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Auf Teufel komm raus (2011)

Dokumentation über den Sexualstraftäter Karl D., der nach seiner Haftentlassung zu seinem Bruder zog und damit in dessen Wohnort eine Protestbewegung mit täglichen Demonstrationen heraufbeschwor...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Karl D. soll gehen. Aus dem Haus, aus dem Dorf, aus der Gesellschaft. Als der mehrfach verurteilte Sexualstraftäter zu seinem Bruder Helmut und dessen Familie zieht, reagieren die Nachbarn sofort. Sie haben angst – um ihre kinder und ihre eigene Sicherheit. Karl hat gerade eine Haftstrafe von 15 Jahren abgesessen und gilt immer noch als gefährlich. Doch während sich draußen bei heiterem Zusammensein eine tägliche Bürgerversammlung formiert, droht die familie im Haus zunehmend an der Bedrängnis zu zerbrechen. Gefangen in den eigenen vier Wänden muss sie sich dem Druck von außen widersetzen – den Demonstranten, der lokalen Polizei und sogar dem Jugendamt, das erwägt Helmuts Sohn aus der Familie zu nehmen. Als die Situation beinahe eskaliert, kommt es unter den Demonstranten zu ersten Unstimmigkeiten. Ein paar Frauen hinterfragen ihre Aktion und beschließen, Kontakt zu der Familie aufzunehmen.

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2011
Genre: Dokumentation
Länge: 82 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 12.05.2011
Regie: Mareille Klein, Julie Kreuzer
Verleih: Real Fiction

ZusatzinformationAlles anzeigen

Statement der Regisseurinnen
Dass die Protagonisten sich auf einen Film einließen, in dem beide Seiten begleitet werden, erschien zunächst unwahrscheinlich. Die fronten hatten sich bei [...mehr] unserer Ankunft in dem kleinen Dorf bereits verhärtet. Zwischen den Bürgern auf der Straße und der Familie des Sexualstraftäters wurden Drohungen ausgesprochen und gegenseitige Anschuldigungen erhoben. Wer kontakt zu einer Seite aufnahm, wurde von der anderen schnell als Gegner betrachtet. Auch von uns wurde eine klare Position gefordert. Wir aber wollten kein Lager verteidigen, sondern ein Dilemma beschreiben. vor dem Haus standen besorgte Bürger, die einem Ex-Häftling das Recht auf Wiedereingliederung in die Gesellschaft verwehrten. In dem Haus verbarrikadierte sich eine angeprangerte Familie, die für die Ängste ihrer Nachbarn kein Verständnis hatte. Um an einem Filmprojekt mitzuwirken, welches das verfeindete Gegenüber sichtbar macht, musste jeder von ihnen Grenzen überwinden.



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