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"Unkraut" nochmal sehen: Wiederholung des Umweltmagazins online und im TV

Am Donnerstag (28.07.2022) lief des Umweltmagazins "Unkraut" im TV. Alle Infos zur Wiederholung online in der Mediathek und im TV erfahren Sie hier.

Am Donnerstag (28.07.2022) lief um 12:45 Uhr "Unkraut" im Fernsehen.
Wenn Sie die Sendung "Unkraut" bei 3sat nicht schauen konnten: Hier könnte die 3sat-Mediathek hilfreich sein. Dort finden Sie zahlreiche TV-Beiträge nach der Ausstrahlung online als Video on Demand zum streamen. In der Regel finden Sie die Sendung nach der TV-Ausstrahlung in der Mediathek vor. Leider gilt dies nicht für alle Sendungen. Eine Wiederholung bei 3sat im klassischen TV wird es vorerst leider nicht geben.

"Unkraut" im TV: Darum geht es in "Lösen bayerische Bauern die Weizenkrise? - Zwischen Versorgung und Artenschutz"

Weizen wird knapp: Ausbleibende Lieferungen aus der Ukraine und Russland treffen Länder wie Tunesien schwer. Viele Bäckereien kämpfen damit, an Mehl zu kommen. Landwirte in Bayern wollen aushelfen und noch mehr Getreide produzieren. Dafür müsste die Politik Auflagen für den Artenschutz aufgeben. Ertrag oder Artenschutz? Müssen wir uns für das eine oder andere entscheiden oder geht beides? Bäcker Ali aus Tunis treibt eine existenzielle Frage um: Wie kommt er an neues Mehl ran? Vier Monate lang musste er dieses Jahr schon seinen kleinen Laden schließen, weil kein Mehl verfügbar war. Erst die Pandemie, dann der Krieg. Die Lage hat sich zugespitzt. Aktuell hat er Schwierigkeiten, jemanden zu finden, der ihm Mehl verkauft. In Mittelfranken will der Landwirt Günther Felßner aushelfen. Er möchte seinen Getreideertrag maximieren, um einen Beitrag gegen die Versorgungskrise in Nord- und Ostafrika zu leisten. Da kommt für ihn die neue Umweltauflage der EU zur Unzeit. Denn vier Prozent der Flächen sollen Landwirte ab nächstem Jahr brachliegen lassen. Viel zu viel in der aktuellen Situation, sagt Felßner. Er fährt deshalb zum Deutschen Bauerntag in Lübeck und möchte dort Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir umstimmen. Özdemir betont hingegen in den letzten Monaten immer wieder, dass die Artenkrise und die Getreidekrise nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Und plädiert dafür, dass die Selbstversorgung in den an Getreidemangel leidenden Ländern gestärkt werden solle. Das Potenzial ist tatsächlich da. In Tunesien hat sich Bäcker Nabil Marzouk dadurch einen Namen gemacht, dass er Weizen und andere Getreidearten aus der Region bezieht und daraus sein Brot produziert. Denn in Tunesien wächst Weizen trotz trocken-heißen Klimas gut. Der Ertrag könnte laut Experten mit einigen Maßnahmen sogar verdoppelt werden. Fragt sich, ob das ausreicht. Oder muss nicht doch mehr Getreide in Europa für die notleidenden Länder produziert werden zulasten des Artenschutzes? Denn ertragreicher Ackerbau und gleichzeitig Artenschutz - das schließt sich doch aus? Dem widerspricht Naturschutzberaterin Katharina Schertler. Sie leitet ein Projekt, in dem Wildkräuter auf Ackerflächen ausgesät werden. Mit diesen Ackerwildkräutern möchte sie zeigen, dass auf ein und derselben Fläche beides geht: Ertrag und Artenschutz. (Quelle: 3sat, übermittelt durch FUNKE Programmzeitschriften)

"Unkraut" im TV: Alle Infos nochmal auf einen Blick

Thema: Umweltmagazin

Bei: 3sat

Mit: Janina Nottensteiner

Produktionsjahr: 2022

Länge: 35 Minuten

In HD: Ja



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