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Barbie - Eine Prinzessin im Rockstar Camp
Barbie - Eine Prinzessin im Rockstar Camp
© Universal Pictures International Germany

Kritik: Barbie - Eine Prinzessin im Rockstar Camp (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Dieser bunte Barbie-Animationsfilm ist natürlich ganz auf die Zielgruppe junger Mädchen zugeschnitten. Als königliche Prinzessin Courtney verfügt die Puppe über sehr blaue Augen und ein unschuldiges, strahlendes Lächeln. Weil aber der Alltag von Prinzessinnen recht langweilig sein kann, darf Courtney ins Rockstar-Camp – nur aus Versehen natürlich. Dort lernt sie, aus sich herauszugehen, und singt bald ihren ersten, selbst komponierten Popsong. Die coole Rock-Sängerin Erika ihrerseits genießt derweil die stilvolle, gepflegte Atmosphäre im Royal-Camp. Die Mädchen sehen Barbie alle ziemlich ähnlich, wobei zwischen den beiden Camps vor allem beim Dresscode Welten liegen. Trotz dick aufgetragenem Kitsch dürfte die gefällige, aber seichte Geschichte Mädchen durchaus gefallen. Der Film kommt in Deutschland lediglich am 15. und 16. August 2015 als "Event Content" in die Kinos, bevor im September die DVD-Auswertung startet. Courtney und Erika werden außerdem auch als singende Mattel-Puppen angeboten.

Courtney wirkt sehr charmant, denn ihre sanfte, freundliche Art erinnert stark an herzensgute Figuren wie Aschenputtel. In ihrem langen Ballkleid ist sie im Rockstar-Camp nicht nur overdressed, sondern fällt auch als ziemlich weltfremd auf. Hier dürfen die Mädchen ihre Kleidung selbst auswählen? Zum Glück hat Courtney einen Zauberstab dabei. Königstöchter und Pop-Prinzessinnen sind gar nicht so verschieden, lautet die Botschaft – schließlich werden sie auch von derselben Zielgruppe junger Puppenbesitzerinnen angehimmelt. Barbie empfiehlt sich als Gesangsstar mit pinkfarbenen Haaren gezielt den Kindern, die sich gerne musikalische Casting-Shows anschauen.

Natürlich wird gesungen und getanzt, in einem Stilmix aus rockigen und adretten Elementen. Courtney kann endlich etwas Eigenes wagen – aber frech wird sie deshalb noch lange nicht. Erika wiederum wird vom Superstar zur Teamplayerin bekehrt. Das Mädchenensemble – ein paar wenige Jungs dürfen auch mitmischen – wirkt fröhlich, munter und stets konstruktiv wie die Feen in den "Tinkerbell"-Filmen. Die lilafarbenen Bäume und Dächer, die etwa vier begeisterten Statisten im Kindesalter, die nur die Funktion haben, Courtney und Erika anzuhimmeln, sind dann schon zu viel des Guten. Aber die Zielgruppe wird sich daran vermutlich nicht stören.

Fazit: Quietschbunt und kitschig geht es zu in diesem Animationsfilm über Prinzessinnen und Rocksängerinnen, die einen Stilmix zwischen märchenhaft und cool ausprobieren. Das seichte, gefällige Barbie-Abenteuer ist ganz auf die Mädchen-Zielgruppe zugeschnitten und dürfte dort durchaus ein paar Fans finden.





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