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Ganges - Fluss zum Himmel (2003)

Ganges: River to Heaven

Doku: Die letzte Reise eines jeden gläubigen Hindu bleibt den Augen der übrigen Welt meist verborgen. In „Ganges - Fluss zum Himmel“ zeigt Gayle Ferraro diese Riten. Gefilmt hauptsächlich im Umfeld eines Sterbehospiz an den Ghats von Varanasi, direkt im religiösen Herzen von IndienUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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Die Sehnsucht ihrer todkranken Angehörigen nach den Verheißungen des ewigen Lebens führt vier indische Familien in die jahrhundertealte Stadt Varanasi, an einen der wichtigsten Plätze des Hindu-Glaubens. Seit tausenden von Jahren führt der Glaube die Hindus an diesen Platz, um dort in den Ganges-Fluten die letzte Ruhe zu finden. Seit wenigen Jahrzehnten stirbt allerdings auch der Fluss selbst jeden Tag ein Stückchen mehr aufgrund der belastenden Verschmutzungen welche ihm der Mensch zumutet. Dem Glauben der Hindus nach ist in der Stadt Varanasi (früher: Benarsi) die Macht von Ganga, der hinduistischen Gottmutter des Ganges, am größten. Mit jeder Morgendämmerung ruft sie ihre Kinder an die weltberühmten Ghats, die Stufen welche kilometerlang direkt zum Wasser des Flusses hinabführen. Die jungen, gesunden und kräftigen Gläubigen reinigen dann im spirituellen Sinne ihre Körper mit dem verschmutzten Wasser des Ganges. Die alten und gebrechlichen, zu schwach um an Ritualen teilzunehmen, warten auf den Tod.Der Glaube sagt: Wer in Varanasi an den Ufern des Ganges stirbt, dessen Seele wird Ganga befreien von der Bürde einer Wiedergeburt, und Ganga selbst wird die Seele ins Jenseits überführen. Und die Körper der Verstorbenen kehren in den Schoß des Flusses zurück. Als Asche auf ihren Wellen, oder als Fleisch verschlungen in ihren Tiefen.
Uralte Glaubenstraditionen, Jahrtausende lang überliefert und praktiziert. Die letzte Reise eines jeden gläubigen Hindu bleibt den Augen der übrigen Welt meist verborgen. In „Ganges - Fluss zum Himmel“ zeigt Regisseurin Gayle Ferraro diese Riten und wie sie sonst nur von den engsten Familienangehörigen erlebt werden.Gefilmt hauptsächlich im Umfeld eines Sterbehospiz an den Ghats von Varanasi, direkt im religiösen Herzen von Indien, folgt „Ganges – Fluss zum Himmel“ den oft mühsamen Versuchen von vier Familien, ihren todkranken Angehörigen den letzten irdischen Wunsch zu erfüllen: Nach dem Tod in den Himmel zu kommen.Die vier Familien sind Teil einer stetig Abertausende zählenden Gemeinde von den Tod ihrer Angehörigen begleitenden Hindus in Varanasi, welche auf die Versprechung der Befreiung vom Wiedergeburtszyklus für ihre Familienangehörigen hoffen.Während die Familienclans aus allen Teilen des Landes dem Tod der Ihren entgegenharren, sind die Einwohner von Varanasi darum bemüht, aus den Notwendigkeiten der Gäste ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie sind Geistliche, Müllarbeiter, Bettler, Andenkenhändler, Kindermädchen. Sie überwachen die Kolibakteriendichte im bisweilen von Fäkalien stark überlasteten Gangeswasser, organisieren das Verbrennen der Leichen am Flussufer im Sinne der Traditionen.In einer Millionenstadt, in welcher der Tod zum Alltagsgeschäft gehört, fallen die ständigen Vorbereitungen und Zeremonien welche die Familien verrichten nur auf, wenn man den Blick ganz genau darauf richtet.„Ganges - Fluss zum Himmel“ erforscht die außergewöhnliche Bindung eines ganzen Volkes an einen Fluss – eine Bindung die in der Menschheitsgeschichte einmalig und in ihrer tiefen Spiritualität kaum jemals für Menschen außerhalb des indischen Kulturkreises wirklich nachvollziehbar ist.Seit tausenden von Jahren transportieren die Arbeiter der Unberührbaren-Kaste das Brennholz für die Toten-Verbrennung auf ihren Rücken auf die Stufen der Ghats. Erst seit wenigen Jahren untersuchen Chemiker regelmäßig die Schadstoffwerte des Ganges-Wassers. Auch die indische Kultur verändert sich, doch der Ganges als Dreh- und Angelpunkt des Lebens bleibt für so viele Millionen Menschen.Der heilige Fluss Ganges. Beinahe schon zu Tode geliebt, denn als Öko-System mehr denn je in Gefahr durch Jahre der übermäßigen Nutzung und Verschmutzung der Menschen an seinen Ufern. Ironischer Weise zeigt sich gerade auch an den Ufern von Varanasi, der Hindi-Stadt des Todes, wie ernst die Lage für das Flusswasser und damit den gesamten Fluss inzwischen ist. Das Element welches dem Glauben nach als Pforte zum ewigen Leben fungiert, birgt in der irdischen Welt schon lange kaum noch Lebensgrundlage.

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Land: USA
Jahr: 2003
Genre: Dokumentation
Länge: 79 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 07.06.2007
Regie: Gayle Ferraro
Verleih: Kinostar

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