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FFA-Kinobilanz für erstes Halbjahr 2021: "Das Kino lebt"

Kinobestand weitgehend konstant

Die Filmförderungsanstalt (FFA) hat auch im Ausnahmejahr 2021 ihre Kinobilanz für das erste Halbjahr mit Zahlen zum Kinobestand, der in einem Langzeitvergleich der letzten zehn Jahre dargestellt wird, veröffentlicht. Die detaillierte Filmstatistik entfällt, nachdem die meisten Kinos ihren regulären Spielbetrieb erst zum 1. Juli 2021 wieder aufgenommen haben.

"Besonders auffallend an den Zahlen zum Kinobestand ist, dass sie im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit weitgehend konstant geblieben sind", erklärt FFA-Vorstand Peter Dinges. "Die Rückgänge bewegen sich im niedrigsten Prozentbereich zwischen 0,3 Prozent bei den Kinounternehmen und 1,7 Prozent bei den Sitzplätzen. Das vielbefürchtete Kinosterben hat bisher nicht stattgefunden."

Mit 1223 Kinounternehmen wurden vier weniger gezählt als zum 30. Juni 2020 (- 0,3 %), die Zahl der Standorte – Städte und Gemeinden mit mindestens einem Kino – ist um sieben auf 940 gesunken (- 0,7 %), die Zahl der Spielstätten (Kinos) um 18 auf 1716 (- 1,0 %), die Zahl der Leinwände um 37 auf 4892 (- 0,8 %). Alle diese Zahlen liegen immer noch über denen des Vergleichszeitraums 2019. Die Zahl der Sitzplätze ist um 13 631 auf 786 241 (-1,7 %) zurückgegangen und befindet sich etwas über der des Vergleichszeitraum 2017.

"Natürlich sind die Kinos noch längst nicht über den Berg, auch können durch die gesetzliche Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis Ende April 2021 noch Ausfälle bekannt werden", erläutert Peter Dinges. "Insgesamt aber scheinen die Kinos in ihrer Gesamtheit bis jetzt relativ unbeschadet durch die zuletzt siebenmonatige Schließungszeit gekommen zu sein. Es tut gut zu sehen, dass die Maßnahmen und Hilfsprogramme des Bundes, der FFA und der Länder gewirkt haben, so dass wir jetzt, bei wieder geöffneten Kinos, sagen können: Das Kino lebt."


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