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Alles wird gut
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Alles wird gut (2012)

Deutsche Doku: Regisseur Niko von Glasow dokumentiert die Proben zu einem Theaterstück, dass er gemeinsam mit den Darstellern - 14 Nicht-Behinderte und Behinderte Lauen und Profis - erarbeitet...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.5 / 5

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„Mach doch mal ein Theaterstück mit möglichst vielen behinderten Menschen“ war der Auftrag, den Regisseur Niko von Glasow irgendwann bekam.
Glasow, der selbst unter einer Behinderung leidet – er ist der einzige kurzarmige Regisseur in Deutschland – nahm sich dieser höchst merkwürdigen Botschaft an. Vielleicht wählte er gerade aus diesem Grund die Casting-Show als Schauplatz für sein Theaterstück mit 14 Schauspielern - Profis, wie Laien, Behinderten, wie Nicht-Behinderten. Denn ein "Stück mit möglichst vielen behinderten Menschen" auf die Beine zu stellen, hört sich zunächst weniger nach Gutmenschen an, die einer unter Stigmata und Vorurteilen leidenden "Randgruppe" eine Spielfläche geben wollen, sondern viel mehr nach eben jenen "Supertalent"-Shows, die kommerziellen Erfolg aus der Tragödie "Behinderung" ziehen wollen.
Wieder ein Grund mehr für Glasow das Stück zu inszenieren.
So wurden über 100 Menschen gecastet, mit denen er abschließend ein Theaterstück als reines Improvisationsstück aufbaute. Von Anfang an hatte der Regisseur ebenso eine Kamera mit an Bord, die die Schauspieler und ihre Figuren im Entstehungsprozess filmen sollte. Nach insgesamt 15 Wochen war das Projekt geschrieben, geprobt und reif für die Erstaufführung. Doch nach der erfolgreichen Premiere in Köln und der darauffolgenden Tournee durch Deutschland sollte noch etwas anderes entstehen: Die 680 Stunden Filmmaterial verarbeitete Glasow zu einer spielerischen Dokumentation.
Der Film dokumentiert nicht nur den teils zerfahrenen Prozess der Entwicklung des Theaterstücks, sondern porträtiert auch die Schauspieler, deren Rollen von Glasow immer so angelegt wurden, dass die Behinderten oder Nicht-Behinderten einen Teil ihrer Selbst in der Figur wiederfinden konnten. Eine Art Spiegel, den die Schauspieler, wie auch die Zuschauer vorgesetzt bekommen. Auch Glasow nimmt sich selbst aus diesem Kniff nicht aus und schafft es, einen Film über Behinderungen zu kreieren, der eine ganz einfache, wie elementare Botschaft in sich trägt: "Wir haben alle unsere Behinderungen, in welcher Form auch immer". Und das ist ehrlicher, als jeder Gutmensch-Film.

Bildergalerie zum Film

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FilmkritikKritik anzeigen

Eine Casting-Show irgendwo in Köln. Annika, eine Produktionsleiterin soll für die Talentshow die Teilnehmer kategorisieren, wie nach ihren tragischen Momenten befragen. Kommerzialisierte Verwertbarkeit steht im Vordergrund. Mit den behinderten Menschen kann sie nicht viel anfangen, viel mehr genervt von deren "speziellen Bedürfnissen" schickt sie sie aus "Hygiene-Gründen" in einen gesonderten [...mehr]

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2012
Genre: Dokumentation
Länge: 96 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 01.11.2012
Regie: Niko von Glasow
Darsteller: Sofia Plich, Milena Gülyeyüz, Christiane Grieb
Verleih: NFP marketing & distribution

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