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"Zölibat - Der katholische Leidensweg" bei Arte: Wiederholung der Dokumentation im TV und online

Am Freitag (23.09.2022) gab es "Zölibat - Der katholische Leidensweg" im TV. Wann und wo Sie die Dokumentation als Wiederholung sehen können, ob nur im Fernsehen oder auch digital in der Mediathek, erfahren Sie hier.

Am Freitag (23.09.2022) lief um 08:50 Uhr "Zölibat - Der katholische Leidensweg" im TV.
Wenn Sie die Sendung "Célibat des prêtres, le calvaire de l'Église" bei Arte nicht sehen konnten: Werfen Sie doch mal einen Blick in die Arte-Mediathek. Dort finden Sie zahlreiche TV-Beiträge nach der Ausstrahlung online als Video on Demand zum streamen. In der Regel finden Sie die Sendung nach der TV-Ausstrahlung online vor. Leider gilt das nicht für alle Sendungen. Bei Arte im linearen TV wird es vorerst keine Wiederholung geben.

"Zölibat - Der katholische Leidensweg" im TV: Darum geht es in der Dokumentation

Immer mehr Stimmen richten sich gegen den Zölibat und sorgen für Unruhe in der römisch-katholischen Kirche. Eine Umfrage unter Priestern, Gläubigen, Theologen und Bischöfen aus acht Ländern und drei Kontinenten hat ergeben, dass ein Großteil der Geistlichen den Zölibat nicht mehr befolgt. Die Befragten verurteilen die Heuchelei der Kirche, die über das Doppelleben von Priestern hinwegsieht und für den Leidensweg ihrer Familien verantwortlich ist. Im Hintergrund werden Fäden gezogen, um nicht noch mehr Priester zu verlieren: Betroffene berichten von Zwangsversetzungen, Ziehvätern, die Priesterkinder adoptieren, und Schweigegeld für Mütter. Im Klerus werden indes die Auswirkungen der unmoralischen Vorgehensweisen spürbar: Immer mehr Priester verlassen ihr Amt und wollen ihr Privatleben nicht mehr geheim halten. Obwohl das Risiko einer Exkommunikation droht, leben in Österreich etwa 350 Priester offen mit ihrer Familie zusammen. Priester, die wegen ihrer Ehe aus der Kirche ausgeschlossen wurden, gehen weiterhin ihren Aufgaben in der Gemeinde nach. Messen werden teils von Frauen gehalten. Auch in Deutschland bleibt die Kirche nicht untätig - der deutsche Episkopat hat gegen den Willen Roms eine radikale Reform eingeführt: Laienpredigerinnen und -prediger können von nun an in der Kirche Gebete und Segen aussprechen. Dieser Ruf nach Veränderung sorgt für eine Spaltung in der Kirche. Vom Vatikan enttäuscht, verlassen progressive Priester ihre Ämter, treten unabhängigen katholischen Gemeinden bei und haben dort die Möglichkeit, eine Familie zu gründen. Anfangs gab es solche Gemeinden vor allem in Afrika - mittlerweile verbreiten sie sich auf der ganzen Welt. Um die leeren Reihen des Klerus erneut zu füllen, schrecken die Diözesen nicht davor zurück, verheiratete Priester mit Kindern aus anderen christlichen Kirchen abzuwerben. Das Ganze führt zu einer gewissen "existenziellen Schizophrenie" der Gläubigen und der Kirche, die sich laut Papst Franziskus bereits bei den Bischöfen bemerkbar macht. (Quelle: Arte, übermittelt durch FUNKE Programmzeitschriften)

Alle Infos zu "Zölibat - Der katholische Leidensweg" im TV auf einen Blick

Thema: Dokumentation

Bei: Arte

Produktionsjahr: 2021

Länge: 100 Minuten

In HD: Ja



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