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Ulrich Tukur in 'John Rabe'
Ulrich Tukur in 'John Rabe'
© Majestic Film Verleih GmbH

Die Linse lügt

Ulrich Tukur: Kamera macht ihn zur "Quarktasche"

Der deutsche Musiker und Akteur Ulrich Tukur findet, dass die Kamera dick macht und ihn seine Agentin ungerechterweise für eine "Quarktasche" hält.

Schauspieler und Musiker Ulrich Tukur (53) macht die Kamera dafür verantwortlich, wenn er auf dem Bildschirm dick aussieht und ihn seine Agentin als "Quarktasche" bezeichnet.
Der Akteur ("Das Leben der Anderen") sprach im Interview mit 'stern.de' darüber, warum man dem Fernsehbild nicht alles glauben sollte. "Jede Kamera packt etwa sieben Kilo drauf. Sagt man", antwortete er auf die Frage, warum er im Fernsehen manchmal so dick aussehe.

"Ich habe schon wirklich magersüchtige Schauspielerinnen erlebt, die ich eigentlich hätte ins Krankenhaus schicken wollen, die sehen super aus dann nachher auf der Leinwand. Und man selber sieht dann so aus, dass einem die eigene Agentin - und das ist meine geliebte Frau Baumbraun mit ihren 91 Jahren - dann sagt: 'Was haben sie schon wieder so viel g'fressen. Sie schauen schon wieder aus wie a Quarktasche.' Es macht dicker."

Aber aufs Aussehen legt der preisgekrönte Schauspieler eh nicht mehr so viel Wert. Eitel sei er nicht, zumindest nicht sehr. "Mittlerweile ist es mir wurscht, wie ich aussehe", verriet er im Interview und fügte lachend hinzu: "Also weitgehend ... also wurschter."
Der Liebe wegen ist der Schauspieler mit seiner zweiten Frau Katharina John nach Venedig gezogen. Zwar sei ihm der Abschied von Hamburg schwer gefallen, doch die Gefühle für die Fotografin waren stärker. Im Vergleich mit den Italienern kommen seine Landsleute übrigens nicht so gut weg. "Wir nehmen uns viel zu wichtig", sagt er über die Deutschen. Die seien "zu negativ und zu grau".

Überhaupt gefallen ihm die ganzen Maßregelungen und Verbote in deutschen Landen nicht. "Man darf überhaupt gar nichts mehr. Man fühlt sich permanent schuldig. Ob man ins Auto einsteigt, sofort wird einem schon vom Auto gesagt, was man zu tun hat", beschwerte er sich und hat als Lösung: "Wir brauchen unbedingt eine monarchistische Revolution." Damals sei die Welt auch nicht untergegangen, weil so viel Opium in den Schmerzmitteln war und man Kokain frei kaufen konnte. "Die Leute sollen auch Spaß haben." Eine Bedingung hat er jedoch: "Aber es muss ein toller König sein. Das ist die Schwierigkeit der Monarchie. Finden sie mal einen tollen König", schränkte Ulrich Tukur seinen Monarchiewunsch ein.


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