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Tangerine Dream - Revolution of Sound.
Tangerine Dream - Revolution of Sound.
© Real Fiction

Kritik: Tangerine Dream - Revolution of Sound. (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Margarete Kreuzers Dokumentarfilm "Tangerine Dream – Revolution of Sound" war bereits im Fernsehen zusehen, doch nun erlaubt die erweiterte Kinofassung einen noch genaueren Einblick in den Werdegang der außergewöhnlichen Musikformation. In chronologischer Reihenfolge beleuchtet Kreuzer bedeutende Stationen der Band und konzentriert sich dabei vor allem auf den 2015 verstorbenen Frontmann Edgar Froese,der bis zu seinem Tod das einzige durchgängige Mitglied von Tangerine Dream war.

In seiner Machart ist "Revolution of Sound" zwar konventionell, aber keineswegs reizlos. Gerade die bewährte Kombination aus Archivmaterial und Interviewszenen erweist sich als ansprechender Weg, um in die auf den ersten Blick sperrige Welt von Tangerine Dream einzuführen. Dabei ist Kreuzers Dokumentarfilm nicht nur für Kenner und Liebhaber avantgardistischer Musik geeignet, sondern zeigt sich überraschend zugänglich.

Die entspannte Erzählweise, die zahlreichen prominenten Weggefährten sowie eine stimmige Kontextualisierung der Bandgeschichte erden "Revolution of Sound". Nicht zuletzt dank des ausgiebigen Filmmaterials, das Froese selbst als emsiger Beobachter seines Alltags aufgenommen hat, werden Historie und Protagonisten greifbar. Abgerundet wird diese persönliche Perspektive durch die Leistung des Erzählers Alexander Hacke, der hier auf charmante Weise Froeses eigenen Worten seine Stimme leiht.

Fazit: Margarete Kreuzers Dokumentarfilm erzählt auf konventionelle Weise von einer außergewöhnlichen Band. Gerade durch bewährte Inszenierungsmittel gelingt es, "Tangerine Dream – Revolution of Sound" in einen mitunter sperrigen Musik-Kosmos einzuführen und diesen auf stimmige Weise im Zeitgeschehen zu kontextualisieren. Eine nicht bloß für Kenner sehenswerte Bandgeschichte.





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