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"Der offene Blick - Künstlerinnen und Künstler der Sinti und Roma" bei 3sat verpasst?: Wiederholung der Dokumentation online und im TV

Wann und wo Sie die Wiederholung der Dokumentation "Der offene Blick - Künstlerinnen und Künstler der Sinti und Roma" vom Montag (25.07.2022) sehen können, ob im Fernsehen oder auch online in der Mediathek, lesen Sie hier.

Am Montag (25.07.2022) gab es um 00:20 Uhr "Der offene Blick - Künstlerinnen und Künstler der Sinti und Roma" im Fernsehen zu sehen.
Sie haben "Der offene Blick - Künstlerinnen und Künstler der Sinti und Roma" nicht schauen können, wollen die Sendung aber definitiv noch schauen? Hier könnte die 3sat-Mediathek hilfreich sein. Dort finden Sie zahlreiche TV-Beiträge nach der Ausstrahlung online als Video on Demand zum streamen. In der Regel finden Sie die Sendung nach der TV-Ausstrahlung online vor. Leider gilt das nicht für alle Sendungen. Bei 3sat im linearen Fernsehen wird es vorerst keine Wiederholung geben.

"Der offene Blick - Künstlerinnen und Künstler der Sinti und Roma" im TV: Darum geht es in der Dokumentation

Der Film stellt Künstlerinnen und Künstler der Minderheit der Sinti und Roma vor, die in ihren Werken das Trauma der Verfolgung und ganz persönliche Erfahrungen gestalten. Sie bedienen sich verschiedenster Ausdrucksformen und Mittel, doch allen gemeinsam ist der offene Blick. Diesen erfahrbar zu machen, gelingt Peter Nestler, indem er ihnen ohne kulturelle Festschreibungen und auf Augenhöhe begegnet. Ausgangspunkt auch dieses Films ist wie in "Unrecht und Widerstand" die leidvolle Geschichte der Sinti und Roma während des "Dritten Reichs", diesmal in Österreich.Gitta Martl und ihre Tochter Nicole Sevik lesen kurze Texte. Sie gedenken darin der Sinti und Roma im oberösterreichischen "Zigeuneranhaltelager" Weyer. Außer einer Reihe von 32 Farbdias ist von diesen Menschen nichts geblieben. Dr. Alois Staufer hatte sie im Frühjahr 1941 fotografiert. Die Abgebildeten wurden ein halbes Jahr später nach Polen deportiert und ermordet. Der Schriftsteller Ludwig Laher hat in mühevoller, beinahe 20-jähriger Recherche die Lebenswege von Opfern und Tätern minutiös rekonstruiert.Ceija Stojka (1933-2013) war eine österreichische Schriftstellerin, Malerin, Sängerin, Aktivistin und Überlebende der nationalsozialistischen Konzentrationslager Auschwitz, Ravensbrück und Bergen-Belsen. Ihre Bilder werden weltweit in Museen und Galerien ausgestellt. Ceija Stojka schuf eigene Ausdrucksformen, formte Erinnerung und Traumata zu einem malerischen Oratorium gegen das Vergessen. Die Filmemacherin Karin Berger begleitete das Schaffen Ceija Stojkas als Freundin und Mentorin während zweieinhalb Jahrzehnten. Sie erinnert an die außergewöhnliche Frau, auch in ihren beiden Dokumentarfilmen "Ceija Stojka - Porträt einer Romní" (1999) und "Unter den Brettern hellgrünes Gras" (2005).Der junge Schriftsteller und Roma-Aktivist Samuel Mágó, der sich in seinen Texten mit Identität und Vorurteilen auseinandersetzt, sagt: "Für meine Generation ist Ceija Stojka ein wahnsinnig großes Vorbild."In diesem Kontext steht ein Exkurs der Filmwissenschaftlerin Radmila Mladenova zu antiziganistischen Klischees in der Filmgeschichte seit D. W. Griffith, denen Fotografien entgegengestellt werden, die durch einen "egalitären Blick" in der Darstellung von Sinti und Roma gekennzeichnet sind.Die Künstlerin Lita Cabellut verbrachte ihre Kindheit in prekären Verhältnissen im spanischen Aragon. Als Zwölfjährige wurde sie von einer katalanischen Adelsfamilie adoptiert, übersiedelte 1980 in die Niederlande, studierte an der Gerrit Rietveld Academy in Amsterdam und lebt seither in Den Haag. Als Malerin bedient sie sich einer neuzeitlichen Fresko-Technik, kreierte Opern-Ausstattungen und Kostüme, zum Beispiel für die Aufführung von "Karl V." in der Bayerischen Staatsoper. Sie erzählt von ihrer Arbeit als Art Director an einem Film von Carmen Chaplin über den vermuteten Roma-Hintergrund ihres weltberühmten Großvaters.In den letzten Jahren hat sich für Künstlerinnen und Künstler aus der Minderheit im Zeichen kultureller Selbstbehauptung einiges zum Positiven gewendet. So bietet beispielsweise die Galerie und Stiftung Kai Dikhas unter Leitung von Moritz Pankok mit mehr als hundert Ausstellungen ein kontinuierliches Forum. Teile der Sammlung sind auf der diesjährigen "documenta fifteen" zu sehen.Jovan Nicolic erzählt in poetischen Kurzgeschichten von seiner Kindheit in einer jugoslawischen Musikerfamilie. "Die Träne" ist eine tragikomische Miniatur über die Trauerfeier für seinen toten Vater, dem man ein letztes Mal das Saxofon an die Lippen legt.Der Film zeigt über die Gespräche mit den Künstlerinnen und Künstlern hinaus auch beispielhaft Werke - ob es Gemälde, Fotos, Performances oder Filme sind - und lässt Autorinnen und Autoren aus ihren Texten lesen.Eingerahmt wird der Film durch Ausschnitte eines Konzerts der "Roma und Sinti Philharmoniker". Das Orchester versammelt Musiker aus ganz Europa zu Konzerten. (Quelle: 3sat, übermittelt durch FUNKE Programmzeitschriften)

"Der offene Blick - Künstlerinnen und Künstler der Sinti und Roma" im TV: Alle Infos nochmal auf einen Blick

Thema: Dokumentation

Bei: 3sat

Produktionsjahr: 2022

Länge: 100 Minuten

In HD: Ja



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