinale" sowie die Co-Produktions-Case-Studies zum Wettbewerbssieger "Babardeala cu bucluc sau porno balamuc" und "Quo Vadis, Aida?" vom Mitglied der Internationalen Jury Jasmila Žbanić. Der Film war 2016 ebenfalls als Projekt beim Berlinale Co-Production Market präsentiert worden

"Unsere Idee, in der Online-Version möglichst viel Live-Momente und Begegnungen auch zwischen den Meetings zu schaffen, ist zum Glück voll aufgegangen. Zudem hat sich wieder gezeigt, dass tolle neue Projekte weiterhin die Leidenschaft potentieller Co-Produzenten und Finanziers wecken. Der Goldene Bär für Radu Jude's Film, der erst im vergangenen Jahr bei uns als Projekt war und während der Pandemie als Co-Produktion entstehen konnte, ist der beste Beweis und Ansporn, dass Produzenten auch in einer nicht ganz einfachen Zeit Mittel und Wege finden, ihre Projekte zu realisieren. Wir sind guter Hoffnung, dass auch dieses Jahr beim Berlinale Co-Production Market wieder zahlreiche neue Co-Produktionen initiiert worden sind und freuen uns auf kommende Filme", sagt Martina Bleis, Leiterin des Berlinale Co-Production Market.

Drei Preise wurden bereits am 3. März an neue Projekte der Regisseure Marcelo Martinessi (Silberner Bär 2018 für "Die Erbinnen"), Annemarie Jacir und Isabel Sandoval vergeben.

Viel Anklang fanden auch die "Country Sessions”, bei denen verschiedene Länder ihre Co-Produktionsfördermöglichkeiten präsentierten. Bei den "Speed Matchings”, spontan arrangierten, zufälligen Einzeltreffen mit Fun-Faktor, ließen sich außerdem für bis zu 120 Teilnehmer kurzfristig neue Kontakte knüpfen.

Beim "Visitors Programme" für Nachwuchsproduzenten gab es zudem eine Rekordteilnehmerzahl von 125 Produzenten von 22 Institutionen aus 27 Ländern.


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