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Dreharbeiten von La vie est un chemin de fer
Dreharbeiten von La vie est un chemin de fer
© Kiripifilms

Berlinale World Cinema Fund: Zehn neue Förderempfehlungen

"Unterschiedliche, inspirierende Projekte"

In der 34. Jurysitzung des Berlinale World Cinema Fund (WCF) haben die Jurys zehn Förderempfehlungen an Projekte aus Afghanistan, Argentinien, der Demokratischen Republik Kongo, Kap Verde, Kolumbien, Malaysia, Senegal, Tunesien und der Türkei ausgesprochen. Die aktuellen Fördermittel umfassen insgesamt 460 000 Euro.

Der WCF freut sich, in Krisenzeiten noch stärker das unabhängige Kino unterstützen zu können und die Sichtbarkeit der kulturellen Komplexität der Welt zu fördern. Der WCF hat zudem den WCF Europe – TFL Audience Design Award – gemeinsam mit dem TorinoFilmLab (TFL) – vergeben.

"Sehr unterschiedliche inspirierende Projekte prägen die aktuellen Förderempfehlungen. Fiktionale und dokumentarische Formen setzen sich engagiert mit dem Medium Film auseinander und suchen nach einer eigenen filmischen Sprache. Die Projekte sind stark in der Geschichte oder der sozialpolitischen Gegenwart ihrer jeweiligen Regionen kontextualisiert und oft einzigartigen Frauenfiguren gewidmet. Schön, dass sich der WCF für diese Projekte einsetzen kann”, kommentiert WCF-Leiter Vincenzo Bugno.

Die WCF-Jury hat ihre Auswahl aus 201 eingereichten Projekten aus insgesamt 52 Ländern getroffen. Die Förderempfehlungen umfassen Mittel in Höhe von 460 000 Euro. Zwei Regisseure haben in der Vergangenheit an Berlinale Talents teilgenommen, ein Projekt wurde 2021 beim Talent Project Market präsentiert.

Mitglieder der Jury sind die Dokumentarfilmproduzentin und Documentary Creative Advisor Marta Andreu (Spanien), die Produzentin Zsuzsanna Kiràly (Deutschland / Österreich), Filmwissenschaftlerin und Kuratorin Viola Shafik (Deutschland / Ägypten) sowie der WCF-Leiter Vincenzo Bugno (Italien / Deutschland). Hinzu kommen als Juroren für WCF Africa der Produzent, Leiter des panafrikanischen Filmfestivals FESPACO sowie des Berliner Festivals Afrikamera, Alex Moussa Sawadogo (Burkina Faso) und die Berlinale-Delegierte für Subsahara-Afrika Dorothee Wenner (Deutschland).

Seit 2004 unterstützt der Berlinale World Cinema Fund mit seinem zunehmend differenzierten Förderprogramm (WCF, WCF Europe, WCF Africa, WCF ACP) erfolgreich die Filmproduktion in filminfrastrukturell schwachen Regionen und setzt sich für kulturelle Vielfalt in den deutschen Kinos ein. Gefördert wird darüber hinaus die Kooperation zwischen Produktionsfirmen aus den Förderregionen und -ländern und deutschen / europäischen Produktionsfirmen.

WCF-geförderte Filme werden regelmäßig zu internationalen Filmfestivals eingeladen, so haben gerade vier Filme am Filmfestival in Cannes teilgenommen.


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