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Luminawa - Ein besseres Leben
Luminawa - Ein besseres Leben
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Luminawa - Ein besseres Leben (2010)

Luminawa

Die Geschichte unsere Planeten war die Geschichte einer unermesslichen Artenvielfalt.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Inzwischen sind nicht nur die Arten bedroht, sondern auch die Vielfalt der Menschheit selbst ist betroffen. In wenigen Jahrzehnten wird die Hälfte der noch existierenden 5000 Sprachen verloren sein. Glaubens- und Denktraditionen, verschiedene Lebens- und Sichtweisen stehen vor dem Untergang. Gründe dafür gibt es viele. Waren es früher oft die Einflüsse westlicher Missionare, so bedrohen heute die Einflüsse der Globalisierung und moderne Informationstechnologien das immaterielle Kulturerbe der Kalingas. Doch es gibt Zeichen der Hoffnung.

Die Kalingas, früher Krieger und Kopfjäger genannt, leben heute als Reisbauern hoch oben in den Kordilleren (Philippinen). Manung Sapi Bawer, ein pensionierter Kalinga Lehrer, bezeichnet sich auch heute noch als Krieger. Seine Waffe ist aber nicht mehr die Kopfaxt seiner Vorfahren. Er kämpft mit der Musik und dem Tanz gegen das normierende Diktat der Globalisierung. Unter dem Einfluss westlicher Missionare verloren die Kalingas ihre kulturellen Traditionen und damit einen wesentlichen Teil ihrer Identität. Kultur leben bedeutet, sich selbst zu kennen, eine eigene Sprache zu sprechen, eine eigene Lebens- und Denkweise zu haben. Die Gemeinschaft bildet das Rückgrat der Kalingas. Musik und Tanz, Weberei und Handwerk sind heute wieder in der Gemeinschaft verankert und Ausdruck ihrer eigene Denk- und Lebenstradition.

Ohne gelebte Kultur brechen die Dorfgemeinschaften auseinander. Viele Kalingas verlassen heute die von den Vorfahren seit Generationen gepflegten Reisfelder an den steilen Berghängen oberhalb des Chicco Rivers. Die Menschen ziehen in die Stadt, in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

LUMINAWA nennt Manung Sapi Bawer seine Vision. Das bedeutet „ein besseres Leben“. Unterstützt von seiner Familie setzt er alle seine Kräfte und Mittel dafür ein, die Kalinga Kultur zu erhalten und zu retten. Vieles ist verloren gegangen und muss mit grosser Anstrengung neu geschaffen werden. Durch die wieder belebte Kultur will Sapi Bawer die verlorene Identität seines Volkes zurück gewinnen. Musik und Tanz, lange Zeit von den westlichen Missionaren als heidnische Bräuche untersagt, sind heute wieder ein wichtiger Bestandteil im Leben der Menschen in Mabilong, dem ärmsten Dorfteil von Lubuagan.

Mit der Pflege der traditionellen Künsten, dem Handwerk, dem Tanz und der Weberei, entsteht neue Hoffnung. Nicht die Ausbreitung moderner Informationstechnologie sieht Sapi als Schlüssel für die Zukunft seines Volkes, sondern die Stärkung der Gemeinschaft. Die Erinnerung an die Kultur der Vorfahren fördert die Beziehungen unter den Menschen und trägt zur Wertschätzung des Eigenen bei. Durch die lebendige Verbindung der traditionellen Künste mit dem Alltagsleben gewinnen die Kalingas die ihnen geraubte Würde zurück.

Melodien von einfachen Bambusinstrumenten erklingen erst durch das Zusammenspiel aller. Im Gegensatz zur westlichen Musik gibt es bei den Kalingas keine Solisten und keine „Stars“. Oft spielt jeder Einzelne mit seinem Instrument nur einen einzigen Ton und trägt damit einen wesentlichen Anteil zum Ganzen bei. Der Klang entfaltet sich erst durch die aufmerksame Beteiligung aller. Die Klänge des Hauptinstruments, des Gongs, erzeugen ein Strahlen in den Gesichtern. Gongs erklingen nur bei Festen und auch nur dann, wenn die Gemeinschaft im Frieden lebt. Den Gongklängen werden magische Kräfte zugesagt.

Die klangliche und rhythmische Nähe der Gongs zu den Senntumschellen im Alpsteingebiet hat der Schweizer Musiker und Komponist Peter Roth entdeckt. Er pflegt seit 10 Jahren Kontakt zu den Kalingas. 2008 hat er die Familie von Sapi und Maria Bawer für ein gemeinsames Konzert am Naturstimmen Festival in die Schweiz eingeladen, Zusammen mit dem Chor aus Alt St. Johann führten sie im Toggenburg zwei Konzerte auf. Diese Einladung und das gemeinsame Musizieren, so Manug Sapi Bawer, bedeuten für die Kalingas nicht nur grosse Anerkennung ihrer Musik, haben dazu beigetragen, die ihnen von westlichen Missionaren genommene Würde wieder herzustellen.

Quelle: www.luminawafilm.ch

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Land: Schweiz
Jahr: 2010
Genre: Dokumentation
Länge: 91 Minuten
Kinostart: Unbekannt
Regie: Thomas Lüchinger
Darsteller: Sapi Bawer, Peter Roth

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