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Pripyat
Pripyat
© Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion

Pripyat (1999)

Pripyat war die Stadt der Arbeiter des Atomkraftwerks von Tschernobyl. Vor dem Unfall haben hier ca. 48.000 Menschen gelebt. Pripyat liegt mitten in der gesperrten 30 km-Zone rund um das Kernkraftwerk.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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Rund um das AKW Tschernobyl wurde nach der nuklearen Katastrophe 1986 eine 30-km-Sperrzone errichtet, aus der 116 000 Menschen ausgesiedelt wurden. „Pripyat“ ist das Porträt jener Menschen, die 12 Jahre nach dem Unfall nach wie vor oder wieder dort leben und arbeiten. Wie gehen die Menschen, die sich dort aufhalten, mit der unsichtbaren und unbegreifbaren Gefahr Radioaktivität um? Wie werden sie mit den Folgen eines statistisch angeblich unwahrscheinlichen Unfalls fertig? Vier Protagonisten kommen in langen Interviews zu Wort und geben in Plansequenzen Einblick in den Alltag in „ihrer“ Zone.

In der Stadt „Pripyat“ – 7 km vom Kernkraftwerk entfernt – lebten die Arbeiterinnen und Arbeiter des Kraftwerks. Unmittelbar nach dem Unfall wurden die 50 000 Einwohner evakuiert und in Gebiete in der gesamten ehemaligen Sowjetunion umgesiedelt. Seither verfallen die Häuser, das Betreten ist nur mit Sondergenehmigungen erlaubt. Pripyat ist heute eine streng bewachte Geisterstadt.

„Pripyat“ ist auch der Name des Flusses, der am Kraftwerk vorbei in den Dnjepr fließt, und heute noch die Bewohner der Zone mit Fischen versorgt.

Die 30-km-Zone ist mit einem Stacheldraht eingezäunt. Sie ist ein willkürlich mit dem Zirkel abgemessenes Gebiet und entspricht nicht der realen Verseuchung der Böden. Innerhalb der Zone zu leben ist nach wie vor verboten, Obdachlose machen sich das kaum zu überwachende Gebiet zunutze. Milizionäre an den Checkpoints kontrollieren den Übertritt in die Zone. Es ist verboten, aus der Zone Gegenstände oder Lebensmittel auszuführen.

Rund 15 000 Menschen arbeiten im Schichtbetrieb in der Zone – im AKW, dessen 3. Block nach wie vor in Betrieb ist, oder in Umweltlabors, wo sie die Auswirkungen der Radioaktivität auf Pflanzen und Tiere erforschen. Sie bauen ein Endlager und müssen das Problem des desolaten Sarkophags des 4. Reaktors ebenso lösen wie die endgültige Lagerung des Atommülls. Dafür erhalten Sie den doppelten Lohn, der allerdings nur unregelmäßig ausgezahlt wird. Was bringt Menschen dazu, bewußt das Risiko einer möglichen Verstrahlung auf sich zu nehmen, um in diesem Gebiet zu arbeiten?

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Österreich
Jahr: 1999
Genre: Dokumentation
Länge: 100 Minuten
FSK: 0
Kinostart: Kein deutscher Kinostart
Regie: Nikolaus Geyrhalter




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