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Isabelle Huppert
Isabelle Huppert
© BANG Showbiz

Paula Beer als Pionierin in Peru, Isabelle Huppert als Kämpferin für die Wahrheit

Neue FFA-Förderungen

Die Deutsch-Französische Förderkommission der Filmförderungsanstalt (FFA) hat in ihrer jüngsten Sitzung Mittel in Höhe von insgesamt 1,0 Millinen Euro für vier Kinofilmproduktionen und ein Entwicklungsprojekt beschlossen. Ob Erforscherin mysteriöser Bodenbilder, Whistleblowerin dubioser Atomgeschäfte, Heimkehrerin nach Sofia, African-Dance-Ikone oder Frachtschiffkapitänin auf der Wolga – bei jedem der aktuell geförderten Projekte steht eine beeindruckende Frau im Mittelpunkt.

Mit 430 000 Euro geht die höchste Fördersumme an den Historienfilm "Lady Nazca" mit Paula Beer als deutsche Mathematikerin Maria Reiche, die in den vierziger Jahren bei der Erforschung der mysteriösen Nazca-Linien in Peru Pionierarbeit leistete. Das Biopic entsteht unter der Regie von Damien Dorsaz, majoritärer Partner ist die deutsche Produktionsfirma 27 Films Production.

Auch "The Union Lady" beruht auf wahren Begebenheiten: Isabelle Huppert spielt die Gewerkschaftlerin Maureen Kearney, die versucht, zweifelhafte Geschäfte der französischen Atomindustrie aufzudecken. Das Projekt unter der Regie von Jean-Paul Salomé ("Eine Frau mit berauschenden Talenten") wird mit insgesamt 280 000 Euro unterstützt und von der Kölner Heimatfilm koproduziert.

Mit 175 000 Euro fördert die Kommission die deutsch-französisch-bulgarische Produktion "Plateau" und damit ein weiteres gemeinsames Projekt von Locarno-Preisträger Ilian Metev ("3/4") und der Kölner Sutor Kolonko. Mit "Germaine Acogny – Vom Schatten schwärmen" von KHM-Absolventin Greta-Marie Becker entsteht ein Portrait über die "Mutter des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes". Das Projekt wird majoritär von der Berliner CALA Filmproduktion finanziert und mit 150 000 Euro gefördert.

Im Rahmen der Entwicklungsförderung wird Julian Radlmaier's ("Blutsauger") neues Projekt "Binnenschifffahrerin Birte" mit 35 000 Euro unterstützt. Das poetische Roadmovie erzählt von einem Zimmermädchen, das sich in ihrer Jugend als Kapitänin eines Frachtschiffs unsterblich verliebt.

Der nächste Einreichtermin für die Förderung nach dem Deutsch-Französischen Abkommen ist der 17. September 2021. Die anschließende Fördersitzung findet im November 2021 statt.


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