Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Zum Video: Tinguely

Jean Tinguely (2011)

Tinguely

Schweizerische Doku über den in Basel geborenen Künstler Jean Tinguely, der sich mit gigantischen Schrottplastiken einen Namen machte.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben bislang 0 Besucher eine Bewertung abgegeben.


"Es bewegt sich alles - Stillstand gibt es nicht!" Jean Tinguely war wie eine seiner verrückten Maschinen, die sich vor den Augen der Zuschauer selbst zerstört hat: ein Meilenstein der modernen Kunstgeschichte, für viele eine einzige Provokation und ein anarchistischer Draufgänger, der sich durch seine grenzenlose Energie beinahe selbst zugrunde richtete. Vor allem aber sprengte er zeitlebens alle Konventionen – nicht nur in seiner Arbeit, sondern auch privat.
Aufgewachsen in Basel und zu Beginn seiner Karriere noch bettelarm, brachte er als Teil der Pariser Avantgarde bald schon Bewegung in den Kunstbetrieb – im wahrsten Sinn des Wortes. Er erlebte einen kometenhaften Aufstieg, der ihn schliesslich zu einem der bekanntesten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts machte. Seine gigantischen Schrottplastiken, die der Konsum- und Wegwerfgesellschaft den Spiegel vorhalten, gleichzeitig aber immer auch die Poesie des Alltags feiern, trafen den Nerv der Zeit. Sie stießen gleichermaßen vor den Kopf wie sie begeisterten und erweiterten den Kunstbegriff enorm.
Am Ende seines Lebens war der ehemalige Bürgerschreck ein Volksheld geworden – oder, wie seine Lebenspartnerin Niki de Saint Phalle es sarkastisch ausdrückte, "le roi des Suisses". Dass ausgerechnet sein Heimatland es dem Ausnahme-Künstler aber nicht einfach machte, der Prophet im eigenen Lande also am längsten verkannt blieb, zeichnet der Film schonungslos nach. So hält er nicht nur die Erinnerung an ein Werk hoch, dem – Ironie des Schicksals – heute der Stillstand droht, sondern zeichnet auch auf höchst unterhaltsame Weise ein Stück Schweizer Zeit- und Mentalitätsgeschichte nach. Vor allem aber wird durch exklusives Archivmaterial sowie Erinnerungen der "bande à Jean" der Mensch hinter der Legende Tinguely fassbar. Ein mal heiterer, mal melancholischer Blick zurück auf ein bewegtes Künstlerleben – verbunden mit der Aufforderung, den Aufbruch jeden Tag neu zu wagen, denn: Stillstand gibt es nicht.

Bildergalerie zum Film

Jean TinguelyJean TinguelyJean TinguelyJean TinguelyJean Tinguely

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Schweiz
Jahr: 2011
Genre: Dokumentation
Länge: 88 Minuten
Kinostart: 17.05.2012
Regie: Thomas Thümena
Darsteller: Guido Magnaguagno, Daniel Spoerri, Margrit Hahnloser
Verleih: Film Kino Text

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen






Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.