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Menschen, Träume, Taten (2007)

Deutsche Doku: 150 km westlich von Berlin haben sich 43 Frauen, 35 Männer und 33 Kinder den Traum vom selbstbestimmten Leben erfüllt, im Ökodorf „Sieben Linden“ in der AltmarkUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.7 / 5

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150 km westlich von Berlin haben sich 43 Frauen, 35 Männer und 33 Kinder den Traum vom selbstbestimmten Leben erfüllt. Seit zehn Jahren leben sie im Ökodorf „Sieben Linden“ in der Altmark bei Poppau (Sachsen-Anhalt) zusammen. Ihr Gesellschaftsentwurf basiert auf genossenschaftlichem Eigentums- und Mitbestimmungsrecht, Gemeinschaftskultur, Selbstverwaltung und Selbstversorgung.
In kleinen Nachbarschaften organisiert, betreiben die Bewohner biologische Landwirtschaft und engagieren sich in Bildungs- und Friedensarbeit.
„Sieben Linden“ hat sich im Laufe der Jahre zu einer weiträumigen Anlage entwickelt. Es gibt Handwerker, ausgebildete Ingenieure, Computerspezialisten und Köche. Obwohl die Dorfbewohner eine weitgehend autarke Lebensweise führen, sind sie wirtschaftlich nicht vollkommen autonom.

Innerhalb des Dorfes herrscht Tauschökonomie: Fahrradreparatur gegen Lebensmittel. Darüber hinaus muß jeder Bewohner im Monat noch etwa 180 Euro für Essen aufbringen sowie weitere 80 Euro für Platzmiete, Brennholz, Warmwasser und gegebenenfalls Schulgeld. Manche verdienen Geld, indem sie Schmuck anfertigen, den sie auf Flohmärkten verkaufen, andere halten Seminare ab oder engagieren sich beim Eurotopia-Projekt, einem Verzeichnis aller Ökogemeinschaften.

Zwei der Bewohner sind Silke und Martin, die bereits mehrere Jahre in „Sieben Linden“ leben. Für Silke stand schon vor dem Abitur fest, dass sie der Konsumgesellschaft den Rücken kehren will. Martin hat zunächst ein Studium der Energietechnik absolviert und kann heute sein Wissen in viele Projekte einbringen. Beide wollen einen ökologisch verantwortungsvollen Gegenentwurf zur bundesdeutschen Gesellschaft leben. Sie engagieren sich besonders im Wohn- und Energiebereich.
In „Sieben Linden“ haben sie ein Niedrigenergiehaus gebaut, das sowohl nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen als auch nach archaischen afrikanischen Bautraditionen gestaltet ist und mit nur zehn Prozent des üblichen Energieaufwands auskommt.

Zusammen haben sie den „Club 99“ gegründet, eine von sechs nach Interessen ausgerichteten Nachbarschaften, aus denen sich das Ökodorf zusammensetzt. Ihre Ziele beschreiben sie so: „Wir möchten nicht mehr Wohlstand für uns selbst, als bei einer gerechten Verteilung allen Menschen der Welt zustünde. Wir wissen, dass es nötig ist, unseren Konsum auf höchstens ein Zehntel des derzeitigen Bundesdurchschnittsverbrauchs zu senken, um dies zu erreichen. Wir sind bereit, uns zu hinterfragen, unsere Gewohnheiten, unser Denken, Reden und Handeln zu verändern und unseren Wohlstandsbegriff zu entmaterialisieren.“
Silkes und Martins Radikalität wird nicht von allen Bewohnern geteilt. Andere Bewohner von „Sieben Linden“ leben in ihrer Nachbarschaft nach eigenen Regeln und betreiben z.B. ökologische Landwirtschaft mit Pferd und Pflug oder Tierzucht – doch der Verzehr tierischer Lebensmittel ist in „Sieben Linden“ nicht unumstritten. Und dann ist da noch die Frage, ob Kindererziehung eigentlich Privatsache ist oder eine Aufgabe der ganzen Gemeinschaft…

Ohne die Probleme einer Großkommune auszusparen, zeigt der Dokumentarfilm von Andreas Stiglmayr, dass Utopie nicht in ferner Zukunft liegen muß, sondern hier und jetzt machbar ist: durch Menschen, Träume und Taten.

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Land: Deutschland
Jahr: 2007
Genre: Dokumentation
Länge: 87 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 26.02.2009
Regie: Andi Stiglmayr
Verleih: Real Fiction, StiglmayrFilm

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