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Hotel Transsilvanien 2
Hotel Transsilvanien 2
© Sony Pictures

Kritik: Hotel Transsilvanien 2 (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Die Animationskomödie "Hotel Transsilvanien" aus dem Jahr 2012 basierte auf der charmanten Idee, dass Monster einen Rückzugsort brauchen, wo sie vor den Menschen sicher sind. Folgerichtig ließ Graf Dracula nichts unversucht, um seine Tochter Mavis vom unerschrockenen Rucksacktouristen Johnny fernzuhalten – ohne Erfolg. Der Fortsetzungsfilm in 3D, den wieder Genndy Tartakovsky inszenierte, lässt Graf Dracula zum Großvater eines Jungen werden, der so rothaarig, naiv und gutmütig wie sein Menschenvater ist. Der stolze Großvater aber ist überzeugt, dass dem Enkel spätestens an seinem 5. Geburtstag die Vampir-Fangzähne wachsen werden und bemüht sich unermüdlich, dem Jungen die richtige Einstellung zu vermitteln.

Der Hotelbesitzer Dracula, der seine Tochter und seinen Enkel besorgt und besitzergreifend umschwirrt, weckt Erinnerungen an einen anderen Schwiegervater, mit dem nicht zu spaßen war: den von Robert De Niro gespielten Jack Byrnes aus den Komödien um die Familie Focker. Nur ist Schwiegersohn Johnny gar nicht sein eigentlicher Gegenspieler, sondern vielmehr die eigene Tochter Mavis. Sie legt im Gegensatz zu Dracula keinen Wert darauf, dass Dennis ein Vampir wird und möchte ihn sogar unter Menschen aufwachsen lassen, weit weg vom transsilvanischen Monsterhotel. Dracula will aus dem kleinen Sonnenschein ein Teufelchen machen, nur scheint Dennis den Reiz der Sache nicht zu begreifen. Die Zeiten haben sich geändert – auch diese Idee aus dem Original wird munter weitergesponnen, wenn Dracula mit Dennis ein Vampir-Camp besucht, indem neuerdings die Sicherheit der Kinder an erster Stelle steht. Wenn dann aber Draculas Vater Vlad und seine blutrünstigen Riesenfledermäuse aufkreuzen, wird dem langgliedrigen Grafen bewusst, dass auch er längst kein Vampir der ganz alten Schule mehr ist.

Der Film bietet ein vergnügliches Wiedersehen mit Monstern wie Frankenstein, der Mumie, dem Unsichtbaren oder dem Werwolf Wayne mit seinem zahlreichen Nachwuchs. Im Hotel geht es so gruselig-fidel zu wie im ersten Teil. Weniger ergiebig ist allerdings der Trip von Mavis und Johnny in die Menschenwelt von Kalifornien. Wie Dracula derweil versucht, den Enkel zu formen, wird von den Drehbuchautoren Adam Sandler und Robert Smigel zwar nicht wirklich innovativ, aber ganz lustig erzählt. Das Finale wartet mit einer Actioneinlage auf, die an Superheldenstoffe erinnert. Alles in allem ist auch das Sequel eine unterhaltsame Kinder-Komödie, die aus dem Kontrast zwischen morbidem Schauer und fröhlicher Harmlosigkeit noch einige witzige Funken zu schlagen vermag.

Fazit: Die Fortsetzung der Animationskomödie "Hotel Transsilvanien" bietet ein charmantes Wiedersehen mit Graf Dracula und seinen Monstern. Die eher erfolglosen Bemühungen des stolzen Großvaters, den kleinen Enkel zum Vampir zu formen, sorgen für Heiterkeit in einer ansonsten vor allem optisch reizvollen, inhaltlich aber ziemlich konventionellen Geschichte.





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