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"Der Kunstraub der Nazis - Die späte Suche nach Gerechtigkeit" nochmal sehen: Wiederholung der Geschichtsdoku im TV und online

Wann und wo Sie die Wiederholung der Geschichtsdoku "Der Kunstraub der Nazis - Die späte Suche nach Gerechtigkeit" vom Dienstag (26.07.2022) sehen können, ob nur im TV oder auch online in der Mediathek, erfahren Sie hier.

Am Dienstag (26.07.2022) lief um 03:55 Uhr "Der Kunstraub der Nazis - Die späte Suche nach Gerechtigkeit" im TV.
Sie haben die Sendung bei ARD nicht schauen können, wollen "Der Kunstraub der Nazis - Die späte Suche nach Gerechtigkeit" aber unbedingt noch sehen? Hier könnte die ARD-Mediathek hilfreich sein. Diese bietet online zahlreiche TV-Beiträge als Video on Demand zum streamen - auch und vor allem nach der jeweiligen Ausstrahlung im Fernsehen. In der Regel finden Sie die Sendung nach der TV-Ausstrahlung in der Mediathek vor. Leider gilt das nicht für alle Sendungen. Bei ARD im klassischen TV wird es vorerst keine Wiederholung geben.

"Der Kunstraub der Nazis - Die späte Suche nach Gerechtigkeit" im TV: Darum geht es in der Geschichtsdoku

Ein gigantischer Raubzug der Nationalsozialisten ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt: der organisierte Kunstraub an jüdischen Familien, die aus Nazi-Deutschland zur Ausreise genötigt worden waren. Bis heute suchen Erben nach ihrem Eigentum, oft vergeblich. Den jüdischen Familien, die Deutschland damals verließen, war versprochen worden, ihr Eigentum mitnehmen zu können. Doch ihr Hab und Gut blieb oft im Land: Tausende Kisten, sogenannte Liftvans, lagerten etwa im Hamburger Südwesthafen, beschlagnahmt von der Gestapo. Statt die Gegenstände ihren Besitzern nachzuschicken, wurden sie versteigert. Ganze Hausstände kamen unter den Hammer - darunter auch wertvolle Kunst. Die Objekte verschwanden bei Privatpersonen, Museen und Händlern - die meisten Gegenstände sind bis heute verschollen. Wer waren die Eigentümer und wer die Käufer? Die Dokumentation "Der Kunstraub der Nazis - Die späte Suche nach Gerechtigkeit" begleitet eine Provenienzforscherin, die sich der Aufklärung dieses Verbrechens widmet und für Gerechtigkeit sorgen möchte: "Das große Ziel ist es, diese Objekte den Familien zurückzugeben", so Kathrin Kleibl. In ihrem Forschungsprojekt - gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste - begibt sie sich auf Spurensuche. Einen Vorteil hat sie: Die Nazis haben das Unrecht akribisch dokumentiert. Tausende Seiten Versteigerungsprotokolle, Lagerbücher und Rechnungen kann Kathrin Kleibl auswerten, ein mühsames Geschäft. Durch ihre Arbeit hoffen jüdische Nachfahren, nun endlich ihr Eigentum wiederzuerlangen. Familie Koch aus Wiesbaden etwa musste nach London emigrieren. Doch ihre beiden Umzugskisten - darin eine kostbare Kunstsammlung mit Werken von Nolde, Jawlensky und Klee - kam nie an. "Wo ist das Umzugsgut der Großeltern geblieben?" Diese Frage lässt dem Erben bis heute keine Ruhe. Zu einem Gemälde gibt es eine konkrete Spur - aber etliche Eigentümerwechsel und ein immer noch verschlossener Kunstmarkt erschweren die Suche. "Wenn unsere Generation nicht mehr sucht, dann bleibt dieses Kapitel für immer im Dunkeln verschwunden", befürchtet der rechtmäßige Eigentümer. Auch die hochkarätige Kunstsammlung von Johanna Ploschitzki aus Berlin ist verschollen. Ihr Umzugsgut, darunter Werke von renommierten Künstlern wie Pissarro, Beckmann und Liebermann, wurde drei Tage lang in Hamburg versteigert. Insgesamt ging es um 1.500 Objekte. Ihre Nachfahren suchen ebenfalls bis heute. Ein Objekt konnte Kathrin Kleibl immerhin wiederfinden. Es schlummerte jahrelang in einem Hamburger Museum, erworben im Dezember 1941 - auf einer der berüchtigten Versteigerungen. Wird die Rückgabe des geraubten Gutes gelingen? (Quelle: ARD, übermittelt durch FUNKE Programmzeitschriften)

Alle Infos zu "Der Kunstraub der Nazis - Die späte Suche nach Gerechtigkeit" im TV auf einen Blick

Thema: Geschichtsdoku

Bei: ARD

Produktionsjahr: 2022

Länge: 30 Minuten

In HD: Ja



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