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Conni & Co 2 - Rettet die Kanincheninsel
Conni & Co 2 - Rettet die Kanincheninsel
© Warner Bros.

Kritik: Conni & Co 2 - Das Geheimnis des T-Rex (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Rekordtempo: Nicht einmal ein Jahr nach dem ersten Teil, kommt schon die Fortsetzung ins Kino. "Conni & Co" überzeugte im Sommer 2016 sowohl Kritiker als auch die Fans der berühmten Carlsen-Buchreihe, die reihenweise in die Kinos strömten. Bei der Fortsetzung führte aber nicht mehr Franziska Buch Regie, sondern der Garant für Erfolge an den deutschen Kinokassen schlechthin: Til Schweiger. Bereits häufiger schon stand Schweiger bei Filmen mit seiner Tochter Emma vor und hinter der Kamera, u.a. für "Honig im Kopf" und "Kokowääh". Der Film wurde u.a. in Marburg und auf der Berliner Pfaueninsel gedreht. Und: auch auf der tatsächlich existierenden Kanincheninsel bei Brandenburg an der Havel, die dem Film letztlich auch den Titel gab.

Gekonnt changiert Regisseur Schweiger hier zwischen den Genres Abenteuer, Familienfilm und Komödie. Dies gelang vor einem Jahr schon dem Erstling und Schweiger schafft es, das hohe Niveau problemlos zu halten. Und: im Zentrum stehen neue Themen, nämlich die Bewahrung und der Respekt vor der Natur. In "Conni & Co." war es noch die Wichtigkeit des Tierschutzes, die man dem jungen Publikum – auf ansprechende und frische Weise – zielgruppengerecht vermittelte. Die beiden Filme haben gemeinsam, dass der Zielgruppe (Kinder und Jugendliche von acht bis ca. 14 Jahren) auch in "Conni & Co 2" wieder der Wert von Freundschaft und Zusammenhalt nahe gebracht wird.

Das Schöne an "Conni & Co. 2" ist, dass die Probleme der Hauptfiguren und die Gefahren für das Naturidyll menschgemacht, und damit äußerst realistisch sind. Das sorgt dafür, dass der Film äußerst authentisch und lebensnah geraten ist. Eine Identifikation mit den Protagonisten fällt so nicht sonderlich schwer – im Gegensatz zur Identifikation mit Figuren und Charakteren, die über außergewöhnliche Fähigkeiten und Superkräfte verfügen, siehe "Harry Potter" oder auch "Hexe Lili". Die Freunde-Schar um Conni ist durchweg sympathisch und man fiebert mit ihr mit. Zudem entstehen zwischen den Figuren durchaus auch komplexe emotionale Konfliktsituationen. Etwa dann, wenn sich der eigentlich beste Freund von Conni plötzlich von ihr und den anderen Freunden, abwendet. Der Grund: würde das Hotel gebaut, könnte der damit verbundene Touristenstrom für das Überleben des elterlichen Buchladens sorgen.

Erwähnenswert ist auch die exquisite, hochkarätige Besetzung des Films. Nicht nur, dass sich hier u.a. mit Iris Berben, Ken Duken, Samuel Finzi und Heino Ferch große Namen der deutschen Schauspiel-Landschaft wiederfinden. Die Darsteller passen auch zu ihren Rollen wie die Faust aufs Auge. So überzeugt etwa Iris Berben als rüstige, umtriebige Oma Marianne ebenso wie Heino Ferch als herrlich fieser Bürgermeister (im ersten Film war er noch Schuldirektor), der in aller seiner Überheblich- und Großspurigkeit sowie mit den Schlangenleder-Stiefeln und dem Cowboyhut, wie eine peinliche, "regionale" Variante eines selbstverliebten US-Großstadt-Sheriffs, daherkommt.

Fazit: Lebensnahes, durchweg sympathisches und stilsicher inszeniertes Kinder-Abenteuer mit sinnvollen Botschaften und Themen sowie einer exquisiten Besetzung.





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